Packender und zeitgemäßer Actionfilm mit Starbesetzung über die tragische Erstbesteigung der Eiger Nordwand im Jahr 1936.

Kinostart: 23.10.2008

Benno Fürmann

Benno Fürmann
als Toni Kurz

Johanna Wokalek

Johanna Wokalek
als Luise Fellner

Florian Lukas

Florian Lukas
als Andi Hinterstoisser

Simon Schwarz
als Willy Angerer

Georg Friedrich
als Edi Rainer

Ulrich Tukur
als Henry Arau

Erwin Steinhauer
als Emil Landauer

Petra Morzé
als Elisabeth Landauer

Hanspeter Müller-Drossaart
als Hans Schlunegger

Branko Samarovski
als Alvert von Allmen

Handlung

Sommer 1936: Viele europäische Bergsteiger träumen davon, als erster die berüchtigte Eiger Nordwand zu bezwingen. Zahlreiche Versuche sind tödlich gescheitert, aber die Berchtesgadener Kletter-Asse Toni (Benno Fürmann) und Andi (Florian Lukas) bereiten sich unverdrossen auf den prestigeträchtigen Aufstieg vor. Nazi-Reporter Arau (Ulrich Tukur) berichtet, ein österreichisches Team (Simon Schwarz und Georg Friedrich) ist ihnen dicht auf den Fersen.

Bei einem sportlichen Wettkampf geraten zwei Kletter-Teams in Bergnot und lösen einen hochdramatischen Wettlauf gegen die Zeit aus. Philipp Stölzl ("Baby") begeisterte das Publikum in Locarno, das sich über ein starbesetztes Alpin-Drama mit imposanter Action und Tragik freute.

Die Erstbesteigung der Eiger Nordwand ist der erklärte Traum für alle Bergsteiger. 1936 wagen die Bayern Toni Kurz und Andi Hinterstoisser den Wahnsinnsakt. Während der Vorbereitungen treffen sie auf Tonis Jugendliebe Luise, die als Journalistin über die Erstbesteigung berichten soll. Toni liebt Luise immer noch, aber sie scheint ihrem Kollegen Arau zu erliegen. Verzweifelt beginnt Toni mit Andi den Aufstieg, die Österreicher Willy Angerer und Edi Rainer sind ihnen auf den Fersen. Nach gutem Beginn verlieren die Bergsteiger die Kontrolle. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Die Erstbesteigung der Eiger Nordwand ist der erklärte Traum für alle Bergsteiger. 1936 wagen die Bayern Toni Kurz und Andi Hinterstoisser den Wahnsinnsakt. Während der Vorbereitungen treffen sie auf Tonis Jugendliebe Luise, die als Journalistin berichten soll. Toni liebt Luise immer noch, aber sie scheint ihrem Kollegen Arau zu erliegen. Verzweifelt beginnt Toni mit Andi den Aufstieg, die Österreicher Angerer und Rainer sind ihnen auf den Fersen. Nach gutem Beginn verlieren die Bergsteiger die Kontrolle. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Kritik

Dem lange nicht genutzten Genre des Bergfilms rücken Philipp Stölzl und ein drei Alpenländer umfassendes Produktionsteam mit einem spannendem Drama an der Eiger Norwand zu Leibe - mit moderner Kamera, authentischem Bergequipment und klassischer Erzählweise.

Während Klassiker des in den Zwanziger- bis Vierzigerjahren populären Genres von Arnold Fanck bis Luis Trenker auf überwältigende Landschaftspanoramen und echte Bergsteiger setzten, gibt der auch als Clip- und Opernregisseur aktive Stölzl dem Überlebenskampf seiner Figuren in Großaufnahme und populären deutschen Schauspielern den Vorzug. Der hochdramatische Stoff um einen Erstbesteigungsversuch der Nordwand basiert zum Teil auf Tatsachen. Die Kletterei wurde damals von den Nazis zum Wettlauf der Völker stilisiert. Das von mehreren Autoren bearbeitete Drehbuch skizziert die Protagonisten Toni Kurz und Andi Hinterstoisser als patente Burschen und Buddies, die mit Nazi-Gedankengut nichts am Hut haben. Benno Führmann ernst melancholisch und Florian Lukas als sein (lebens-)lustiger Gegenpart mühen sich zwar ein wenig mit dem Dialekt, funktionieren aber perfekt als Identifikationsfiguren. Präsenz haben Georg Friedrich und Simon Schwarz als österreichische Seilschaft, die den Deutschen erst fiese Kletterkonkurrenten und später tragische Schicksalsgenossen sind. Schauspielerisch läuft Ulrich Tukur allen den Rang ab. Er gibt den jovial-großkotzigen Chefredakteur, der sich mit einer Nachwuchsjournalistin ins Nobelhotel gegenüber dem Eiger quartiert, um das Ereignis für sein Berliner Blatt zu covern. Die von der baldigen "Päpstin" Johanna Wokalek gespielte junge Frau war mit Toni liiert und gibt der Geschichte einen Rahmen: Jahre später blättert sie als Fotografin in New York Tonis Bergtagebuch durch. Bei der gelungen-intensiven Schilderung des nackten Überlebenskampfs der Bergsteiger gegen die Naturgewalten bleibt die Kamera von Kolja Brandt meist nah an den Figuren dran, um die Dramatik zu unterstreichen, und zeigt selten das Bergmassiv in der Totalen. Die fast Schwarz-Weiß wirkenden Bilder des nächtlichen Schneesturms werden klassisch und effektiv gegengeschnitten mit Aufnahmen in warmen Farben vom brennenden Kaminfeuer im holzgetäfelten Hotel.

Der Orchester-Score unterstreicht den Anspruch zum Epos. Die Szene, die den Zuschauer am meisten packt, ist ohne Ton, ein Verzweiflungsschrei eines der Protagonisten. An ihre Dramatik reicht nicht mehr ganz die am stärksten zugespitzte, tragische Sequenz heran: Wenn Wokaleks Luise ihrem halberfrorenen Toni entgegenklettert und ihn kurz vor der möglichen Rettung sterben sieht. Dass sie nicht restlos glaubhaft wirkt, mag auch an der Maske liegen, die ein bisschen zu dick aufträgt und Fürmann, im Gesicht und am Körper mit Erfrierungen übersät, fast in einen Zombie verwandelt. Trotz solcher minimalen Mängel gelingt das Unterfangen, einen zeitgenössichen Bergfilm fürs große Publikum zu liefern. Der Spannungsbogen hält über zwei Stunden, und auch die Produktionswerte können sich sehen lassen. Die Bergaufnahmen wirken authentisch, weil viel an Originalschauplätzen gedreht wurde, bei Ausstattung, Kostüm samt Equipment arbeiteten die Abteilungen überaus liebevoll bis ins kleinste Detail. Aus dem dramatischen Stoff hätte man vielleicht noch mehr machen können, bei der Uraufführung in Locarno war das Publikum restlos begeistert. hai.

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Info

Plakat des Films: Nordwand
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 23.10.2008

Deutschland/Österreich/Schweiz 2008

Länge: 2 h 6 min

Genre: Action

Originaltitel: Nordwand

Regie: Philipp Stölzl

Drehbuch: Christoph Silber, Rupert Henning, Philipp Stölzl, Johannes Naber, Benedikt Röskau

Musik: Christian Kolonovits

Produktion: Danny Krausz, Rudolf Santschi, Benjamin Herrmann, Boris Schönfelder, Isabelle Welter

Kostüme: Birgit Hutter

Kamera: Kolja Brandt

Schnitt: Sven Budelmann

Ausstattung: Udo Kramer

Website: http://www.nordwand-film.de

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