Animationsspaß von den Machern von "Ich - Einfach unverbesserlich", in dem Haustiere, allein zu Haus gelassen, ihren teils ungewöhnlichen, persönlichen Hobbies frönen.

Kinostart: 28.07.2016

Handlung

Terrier Max ist extrem auf sein Frauchen fixiert und stirbt jedes Mal tausend Tode, wenn sie in die Arbeit muss. Um ihm den Trennungsschmerz zu erleichtern, setzt sie im den zotteligen Riesenhund Duke zur Seite. Doch damit fangen die Probleme erst richtig an: Nicht nur, dass die Eifersucht, die beiden Hunde einen Konkurrenzkampf ausfechten lässt, später bekommen es die beiden auch noch mit einer radikalisierten Gang ausgesetzter Haustiere zu tun, die ihnen ihre Menschenliebe ziemlich übel nimmt.

Kritik

Temporeich-turbulentes CGI-Animationsabenteuer von Illumination Entertainment, bei dem actionreich das geheime Doppelleben von Haustieren ausgeschnüffelt wird.

Unter der Leitung von Chris Meledandri mischen die Macher der "Ich - Einfach unverbesserlich"-Reihe und deren megaerfolgreichen Spin-Off "Minions" auf ihre irrwitzig-individuelle Weise erneut das Familienunterhaltungs-Feld auf. Anders als bei Pixar sind ihre Produktionen zwar keine visuellen Offenbarungen, womit allerdings das Budget vergleichsweise niedrig gehalten wird - in diesem Fall 75 Mio. Dollar im Vergleich zu "Findet Dorie"s 200 Mio. Dollar. Für die Grundstory von "Pets" ließ man sich allerdings recht deutlich von der Konkurrenz inspirieren, da der abenteuerliche Ausflug der sprechenden Spielzeugfiguren aus "Toys" mit den ausgelassenen Eskapaden von sprechenden Haustieren ausgetauscht wird. Auch bei der Figurenkonstellation gibt es Parallelen: Wie Woody muss der vierbeinige Protagonist Max nun plötzlich seinen geliebten Menschen mit einem Neuzugang à la Buzz teilen, was zu anfänglicher Rivalität und späterer Freundschaft führt.

Das Drehbuch schrieben die Illumination Regulars Brian Lynch ("Minions"), Ken Daurio und Cinco Paul (letztere die "Ich - Einfach unverbesserlich"-Filme) mit einem gewieften Auge für die natürlichen Mätzchen und Marotten unserer vierbeinigen und gefiederten Hausgenossen. Dies verbinden sie mit drolliger Vermenschlichung, so dass einige von den putzigen Tierkindern erst mal ausgelassen auf den Putz hauen, sobald ihre Menscheneltern sie allein zu Hause lassen. Da wird schamlos der Kühlschrank geräubert, heimlich in den Blumentopf gepinkelt, gefeiert, ge-headbangt und grundsätzlich jede Menge Unfug gebaut.

Relativ wohlerzogen ist jedoch der kleine Terrier Max (im Original von Standup-Komiker Louis C.K. gesprochen). Er ist ganz auf sein Frauchen Katie fixiert und leidet unter Trennungsängsten, wenn sie in die Arbeit gehen muss. Als sie ihm wohlmeinend mit dem zotteligen Riesenhund Duke einen Gefährten nach Hause bringt, ist es vorbei mit der trauten Zweisamkeit. Max und Duke können sich auf Anhieb nicht riechen und ihre Rivalität führt dazu, dass sie am nächsten Tag mitten in New York verloren gehen und von gefährlichen Streunerkatzen und Tierfängern gehetzt werden. Rettung erscheint in letzter Minute in Gestalt vom scheinbar possierlichen weißen Häschen (Komödienstar Kevin Hart), der sich als Anführer der radikalen Untergrundbewegung von ausgesetzten Haustieren erweist. Diese umfassen Schlangen, Krokodile, Hamster, Seepferdchen, usw., die nun allesamt im Abwassersystem von New York hausen und auf Rache gegen die verantwortungslos-gemeinen Menschen sinnen. Als sich Max und Duke als Menschenliebhaber entpuppen und versehentlich das Ableben einer Riesenboa verursachen, ziehen sie auch noch den psychopathischen Unbill von Snowball und seiner Gang auf sich. Glücklicherweise organsiert die Möchtegern-Freundin von Max, das adrette Zwergspitz-Mädchen Gidget, eine groß angelegte Rettungsaktion, womit weiteren amüsanten Verwicklungen Vorschub geleistet wird, bis schließlich das herzrührende Happy End angesteuert wird.

Der überschäumend fantasiereiche Plot in Tandem mit der kurzweiligen Inszenierung vom Regieteam Chris Renaud und Yarrow Cheney lässt kaum eine ruhige Minute aufkommen, womit konzentrationsschwache Kiddies hypnotisch-humorvoll in den Bann gezogen werden. Fast schon tut sich zu viel auf der Leinwand; Actioneinlagen wie eine "Speed"-inspirierte Busfahrt, Versatzstücke aus "The Fast and the Furious" und "Kung Fu Panda"-ähnliche Kampfszenen, um nur wenige zu nennen, wirken nach einer Weile überspitzt und fast ein wenig überflüssig. Des Weiteren findet sich eine Fantasysequenz in einer Würstchenfabrik à la "Willy Wonkas Schokoladenfabrik" inklusive einer Busby-Berkely-nachempfundenen Tanznummer. Ähnlich nostalgisch säuselt der etwas deplatzierte Gershwin angelehnte Orchesterscore von Alexandre Desplat, dem Songfragmente von u.a. Taylor Swift, Queen und Pharrell Williams entgegen klingen. Insgesamt ist das überdrehte animalische Animationsabenteuer jedoch tierisch amüsant und wird beim Familienpublikum bestens ankommen. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 1165 +37

Filmwertung

Redaktion
4
User
4
Deine Wertung

Action

Red.
3
User
4.5
Deine Wertung

Humor

Red.
5
User
4.5
Deine Wertung

Gefühl

Red.
4
User
5
Deine Wertung

Spannung

Red.
3
User
4
Deine Wertung

Anspruch

Red.
3
User
-
Deine Wertung

Info

Kinostart: 28.07.2016

USA 2016

Länge: 1 h 27 min

Genre: Animation

Originaltitel: The Secret Life of Pets

Regie: Chris Renaud, Yarrow Cheney

Drehbuch: Brian Lynch, Ken Daurio, Cinco Paul

Musik: Alexandre Desplat

Produktion: Christopher Meledandri, Janet Healy

Schnitt: Alexander Berner

Ausstattung: Eric Guillon

Website: http://www.pets-film.de