Rührendes Drama nach einer historischen Begebenheit: Im 2. Weltkrieg wurde ein Gruppe britischer Frauen in Japan festgehalten.

Kinostart: nicht bekannt

Glenn Close

Glenn Close
als Adrienne Pargiter

Pauline Collins

Pauline Collins
als Margaret Drummond

Cate Blanchett

Cate Blanchett
als Susan McCarthy

Frances McDormand
als Dr. Verstak

Jennifer Ehle
als Rosemary Leighton-Jones

Julianna Margulies
als Topsy Merritt

Elizabeth Spriggs
als Mrs. Roberts

Johanna ter Steege
als Schwester Wilhelmina

Clyde Kusatsu
als Snake

Tessa Humphries
als Celia Roberts

Penne Hackforth-Jones
als Mrs. Pike

Susie Porter
als Oggi

Sab Shimono
als Colonel Hiroyo

Wendy Hughes
als Mrs. Dickson

Pamela Rabe
als Mrs. Tippler

Pauline Chan
als Wing

Handlung

Singapur im Zweiten Weltkrieg: der Krieg zwischen Japan und den USA eskaliert nach dem blutigen Angriff der Japaner auf Pearl Harbour. Auch das Leben der Angehörigen der westlichen Alliierten ist in Gefahr. Eine Gruppe britischer Frauen versucht, auf dem Seeweg aus Singapur zu fliehen, doch die Flucht endet nach kürzester Zeit in einem japanischen Gefangenenlager.

Singapur im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Angriff auf Pearl Harbour erreicht die militärische Auseinandersetzung zwischen Japan und den USA einen weiteren Höhepunkt. Als eine Gruppe britischer Frauen nach der Bombadierung Singapurs versucht, auf dem Seeweg zu fliehen, wird das Schiff von den Japanern gekapert und die Besatzung in einem Lager auf Sumatra interniert. Nicht zuletzt dank des Engagements von Adrienne Pargiter gelingt es zahlreichen Frauen, die brutale Gefangenschaft zu überleben.

Rührendes Drama nach einer historischen Begebenheit: Im 2. Weltkrieg wurde ein Gruppe britischer Frauen in Japan festgehalten.

Kritik

"Paradise Road" ist ein Manifest jener Menschlichkeit, die - gerade in Zeiten größter Not - über die Barbarei und ihre Vollstrecker obsiegt. Vor allem Kriegsszenarien bieten hierfür, wie wir aus zahlreichen anderen Filmaufarbeitungen wissen, exemplarisches Potential. Im vorliegenden Fall geht es um eine Gruppe Frauen, die im zweiten Weltkrieg in einem japanischen Konzentrationslager gefangengehalten wurde. Der australische Regisseur Bruce Beresford ("Miss Daisy und ihr Chauffeur") setzt diesen Frauen mit seinem Film ein würdiges Denkmal.

Der Film beginnt mit großer Orchestrierung prunkvoll-opulent, im Gestus eines David-Lean-Epos. Der 7. Dezember 1941: in Singapurs legendärem Luxushotel "Raffles" wird eine mondäne Ballgesellschaft durch einen Überraschungsangriff der Japaner aus ihrer postkolonialen Herrlichkeit gebombt. Nach Pearl Harbor bedeutet das höchste Alarmstufe. Auf einem Schiff sollen vor allem Frauen und Kinder nach Europa in Sicherheit gebracht werden. Doch schon kurz nach dem Ablegen wird es von einem japanischen Luftgeschwader angegriffen und in Brand geschossen. Wenigen gelingt es, das rettende Ufer zu erreichen. Die Überlebenden finden sich kurze Zeit später in einem japanischen Kriegsgefangenenlager wieder. Für die überwiegend britischen Frauen beginnt eine Zeit in der Hölle. Von da an blendet Bruce Beresford die epischen Bilder aus und wandelt seinen Film in ein psychologisches Kammerspiel um. Dabei verläßt er sich ganz und gar auf die Solisten unter den Schauspielern: auf Glenn Close als Adrienne Pargiter und Pauline Collins als Margret Drummond, die durch die Gründung eines Vocal-Orchesters sich und ihren Mitgefangenen wieder Mut und Hoffnung geben, oder auf Frances McDormand, die eine kauzige, herzensgute, deutsche Jüdin spielt. Wie es diesen Frauen und ihren vielen namenlosen Schicksalsgefährtinnen gelingt, sich zu organisieren, Vorurteile und Standesdünkel abzubauen und schließlich ein tragfähiges Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln, ist immer dann stimmig, wenn die Gruppe ihre Identität aus sich selbst heraus definiert. Diese sensible Sichtweise verkommt zum Klischee, gelegentlich sogar zur unfreiwilligen Parodie, wenn die Japaner ins Spiel kommen. Lageraufseher, Kommandanten und sonstiges Personal erinnern in ihrer indifferenten und schablonenhaften Typisierung nur allzu deutlich an den Nazi-Kasper. Dafür versagt Beresford sich fast gänzlich Kriegsfolklore und Lager-Kitsch und inszeniert sogar melodramatische Elemente würdevoll-distanziert, was den emotionalen Einstieg ins Geschehen behindert. Da persönliche Beweggründe, die, wie im Abspann zu lesen ist, Beresford dazu bewogen haben, diesen Film zu machen, beim Publikum der End-90er Jahre weithin fehlen dürften, wird es Fox Searchlight schwer haben, diesen politisch korrekten, aber dramaturgisch etwas dünnen Film an den Mann zu bringen. ull.

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Info

Plakat des Films: Paradise Road
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

Australien/USA 1997

Länge: 2 h 3 min

Genre: Drama

Originaltitel: Paradise Road

Regie: Bruce Beresford

Drehbuch: Bruce Beresford

Musik: Ross Edwards, Margareth Dryburgh

Produktion: Sue Milliken, Greg Coote

Kostüme: Terry Ryan

Kamera: Peter James

Schnitt: Timothy Wellburn

Ausstattung: Herbert Pinter, Ian Gracie

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