Ein faszinierendes Stück Musikgeschichte inszeniert als packendes Kinodrama aus John Lennons turbulenten Teenagertagen. In der Hauptrolle glänzt Englands Shootingstar Aaron Johnson (Kick-Ass).

Kinostart: 08.12.2010

Aaron Taylor-Johnson

Aaron Taylor-Johnson
als John Lennon

Kristin Scott Thomas

Kristin Scott Thomas
als Mimi Smith

Anne-Marie Duff

Anne-Marie Duff
als Julia Lennon

David Threlfall
als George Smith

David Morrissey
als Bobby Dykins

Josh Bolt
als Pete Shotton

Thomas Brodie-Sangster
als Paul McCartney

Sam Bell
als George Harrison

James Johnson
als Stan Parks

Andrew Buchan
als Fishwick

Ophelia Lovibond
als Marie

Kerrie Hayes
als Marie's Freund

Angela Walsh
als Lehrerin

Handlung

John Lennon ist 14, als 1955 sein Onkel stirbt und aus dem charmanten Rebellen ein zorniger wird. Plötzlich beginnt er die Mutterrolle seiner Tante Mimi, bei der er aufwuchs, zu hinterfragen und sucht die Nähe von Mimis jüngerer Schwester, seiner leiblichen Mutter. Sie kauft ihm die erste Gitarre und erlebt, wie ihr Sohn eine Skiffleband gründet und mit Paul McCartney einen Jungen kennenlernt, mit dem zusammen er die Welt erobern wird. Doch das ist die Zukunft, vor der noch die Aussöhnung seiner Familie steht.

John Lennon ist 14, als 1955 sein Onkel stirbt, und aus dem charmanten Rebellen ein zorniger wird. Plötzlich beginnt er die Mutterrolle seiner Tante Mimi, bei der er aufwuchs, zu hinterfragen und sucht die Nähe von Mimis jüngerer Schwester, seiner leiblichen Mutter. Sie kauft ihm die erste Gitarre und erlebt, wie ihr Sohn eine Skiffleband gründet und mit Paul McCartney einen Jungen kennenlernt, mit dem zusammen er die Welt erobern wird. Doch das ist die Zukunft, vor der noch die Aussöhnung seiner Familie steht.

Kritik

Der Junge, der es vermeintlich zu nichts bringen sollte, aber als John Lennon die Welt eroberte, steht im Fokus eines glänzend gespielten Familiendramas.

In den Fünfzigerjahren, in denen der Rock'n'Roll und auch Lennon erwachsen wurden, ist diese britisch-kanadische Produktion angesiedelt. An der Autobiografie von Lennons Halbschwester Julia orientiert, aber nicht sklavisch faktentreu erzählt das Drehbuch von Matt Greenhalgh ("Control") recht konventionell von den familiär und auch musikalisch prägenden frühen Jahren Lennons. Am Anfang (1955) und am Ende (1958) vom Tod wichtiger Bezugspersonen flankiert, entfaltet sich über einen Zeitraum von wenigen Jahren ein Leben, für das es vermeintlich wenig Perspektive gab. "I'm a wild one" tönt Jerry Lee Lewis deskriptiv im Soundtrack - und natürlich lässt Teenager John Taten folgen. Sein Direktor sieht den Weltuntergang kommen, weil John alten Damen Pornohefte zeigt, im Park Sex mit einer Mitschülerin hat und auf dem Dach eines Doppeldeckers die Stadt durchquert. Nach dem Tod seines geliebten Onkels wird aus dem charmanten Rebellen ein zorniger. Fortan beginnt er seine Tante Mimi (Kristin Scott Thomas), bei der er aufwuchs, als Mutterfigur zu hinterfragen und sucht die Nähe von Mimis jüngerer Schwester (Anne-Marie Duff), seiner leiblichen Mutter. Das Geheimnis, das diese ungewöhnliche Familienkonstellation erklärt, ist dramaturgisch der Motor des Films und viele Jahre später in Lennons Hit "Mother" thematisiert - der einzige Song aus dem Umfeld der "Beatles", der hier original, den Abspann begleitend, eingesetzt wird. Parallel zur familiären Entwicklung verfolgt der Film Lennons musikalische. Sie beginnt mit der ersten Gitarre, die ihm seine Mutter schenkt, führt über seine erste Skiffleband zur Freundschaft mit Paul McCartney und schließlich zu ersten Auftritten mit George Harrison, bis sich mit der Reise nach Hamburg eine neue Ära ankündigt. Auch wenn Aaron Johnson und die anderen Darsteller der Bandmitglieder einige der frühen Songs selbst einspielten und der Musik eine wesentliche Rolle zufällt, ist "Nowhere Boy" vorrangig ein psychologisches Familiendrama, das Lennons prägende Einflüsse als Mensch erklärt. Johnson gibt wie schon in "Kick-Ass" in der Titelrolle eine gute Figur ab und sorgte für Schlagzeilen, als er und die 23 ältere Regisseurin des Films, Sam Taylor-Wood, Juli 2010 Eltern einer Tochter wurden. Auch wenn die bekannte Fotografin und Videokünstlerin damit zum dritten Mal Mutter wurde, steht sie trotzdem im Schatten von Kristin Scott Thomas und Anne-Marie Duff, die als Johnsons Filmmütter beeindruckende Darstellungen liefern. kob.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 08.12.2010

Großbritannien/Kanada 2009

Länge: 1 h 37 min

Genre: Drama

Originaltitel: Nowhere Boy

Regie: Sam Taylor-Johnson

Drehbuch: Matt Greenhalgh

Musik: Alison Goldfrapp, Will Gregory

Produktion: Kevin Loader, Robert Bernstein, Douglas Rae

Kostüme: Julian Day

Kamera: Seamus McGarvey

Schnitt: Lisa Gunning

Ausstattung: Alice Normington

Website: http://www.nowhereboy.senator.de/