Fünf Reisegeschichten aus fünf Ländern erzählen mit Melancholie und lakonischem Humor von Sehnsucht nach Liebe und dem diffusen Lebensgefühl einer Generation.

Kinostart: 29.11.2007

Maria Simon

Maria Simon
als Ellen

August Diehl

August Diehl
als Felix

Brigitte Hobmeier

Brigitte Hobmeier
als Christine

Jessica Schwarz
als Nora

Janek Rieke
als Kaspar

Sólveig Arnarsdóttir
als Jonina

Wotan Wilke Möhring
als Jonas

Ina Weisse
als Irene

Karina Plachetka
als Caro

Chiara Schoras
als Ruth

Stipe Erceg
als Raoul

Fritzi Haberlandt
als Marion

Christine Schorn
als Marions Mutter

Walter Kreye
als Marions Vater

Dale Dickey
als Annie

Valur Freyr Einarsson
als Magnus

Jack Impellizzeri
als Buddy

Bonnie Hellman
als Geisterfotografin

Die Handlung von Nichts als Gespenster

So hatten sich Ellen (Maria Simon) und Felix (August Diehl) ihren Roadtrip durch die USA nicht vorgestellt: Ihre Partnerschaft geht vor ihren Augen in die Brüche. Ruth (Chiara Schoras) mag frisch verliebt sein - als sie Caros (Karina Plachetka) Freund Raoul (Stipe Erceg) kennen lernt, ist es um sie geschehen. Seit kurzem sind Jonas (Wotan Wilke Möhring) und Irene (Ina Weisse) wieder Single und verbringen ihre Ferien in Island, Marion (Fritzi Haberlandt) reist zu ihrer Familie in Venedig und Christine (Brigitte Hobmeier) besucht ihre Freundin Nora (Jessica Schwarz) auf Jamaica.

Mit Leichtigkeit und Humor aufwartendes Episoden-Drama, mit dem Martin Gypkens ("Wir") die Geschichten von Judith Hermann zu einer Liebeserklärung an das Leben ausformt. Die fünf Anekdoten aus fünf Ländern handeln ausnahmslos von der Liebe.

Ein sich entfremdetes junge Paar braust über die Highways der USA. Eine Frau spannt der besten Freundin in der deutschen Provinz den Mann der Träume aus. Eine andere besucht in Jamaika ihren Ex-Freund besucht,. Eine Tochter aus gutem Hause trifft in Venedig ihre nervigen Eltern. Und ein platonisches Gespann, entdeckt in Island plötzlich die Lust.

Ein einander entfremdetes junges Paar braust über die Highways der USA. Eine Frau spannt ihrer besten Freundin in der deutschen Provinz den Mann der Träume aus. Eine andere besucht in Jamaika ihren Ex-Freund. Die Tochter aus gutem Hause trifft in Venedig ihre nervigen Eltern. Ein anfänglich noch in platonischer Liebe verbundenes Gespann verspürt in Island plötzlich Lust und Eifersucht. Alles ist in Bewegung, alle sind auf der Flucht, doch das Reisen hilft nicht, offene Wunden zu schließen.

Kritik zu Nichts als Gespenster

Fünf Reisegeschichten aus fünf Ländern erzählen mit Melancholie und lakonischem Humor von Sehnsucht nach Liebe und dem diffusen Lebensgefühl einer Generation.

Wer Judith Hermanns Erzählband "Nichts als Gespenster" kennt, darf sich die Augen reiben. Martin Gypkens gelingt es, eigentlich unverfilmbare Episoden von Menschen rund um den Globus, die sich fern der Heimat treiben lassen, als unterhaltendes Mosaik von Beziehungen, Begegnungen und Begebenheiten auf die Leinwand zu zaubern. Oft sind es ganz alltägliche Dinge und kleine Katastrophen, die den Reisenden aus dem Trott bringen und zum Nachdenken zwingen.

Da ist das sich entfremdete junge Paar, das über die Highways der USA braust, die Frau, die ihrer besten Freundin in der deutschen Provinz den Mann der Träume ausspannt, eine andere, die in Jamaika ihren Ex-Freund besucht, die Tochter aus gutem Hause, die in Venedig ihre nervigen Eltern trifft und ein anfänglich noch "platonisches" Gespann, das in Island plötzlich Lust und Eifersucht verspürt.

Egal wo, es klappt einfach nicht zwischen den Geschlechtern, Reisen löst keine Probleme und Gefühle machen alles nur noch komplizierter, was die Menschen zu Hause nicht finden, finden sie auch nicht in der Fremde, so die nicht ganz revolutionäre, aber in gewaltigen Cinemascope-Bildern und in bester Besetzung (u.a. August Diehl, Jessica Schwarz, Janek Rieke und Fritzi Haberlandt) verkündete Quintessenz. Auch wenn sich die einzelnen, knapp aber präzise gezeichneten Figuren und Paare nie treffen und ihre Schicksale parallel laufen, so verbindet sie neben der Sprachlosigkeit trotz vieler Worte eben der verzweifelte Versuch, aus dem Netz von trügerischer Sicherheit, falschen Hoffnungen und seelischen Verletzungen auszubrechen. Die Übergänge von einem Handlungsstrang zum nächsten sind oft fließend, mal abrupt wie bei dem Wechsel von der Ziegenschlachtung in der Karibik auf die genüssliche Rouladenzubereitung in Island.

Die unterschwellige Traurigkeit wird immer wieder gebrochen durch Außen-Charaktere, die für Skurrilität und Komik sorgen - wie eine völlig durchgedrehte Gespensterjägerin in USA. Das Durch-die- Gegend-reisen und Nicht-ankommen-können versteht Gypkens als metaphorisch, seine Helden verharren im Schwebezustand im Dickicht von Deutungen und Zufällen. Der Mut zum rigorosen Neuanfang? Nur eine Chimäre. mk.

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Info

Plakat des Films: Nichts als Gespenster

Kinostart: 29.11.2007

Deutschland 2007

Länge: 1 h 59 min

Genre: Drama

Originaltitel: Nichts als Gespenster

Regie: Martin Gypkens

Drehbuch: Martin Gypkens

Musik: Martin Todsharow

Produktion: Andreas Eicher, Andreas Eicher, Michael Heiks, Rolf H. Hammerstein

Kostüme: Lisy Christl

Kamera: Eeva Fleig

Schnitt: Karin Jacobs

Ausstattung: Jörg Prinz

Website: http://www.nichtsalsgespenster.de