Rabenschwarze Tragikomödie mit Devid Striesow, dessen Leben als Familienvater aus den Fugen gerät.

Kinostart: 11.02.2016

Devid Striesow

Devid Striesow
als Thomas

Maren Eggert

Maren Eggert
als Martina

Annina Walt

Annina Walt
als Sarah

Max Hubacher
als Severin

Lotte Becker
als Jenny

Stéphane Maeder
als Ruedi

Therese Affolter
als Therapeutin

Beat Marti
als Orlov

Oriana Schrage
als Esther

Handlung

Nachdem Thomas seine Ehekrise mehr oder minder überwunden hat, nötigt er Frau und Tochter zum Skiurlaub in einer Schweizer Hütte, in die der rückgratlose Ja-Sager gegen den Willen seiner Familie noch die minderjährige Tochter des Chefs mitnimmt. Als diese ein ernstes Problem in dem Winterort bekommt, kehrt es der harmoniesüchtige Teddybär-Typ aus falsch verstandener Verantwortung unter den Tisch. Damit bedingt eine Lüge die nächste und bald redet sich der charakterschwache Familienvater um Kopf und Kragen.

Kritik

Farce mit Devid Striesow als Familienvater und die bösen Folgen seiner Harmoniesucht.

Nach seiner leichtfüßigen Romantikkomödie "Die Standesbeamtin" widmet sich der deutsch-schweizerische Regisseur Micha Lewinsky dem Porträt eines zwiespältigen Charakters, der dem so wandlungsfähigen wie vielbeschäftigten Devid Striesow - zuletzt als Hape Kerkeling auf Pilgerreise in "Ich bin dann mal weg" - auf den Leib geschrieben sein könnte. Zumindest ist es eine Paraderolle für Striesow als harmonieversessener Teddybär-Typ Thomas, der es allen Recht machen will und beim Versuch, Verantwortung zu übernehmen, schlafwandlerisch das Falsche tut, nämlich verantwortungslos zu agieren. Das beginnt mit der Mitnahme der minderjährigen Tochter seines Chefs zum Winterurlaub in einer Schweizer Schneehütte gegen den Willen von Frau und Tochter. Einen späteren Vorfall, bei dem sofort die Behörden hätten eingeschaltet werden müssen, verheimlicht er und sieht in seiner Überforderung nur Lügen und Halbwahrheiten als Ausweg - was immer mehr aus dem Ruder läuft.

In ernstem Tonfall eines Lehrstücks, in dem eine Lüge die nächste bedingt, stößt Lewinsky, dessen Drehbuch in Lünen ausgezeichnet wurde, in immer absurdere Dimensionen vor, was in einer tödlichen, aber konsequenten Volte gipfelt, die maliziös diese psychische Versuchsanordnung auf die Spitze treibt. Bis zu dieser Unglaubwürdigkeit lebensnah von allen Parteien gespielt, kann die Farce auf nachvollziehbare Darsteller bauen und einen unauffälligen Stil, der die falsche Harmonie musikalisch augenzwinkernd unterlegt und spürbar Spannung aufbaut, ob sein Antiheld den Hals noch aus der selbst gelegten Schlinge ziehen kann. tk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 11.02.2016

Schweiz 2015

Länge: 1 h 28 min

Genre: Drama

Originaltitel: Nichts passiert

Regie: Micha Lewinsky

Drehbuch: Micha Lewinsky

Musik: Marcel Blatti

Produktion: H.C. Vogel

Kostüme: Angelika Götz

Kamera: Pierre Mennel

Schnitt: Gion-Reto Killias

Ausstattung: Peter Scherz

Website: http://www.nichtspassiert.ch

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