In Rudolf Thomes 28. Film ist Hannah Herzsprung auf der Suche nach dem Mann fürs Leben und sich selbst.

Kinostart: 20.08.2009

Cornelius Schwalm
als Balthazar

Radhe Schiff
als Silver

Tonio Arango
als Helmut

Christine Knispel
als Lisa

Christina Hecke
als Lilli Berg

Die Handlung von Pink

Die erfolgreiche Dichterin Pink alias Susi Bauer hat zwar beruflichen, aber nicht wirklich privaten Erfolg. Wie viele ist sie im Innersten unglücklich und sucht Heil in Beziehungen. Und da sie gerne Nägel mit Köpfen macht, heiratet sie auch schnell ihren jeweils Auserwählten. Auch in der Männerauswahl geht sie pragmatisch vor und entscheidet sich per Taschenrechner für Carlo. Doch die Ehe scheitert, der Mann erhängt sich. Danach ist der gut betuchte Hedonist Georg an der Reihe, den Sie allerdings alsbald per Waffengewalt aus der Wohnung treibt. Erst mit Nummer drei, Balthazar scheint sie ihr Glück zu finden.

Kritik zu Pink

Eine junge Dichterin benötigt drei Hochzeiten, um sich selbst und ihr Glück zu finden. So erzählt es Rudolf Thome in seinem 28. Film.

Ganz sicher sein kann man sich freilich nicht, ob die enigmatische, sehr erfolgreiche Dichterin Pink alias Susi Bauer (wahrt ihr Faible für schwierige Rollen: Hannah Herzsprung), letztendlich glücklich wird. Ihr Innerstes bleibt - mehr noch als das anderer Personen - radikal unzugänglich, ihre Figur unsympathisch. Dennoch: Die Fans liegen ihr zu Füßen, drei Verehrer sowieso. Per Taschenrechner entscheidet sie sich ganz pragmatisch-kalkulierend für Carlo (Yuppie mit Herz: Guntram Brattia), die Ehe scheitert, der Mann erhängt sich. Nummer zwei auf der Liste ist der gut betuchte Hedonist Georg (Florian Panzner), der sie gewissenlos betrügt und ihr damit eine Geschlechtskrankheit schenkt. Mit Waffengewalt treibt sie ihn aus der Wohnung. Was zu Nummer drei führt, dem Ökogewächs Balthazar (Cornelius Schwalm), der sie auf seinem paradiesischen Landgut in naturnaher Zweisamkeit das Leben genießen lässt.

Kurzum: Liebe ist keine Arithmetik, die Frau wurde Opfer ihrer (Fehl)Berechnungen und verschleißt zwei Typen, bevor sie (vermutlich) den Richtigen findet - eine ferne Erbin männermordender WG-Bewohnerinnen aus "Rote Sonne", der auch schon wieder 40 Jahre alt ist. Einer klaren Aussage ordnet sich Rudolf Thomes Drama aber keineswegs unter. Vielmehr sperrt es sich gegen jede Kategorisierung. Diese hartnäckige Weigerung, Konventionen zu bedienen oder Charaktere auszugestalten, wird nicht bei jedem Zuschauer auf Verständnis stoßen. Die im Grunde einfache Fabel fällt durch einen irritierenden Stil, der Alltägliches und Banales dramaturgisch mit aufreizenden Leerstellen versieht, aus jedem Rahmen. Drei Männer, drei Jahreszeiten, eine fragmentarische Versuchsanordnung, eine eigenwillige Geschichte, die doch keine ist: Ob die Herangehensweise des Low-Budget-Autorenwerks gelungen ist, werden trotz Hannah Herzsprung ("Vier Minuten") zumeist hartgesottene Kunstfilmfreunde herausfinden und alle, die noch eine cineastische Herausforderung suchen. tk.

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Info

Plakat des Films: Pink
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 20.08.2009

Deutschland 2008

Länge: 1 h 22 min

Genre: Drama

Originaltitel: Pink

Regie: Rudolf Thome

Drehbuch: Rudolf Thome

Musik: Katia Tchemberdji

Produktion: Rudolf Thome

Kostüme: Gioia Raspé

Kamera: Ute Freund

Schnitt: Dörte Völz-Mammarella

Ausstattung: Susanna Cardelli