Kinostart: 08.11.2007

Handlung

Im frühen 20. Jahrhundert heuert Dr. Brenner an einer psychiatrischen Frauenklinik an, wo er einerseits die höchst moderne Psychoanalyse anzuwenden gedenkt und andererseits auf bequemen Nachschub für seine private Opiumsucht spekuliert. In der manisch-depressiven, doch künstlerisch hochbegabten und vor allem sehr attraktiven Gizella findet er ein dankbares Studien- und Sexualobjekt. Brenners Chefs und Kollegen schwören auf traditionellere Behandlungsmethoden und betrachten seine Arbeit mit Misstrauen.

Im Ungarn des Jahres 1913 kommt es zu einer denkwürdigen Romanze zwischen einem opiatabhängigen Irrenarzt und seiner künstlerisch begabten Patientin. Bewegendes, reich ausgestattetes Drama aus den noch gar nicht allzu fernen, dunklen Tagen der Psychiatrie.

Kritik

Markerschütternd realistisch nachgestellte Folter- und Verstümmelungsszenen, begangen im Namen von Wissenschaft und Hippokrates als medizinische Wohltaten an sich sonderbar gebärdenden Damen aller Klassen, verleihen diesem opulent ausgestatteten, hervorragend gespielten und auf historischen Aufzeichnungen basierenden Drama aus ungarischer Produktion eine nicht eben geringe, an David Cronenberg (und zuweilen auch Jess Franco) gemahnende Horrornote. Besonderer Film mit künstlerischem Anspruch, kritischer Haltung und Gänsehautgarantie.

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Info

Plakat des Films: Opium - Egy elmebeteg no naploja

Kinostart: 08.11.2007

Deutschland/Ungarn 2007

Genre: Drama

Originaltitel: Opium - Egy elmebeteg no naploja

Regie: János Szász

Produktion: Pál Sándor, András Hámori

Kamera: Tibor Máthé

Schnitt: Anna Kornis