Südkoreanischer Kult-Klassiker von Regisseur Park Chan-wook, der als einflussreichster Film des südkoreanischen Kinos gilt.

Kinostart: 02.09.2004

Die Handlung von Oldboy

Nach einer durchzechten Nacht und einem Aufenthalt auf dem Polizeirevier wird der Geschäftsmann und Familienvater Oh Dae-su plötzlich von Unbekannten entführt. Diese Entführung sollte jedoch ganze 15 Jahre dauern, während der er in einem kleinen Zimmer eingesperrt ist, es jeden Tag die gleichen Teigtaschen gibt und der Fernseher sein einziger Kontakt zur Außenwelt ist. So erfährt er auch, dass seine Frau kaltblütig ermordet wurde und man ihn für den Täter hält, da er spurlos verschwunden sei.

Oh Dae-su vertreibt sich die Zeit mit Tagebuch schreiben und einem regelmäßigen Training, doch er denkt nur an den Ausbruch, den er sich mühsam mit einem Essstäbchen erarbeitet. Als es ihm gerade gelingt eine Hand aus der Wand zu strecken, wird er jedoch betäubt und erwacht überraschenderweise nicht weit von dem Ort, an dem man ihn damals entführt hatte.

Oh Dae-su schwört Rache an seinen Entführern und versucht nun Stück für Stück zu ergründen, wer und weshalb man ihn entführt hat. Dabei begibt er sich auch auf die Suche nach seiner verschollenen Tochter, die nach dem Tod der Mutter ganz auf sich allein gestellt war. Doch auch seine Entführer sind noch nicht fertig mit Oh Dae-su, der sich bald in einem neuen vielleicht noch viel schrecklicheren Albtraum wiederfinden wird.

Oldboy - Ausführliche Kritik

Mit „Oldboy“ hat der südkoreanische Regisseur Park Chan-wook ein wahres Meisterwerk der Filmgeschichte kreiert, das nicht nur dem koreanischen Film zu weltweiter Aufmerksamkeit und Anerkennung verhelfen sollte, sondern wegweisend für das südkoreanische Kino war. „Oldboy“ ist jedoch lediglich der zweite Teil in einer ganzen Rache-Trilogie des Regisseurs Park Chan-wook, zu der noch „Sympathy for Mr. Vengeance“ und „Lady Vengeance“ gehören. 2004 wurde der Film sogar mit dem großen Preis der Jury bei den Filmfestspielen von Cannes ausgezeichnet.

„Oldboy“ zeichnet sich durch die für das koreanische oder generell asiatische Kino bekannte enorme Brutalität und Gewalt aus, die exzessiv zelebriert wird, aber auch durch eine packende Story, die den Film zu einem komplexen Thriller werden lässt. Dabei ist der Film aber auch immer wieder absurd komisch und weiß den Zuschauer zu schocken. So zum Beispiel in der mittlerweile legendär gewordenen Szene, in der Oh Dae-su einen noch lebendigen Oktopus verspeist, der sich noch widerspenstig um sein Gesicht windet. „Oldboy“ ist definitiv nichts für schwache Nerven, doch ein wahres Meisterwerk des Films, das für jeden Cineasten Pflicht ist.

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Info

Plakat des Films: Oldboy

Kinostart: 02.09.2004

Genre: Action