Comedy-Burleske, dessen vier Episoden in vier Städten durch ein Champions-League Finale zusammengehalten werden.

Kinostart: 07.04.2005

Megan Gay

Megan Gay
als Kate

Ludmila Tsvetkova
als Elena

Florian Lukas

Florian Lukas
als Rokko

Erdal Yildiz
als Celal

Péter Scherer
als Gabor

Miguel de Lira
als Sarxento Barreda

Rachida Brakni
als Rachida

Boris Arquier
als Claude

Andrei Sukow
als Andrei

Igor Dobri
als junger Mann

Oleg Assadulin
als junger asiatischer Beamter

Vita Saval
als Polizeibeamtin

Nikolai Svechnikov
als hochrangiger

Ilke Abur Ercin

Nuray Sahin
als junge Beamtin

Ugur Ycsel
als ranghoher Beamter

Blanca Cendan
als Agenta Ana

Goldi Martinez
als Cabo Gilbert

Manolo Cortes
als Cabo Vilagarcia

Luis Tosar
als Luis

Julia Jäger
als Julia

Tom Jahn
als Horst

Handlung

Am Tag des Champions-League-Finales zwischen Galatasaray Istanbul und Deportivo La Coruña versammeln sich die Fans vor den Fernsehern, und auch die Polizei drückt die Daumen. Eine gute Zeit für kleine Gaunereien, spekuliert so mancher. In Istanbul möchte der Berliner Student Rocco (Florian Lukas) seine Reiseversicherung schröpfen. An der Kathedrale von Santiago de Compostela nicht weit von La Coruña wird ein Pilger um seine Kamera erleichtert, und in Moskau wird eine englische Touristin gar Koffer, Karten und Handy auf einmal los. Gut nur, dass das Gesetz entgegen allem Anschein nicht schläft.

Mit einer ausgeklügelten Episodenkomödie in einer deutsch-spanischen Koproduktion zollt dffb-Absolvent Hannes Stöhr ("Berlin Is in Germany") König Fußball einen Kinotribut und fand Aufnahme in den Berlinale-Wettbewerb 2005.

Während des Champions-League Finale zwischen Galatasaray Istanbul und Deportivo La Coruna: In Moskau wird eine englische Kunsthändlerin um Koffer, Handy und Kreditkarten erleichtert, in Istanbul täuscht ein Berliner Student einen Überfall vor, und einem ungarischen Geschichtslehrer wird am Ende seines Pilgerwegs in Santiago de Compostela die Digitalkamera gestohlen. In Berlin überlegt sich ein französisches Straßenkünstlerpaar , ob man sich nicht von Skinheads, Russen oder Türken auflauern lassen soll, um Kleingeld zu kassieren.

Es ist der Tag des Champions-League-Finales zwischen Galatasaray Istanbul und Deportivo La Coruña. Das Fußballfieber hat Europa erfasst. Inmitten dieses Trubels wird einer britischen Kunsthändlerin in Moskau der Koffer geklaut, täuscht ein Berliner Student in Istanbul einen Überfall vor, wird ein ungarischer Lehrer auf seiner Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela bestohlen und ein französischer Straßenkünstler überlegt sich, ob er sich nicht von Skinheads verprügeln lassen soll, um dann Schmerzensgeld zu kassieren.

Kritik

Das vereinte Europa, keine Utopie, sondern in den Polizeirevieren fast schon skurrile Realität. Jedenfalls in Hannes Stöhrs Comedy-Burleske. In vier Episoden in vier Städten geraten Ausländer in kritische Situationen und an die jeweiligen Ordnungskräfte, die eines über alle Grenzen verbindet: Sturheit und Bürokratie. Als dramaturgische Klammer dient ein Champions-League Finale, das europaweit mit Begeisterung verfolgt wird.

Moskau, Istanbul, La Coruna und Berlin - Zentren verschiedener kulturellen Identitäten und Mentalitäten. Mit einem Kniff sorgt Hannes Stöhr ("Berlin is in Germany") für Gemeinsamkeit: In Moskau findet das Champions-League Finale zwischen Galatasaray Istanbul und Deportivo La Coruna statt, ein Straßenfeger auch in den anderen Städten. Die amüsante Handlung erstreckt sich über diesen Tag. Während in der Moskauer Episode eine englische Kunsthändlerin in einem Hinterhof von Banditen um Koffer, Handy und Kreditkarten erleichtert wird, täuscht ein vermeintlich cleverer Berliner Student in Istanbul einen Überfall vor, um an Bares für die weitere Reise zu gelangen, wird dem herrlich melancholischen ungarischen Geschichtslehrer am Ende seines Pilgerwegs in Santiago de Compostela die Digitalkamera gestohlen mit allen Bildern, überlegt sich in Berlin ein abgebranntes französisches Straßenkünstlerpaar ob man sich nicht pro forma von Skinheads, Russen oder Türken auflauern lassen soll, um das notwendige Kleingeld zu kassieren. Alle landen in Polizeistationen mit ziemlich arbeitsunwilliger Besetzung. Sich um Versicherungen oder Protokolle zu kümmern, statt diesen Fußballbrüller zu gucken, der auch noch in die Verlängerung geht? Eine Zumutung - egal in welchem Land. In der Art, wie man die Fremden in den Amtsstuben mit ihren Sorgen abwimmelt, gibt es nur in der Form Varianten - man spricht "little english" und verschanzt sich hinter Paragraphen (Moskau), sperrt den unliebsamen Gast ein (Istanbul) oder schnauzt ihn zusammen und zweifelt an seiner Ehrlichkeit (Santiago de Compostela). Das Ziel heißt keine Ruhestörung im Dienst, deshalb heißt der wichtigste Begriff "Wait" oder "Waiting". United Europe als Synonym für "Bürokraten aller Länder vereinigt euch" oder als Melting Pot, das muss der Zuschauer herausfinden. Augenzwinkernd betrachtet Stöhr das Aufeinandertreffen von Denkweisen, typischen Gewohnheiten, Sprachen und das Fehlen von Sprache. Wenn Dieter Kosslick davon spricht, ein "humorvolles Deutschland zu verkaufen", könnte er diesen kurzweiligen Trip gemeint haben. mk.

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Info

Plakat des Films: One Day in Europe

Kinostart: 07.04.2005

Deutschland/Spanien 2004

Länge: 1 h 35 min

Genre: Drama

Originaltitel: One Day in Europe

Regie: Hannes Stöhr

Drehbuch: Hannes Stöhr

Musik: Florian Appl

Produktion: Sigrid Hoerner, Antón Reixa, Anne Leppin, Antón Reixa

Kostüme: Daniela Selig

Kamera: Florian Hoffmeister

Schnitt: Anne Fabini

Ausstattung: Andreas Olshausen

Website: http://www.one-day-in-europe.de/