Zweites Live-Action-Kinoabenteuer des liebenswerten Bären und der Familie Brown, in dem Paddington von einem Meisterdieb ausgetrickst wird und sogar im Gefängnis landet.

Kinostart: 23.11.2017

Handlung

Mit Charme, Witz und perfekter Computeranimation eroberte die Realverfilmung der Abenteuer des berühmten Bären nach dem Bestseller von Michael Bond 2014 Millionen Zuschauerherzen.

Inzwischen hat Paddington, den es aus dem peruanischen Regenwald nach London verschlagen hat, bei den Browns ein neues Zuhause gefunden. Auch die Nachbarn mögen den fröhlichen Familienzuwachs, der großzügig seine Orangenmarmeladebrote teilt.

Zum 100. Geburtstag seiner geliebten Tante Lucy, die in Peru immer von London geträumt hat, findet Paddington das perfekte Geschenk im Antiquitäten-Laden von Mr. Gruber: ein wertvolles Pop-up-Bilderbuch. Doch so ein tolles Geschenk ist nicht billig. Also muss Paddington erstmal Geld verdienen – was gar nicht so einfach ist für einen Tollpatsch, der von einem Nebenjob in den anderen und dabei von einem Missgeschick ins Nächste stolpert.

Als das Buch aus dem Antiquariat gestohlen und Paddington als Dieb verhaftet wird, braucht er die Hilfe seiner alten und neuen Freunde. Gemeinsam mit den Browns setzen sich der Petz und seine Zellengenossen auf die Spur des Diebes. Aber der entpuppt sich als ein Meister der Verkleidung und entkommt ihnen immer wieder.

Für das neue Abenteuer versammelt Regisseur Paul King das Erfolgsteam aus Teil 1 vor der Kamera: Neben Mr. und Mrs. Brown (Hugh Bonneville, Sally Hawkins) sind Julie Walters, Jim Broadbent und Peter Capaldi wieder an Bord. Neu sind die britischen Darstellergranden Hugh Grant und Brendan Gleeson.

Elyas M’Barek („Fack ju Göhte“) leiht Paddington zum zweiten Mal die Stimme und sorgt dafür, dass Herz, Witz und Tempo des bärigen Familienhits um den kleinen Petz auch auf deutsch ganz groß rauskommen.

Kritik

Bezaubernde Fortsetzung des Familienhits, in der der unschuldige Titelheld im Gefängnis landet.

Nun hätte man ja meinen können, der erste "Paddington", diese herzallerliebste und hinreißendste und beste Kinderbuchadaption seit wenn nicht schon immer, so doch wenigstens seitdem Inger Nilsson Ende der Sechzigerjahre die Villa Kunterbunt kaperte, sei Zufall gewesen, Paul King, ein bis dato unbeschriebenes Blatt in Sachen Kino, habe möglicherweise gar nicht gewusst, was er da tat, und einfach nur Glück gehabt. Filmabenteuer zwei belehrt uns eines Besseren: King ist der König, wenn es um Familienfilme über liebenswerte und höfliche peruanische Bären geht, die in London ein neues Zuhause und eine neue Familie gefunden haben. Oder anders gesagt: "Paddington 2" ist zwar keine so große Überraschung wie der erste Film, der in der Weihnachtssaison 2014 mehr als zwei Millionen Menschen in den deutschen beglückte, aber ein mindestens genauso erfreulicher und vielleicht sogar noch gelungenerer Film, der in jeder Sekunde das große Herz der Vorlagen von Michael Bond hat, aber die allseits bekannten Figuren wieder in ein völlig neues, eigenes Abenteuer schickt.

Die Zutaten und Mitstreiter sind dabei unverändert. Erneut hat sich die Creme de la Creme der britischen Schauspielerzunft versammelt, um dem von Ben Whishaw gesprochenen Bären mit rotem Hut und blauem Dufflecoat (deutsche Stimme: Elyas M'Barek) beizuspringen: Sally Hawkins, Hugh Bonneville, Julie Walters, Jim Broadbent und Peter Capaldi werden diesmal unterstützt von zwei neuen Trumpfassen, Brendan Gleeson und Hugh Grant, denen die Freude am Spiel ins Gesicht geschrieben steht. Wie auch nicht? Nach einem neuen Prolog, der wieder in die Vergangenheit in den peruanischen Dschungel führt und dem Publikum zeigt, wie der Titelheld bei Onkel Pastuzu und Tante Lucy landete, entfaltet der Film seinen Charme so zwingend wie seine Handlung, wenn Paddington in London fälschlicherweise des Diebstahls bezichtigt wird und im Gefängnis landet, der aussieht, als habe sich die David-Heyman-Produktion in einen Film von Wes Anderson verirrt, während die Familie Brown alles daran setzt, einen von Grant mit hingebungsvollem Sinn für gnadenlose Selbstironie gespielten Schauspieler als wahren Missetäter zu überführen. Ohne jemals die Story aus den Augen zu verlieren, hat der Film Zeit für verspielten Slapstick, anspielungsreichen Humor, augenzwinkernde Verbeugungen vor dem Kino von Chaplin und Keaton und einen Showdown, der nicht ganz so herzrasend ist wie im ersten Teil, aber doch für ein furioses Setpiece in einem fahrenden Zug sorgt. Und eine Botschaft hat er auch noch, die in unserer Zeit des Zorns kaum aktueller sein könnte: Seid nett zueinander und vergesst niemals eure gute Kinderstube. Sie ist Gold wert. Wie dieser Film. ts.

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Info

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Kinostart: 23.11.2017

Großbritannien/Frankreich 2017

Länge: 1 h 44 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Paddington 2

Regie: Paul King

Drehbuch: Simon Farnaby, Paul King

Musik: Dario Marianelli

Produktion: David Heyman

Kamera: Erik Wilson

Schnitt: Jonathan Amos, Mark Everson

Ausstattung: Gary Williamson

Website: http://www.studiocanal.de/kino/paddington_2

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