Solider, klassischer Horror-Schocker, der alle bekannten Register seines Genres zieht. Nach einer Dean-Koontz-Story.

Kinostart: 06.08.1998

Peter O'Toole

Peter O'Toole
als Timothy Flyte

Rose McGowan

Rose McGowan
als Lisa Pailey

Joanna Going
als Jenny Pailey

Liev Schreiber
als Deputy Stu Wargle

Ben Affleck
als Sheriff Bryce Hammond

Nicky Katt
als Deputy Steve Shanning

Clifton Powell
als General Copperfield

Valerie Chow
als Wissenschaftlerin Yamaguci

Adam Nelson
als Wissenschaftler Burke

Rick Otto
als Wissenschaftler Lockland

John Hammil
als Wissenschaftler Talbot

John Scott Clough
als Wissenschaftler Shane

Michael DeLorenzo
als Soldat Velazques

Handlung

Der ersehnte Winterurlaub wird für Dr. Jennifer Pailey zum Horrotrip. Das Ziel ihrer Reise, ein kleines Örtchen in den Rocky Mountains, ist vollkommen ausgestorben. Die Bewohner sind entweder tot oder verschwunden. Nur ein Sheriff und ein skurriler Professor halten die Stellung und können von einem gräßlichen Wesen berichten, das den Menschen zum Verhängnis werden könnte.

Auf der Durchreise kommen die Schwestern Jennifer und Lisa in das abgelegene Bergstädtchen Snowfield und finden die Einwohnerschaft ermordet vor. Zwei Polizisten, die zufällig hinzustoßen, begleiten die Frauen bei der Suche nach der mysteriösen Ursache und zahlen kräftig Lehrgeld, als man auf ein mörderisches Monster aus uralten Zeiten trifft. Ein hinzugezogener Wissenschaftler identifiziert den Schädling als "Todesursache der Mayas" und empfiehlt konzentrierten Militäreinsatz.

Solider, klassischer Horror-Schocker, der alle bekannten Register seines Genres zieht. Nach einer Dean-Koontz-Story.

Kritik

Mit dem Megahit "Scream - Schrei!" konnte Miramax-Ableger Dimension Films eine bluttriefende Goldader anzapfen und eine Renaissance des Horrorfilms einläuten. Doch während "Scream" und das Sequel "Scream 2" finessenreich mit Selbstironie und Cleverness bestechen, spielt die auf dem Roman von Dean Koontz basierende Monstermär "Phantoms" seine Genrekarten verbissen geradlinig und ohne nennenswerte Humorinjektionen als ernster Schocker aus.

Autor Koontz' erste Hollywood-Erfahrung "Das Versteckspiel", von Brett Leonard mit Jeff Goldblum in der Hauptrolle verfilmt, war derart negativ ausgefallen, daß er seinen Namen aus den Credits entfernen ließ. Für den zweiten Anlauf ließ er sich daher vorsichtshalber von den Weinstein-Brüdern kreatives Mitspracherecht zusichern. Hier ist Koontz nicht nur für das Drehbuch verantwortlich, sondern fungiert zudem als ausführender Produzent. Für die Inszenierung wurde der genreerprobte Joe Chappelle verpflichtet, dessen Filmographie "Halloween - Der Fluch des Michael Myers" umfaßt. Darüberhinaus kann die Besetzungsliste sich sehen lassen: Neben Altstar Peter OToole tummelt sich im Stil von "Scream" aufstrebendes Jungtalent wie Ben Affleck ("Good Will Hunting"), Rose McGowan ("Scream - Schrei!"), Joanne Going und Liev Schreiber ("Scream 2").

Seinen Ausgang nimmt der Schocker als Psychohorror um teuflische Mächte, die im Erdinneren hausen und seit Jahrtausenden bedauerliche Menschenseelen verschlingen. Wie in "Shining", "Poltergeist" und "Amityville Horror" nimmt das Böse zunächst keine konkrete Form an, sondern macht sich mit heulenden Geräuschen im Abfluß, Gepoltere im Gebälk und Strom- und Autobatterieausfällen bemerkbar und hinterläßt so manch übel zugerichtete Leiche. Als Handlungsort dient ein idyllischer Wintersportort in den Rocky Mountains, in den ein vierblättriges Kleeblatt Einzug hält, um für die Instandhaltung des globalen menschlichen Wohlergehens zu sorgen. Zu den Ghostbusters gehört ein englischer Professor (O'Toole), der seine Weltuntergangstheorien in der Regenbogenpresse veröffentlicht, zwei attraktive Schwestern und ein junger Sheriff ("Good Will Hunting"-Prolo Ben Affleck will als Autoritätsfigur nicht so recht überzeugen) mit traumatischer Dienstvergangenheit. Sie können dem sich teils als schleimige Wurmkreatur inkarnierenden Feind schließlich in letzter Minute mit biochemischer Keule auf den Leib rücken.

Regisseur Chappelle mag es trotz seines Hintergrunds nicht sehr zufriedenstellend gelingen, Spannung und Schrecken in jene Dimensionen voranzutreiben, die ein abgebrühtes Publikum heute von einem Genrefilm erwartet. Daß die zumeist computergenerierten Effekte bestenfalls durchschnittlich ausgefallen sind und das Böse aus bereits bekannten Filmen zusammengewürfelt wirkt, trägt zum insgesamt eher enttäuschenden Gesamteindruck des bislang vermutlich schwächsten Dimension-Films bei. ara.

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Info

Plakat des Films: Phantoms
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 06.08.1998

USA 1997

Länge: 1 h 35 min

Genre: Horror

Originaltitel: Phantoms

Regie: Joe Chappelle

Drehbuch: Dean R. Koontz

Musik: David C. Williams

Produktion: Joel Soisson, Michael Leahy, Robert Pringle, Steve Lane

Kostüme: Dana K. Litwak

Kamera: Richard Clabaugh

Schnitt: Randolph K. Bricker

Ausstattung: Daniel Bradford, Deborah Raymond, Dorian Vernacchio, Ken Larson