Abwechselnd humorvolles und melodramatisches Comedydrama um einen unkonventionellen Medizinstudenten.

Kinostart: 25.03.1999

Robin Williams

Robin Williams
als Patch Adams

Daniel London
als Truman

Monica Potter

Monica Potter
als Carin

Philip Seymour Hoffman
als Mitch

Bob Gunton
als Dean Walcott

Josef Sommer
als Dr. Eaton

Irma P. Hall
als Joletta

Frances Lee McCain
als Judy

Harve Presnell
als Dean Anderson

Daniella Kuhn
als Adelane

Jake Bowen
als Bryan

Peter Coyote
als Bill Davis

James Greene
als Bile

Michael Jeter
als Rudy

Harold Gould
als Arthur Mendelson

Richard Kiley
als Dr. Titan

Handlung

Der ehemalige suizidgefährdete Nervenheilanstaltspatient Patch Adams beginnt sein Studium an der medizinischen Hochschule von Virginia. Entgegen strenger Vorschriften sucht er den Kontakt mit Patienten, die er mit markigen Methoden aufzuheitern versucht. Nebenbei umgarnt Patch seine hübsche Kommilitonin Carin. Doch ein tragisches Ereignis setzt Patchs Idealismus einen schweren Dämpfer auf.

Nach einem Suizidversuch muß der hochintelligente Patch Adams erkennen, daß die Ärzte der Nervenheilanstalt, in der er sich behandeln läßt, ihren Beruf nicht gerade ernst nehmen. Deshalb beschließt er, trotz fortgeschrittenen Alters, selbst Medizin zu studieren. An der Uni nutzt der fleißige Student seine Freizeit, um die Klinik-Insassen mit seinen Clownereien bei Laune zu halten. Doch als Patch wegen "exzessiven Frohsinns" von der Uni ausgeschlossen werden soll, gerät das unkonventionelle Weltbild des sympathischen Doktors ins Wanken...

Patch Adams beschließt, trotz fortgeschrittenen Alters, selbst Medizin zu studieren. Als er wegen "exzessiven Frohsinns" von der Uni ausgeschlossen werden soll, gerät das Weltbild des Doktors ins Wanken... Heikle Themen wie Krankheit, Medizin und Ärzteschaft werden sensibel und humorvoll aufbereitet.

Kritik

"Hook", "Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen", "Jumanji", "Good Will Hunting" und jetzt "Patch Adams" - alle Jahre wieder erweist sich Starkomiker Robin Williams pünktlich zur Weihnachtszeit als zuverlässiger Blockbuster-Garant. In Tom Shadyacs rührseligem Comedy-Drama mimt er einen unkonventionellen Medizinstudenten, der unerschütterlich die Meinung vertritt, daß Lachen die beste Medizin sei. Damit wird Williams ausreichend Gelegenheit geboten, ohne Rücksicht auf Verluste emotional in die Vollen zu gehen: In der einen Minute gebärdet er sich ausufernd albern, um in der nächsten in schmalziger Sentimentalität zu schwelgen. Beim US-Publikum liegt er mit diesem Rezept genau richtig: Nach nur drei Wochen im Einsatz steuert der Film in den USA auf die magische Blockbuster-Einspielmarke von 100 Mio. Dollar zu.

Regisseur Tom Shadyac und Drehbuchautor Steve Oedekerk, die bereits mit zündenden Lachbomben wie "Ace Ventura - Ein tierischer Detektiv" und "Der verrückte Professor" mächtig Erfolg hatten, begeben sich mit "Patch Adams" auf bislang unerforschtes dramatisches Terrain. Wenig Wert auf Subtilität legend, manipulieren die beiden die Emotionen der Zuschauer achterbahnfahrtmäßig, wobei der sirupsüße Score als akustische Gefühlsanleitung dient. Die realitätsverankerte Story basiert auf dem autobiographischen Buch von Hunter "Patch" Adams, der in West Virginia das Gesundheitsinstitut - "das erste spaßige Hospital der Welt" - führt. Der Film nimmt seinen Ausgang im Jahr 1969, nachdem Adams sich nach einem Selbstmordversuch selbst in eine Nervenheilanstalt eingecheckt hat. Von der gelangweilten Gleichgültigkeit seines Psychiaters entsetzt und der eigenen Fähigkeit, mit anderen Patienten auf humorvolle Weise zu interagieren, überrascht, beschließt er selbst die Medizinerlaufbahn einzuschlagen. Zwei Jahre später belegt Patch sein erstes Semester an der medizinischen Hochschule von Virginia und eckt dort mit seinem ungewöhnlichem Auftreten (und Alter) und unorthodoxen Auffassungen bei der Studentenschaft und dem Lehrkörper an. Die oberste Maxime des Will-Hunting-ähnlichen Genies ist es, Mitgefühl mit den Patienten zu zeigen und "nicht nur die Krankheit, sondern auch die Person zu behandeln". Entgegen strenger Vorschriften sucht er den Kontakt mit Patienten, die er mit markigen Methoden aufzuheitern weiß. Kahlgeschorene krebskranke Kinder werden mit Einlaufkolben-Nase und Bettschüssel-Pantoffeln amüsiert, ein todkranker Mieswurz mit Engelskostüm und Gesang aus der verbitterten Reserve gelockt und einer alten Dame mit einem Bad in einem Pool voller Nudeln ihr langgehegter Lebenswunsch erfüllt. Damit erregt Patch Unbill beim Dekan Walcott (Bob Gunton) - dem Archetypen des unnachsichtigen "Gotts in Weiß", der ihn daraufhin mehrfach (erfolglos) von der Uni verweisen möchte. Doch ein tragisches Ereignis setzt Patchs Idealismus zunächst einen schweren Dämpfer auf, dennoch läßt ein inspirierendes Happy-End samt magischem Moment und kruder Schlußpointe nicht lange auf sich warten. Immerhin befinden sich Shadyac und Oedekerk hier offensichtlich auf erprobtem Chris-Columbus-Terrain, mit dessen "Seite an Seite" Robin Williams' menschelndes Melo nicht nur die berechenende Sentimentalität, sondern auch das kommerzielle Potential gemein hat. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 6918 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Patch Adams
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 25.03.1999

USA 1998

Länge: 1 h 55 min

Genre: Drama

Originaltitel: Patch Adams

Regie: Tom Shadyac

Drehbuch: Steve Oedekerk

Musik: Marc Shaiman

Produktion: Harry Kemp, Tom Shadyac, Steve Oedekerk, Mike Farrell, Marvin Minoff, Charles Newirth

Kostüme: Judy L. Ruskin

Kamera: Phedon Papamichael

Schnitt: Don Zimmerman

Ausstattung: Jim Nedza, Linda DeScenna

Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.