Ein Börsenmakler versucht mit einer verbotenen Therapie seine tödliche Krankheit zu bekämpfen, verliert dabei aber (fast) die Liebe seiner Frau...

Kinostart: nicht bekannt

Robert Atzorn

Robert Atzorn
als Arthur Boysen

Suzanne von Borsody

Suzanne von Borsody
als Julia Boysen

Heikko Deutschmann

Heikko Deutschmann
als Dr. Henrik Levi

Michael Gerber
als Professor Roth

Susanne Lüning
als Doroth

Samira Bedewitz
als Elisabeth

Tamara Simunovic
als Floriane Albrecht

Christine Harbort

Kritik

Vier Börsen-Crashs hat er überlebt, und von zweien hat er sogar profitiert: Kein Wunder, dass sich Finanzjongleur Arthur Boysen (Robert Atzorn) für unbezwingbar hält. Unsterblich aber ist er nicht: Gattin Julia (Suzanne von Borsody) fällt aus allen Wolken, als sie vom befreundeten Arzt der Familie erfährt, dass Arthur an ALS leidet. Diese Erkrankung des zentralen Nervensystems gilt als unheilbar; sie verursacht rapiden Muskelschwund. Tatsächlich baut Boysen innerhalb weniger Wochen radikal ab. Anfangs hat er bloß Probleme, einen Stift aufzuheben, dann ist er bereits halbseitig gelähmt. Doch es gibt Hoffnung: An der Berliner Charité sucht der ehrgeizige Mediziner Henrik Levi (Heikko Deutschmann) seit geraumer Zeit nach einer Heilmethode. Zumindest bei Labortieren hat sie sich bereits als erfolgreich erwiesen. Boysen zögert keine Sekunde, sich als menschliches Versuchskaninchen zur Verfügung zu stellen, doch die Ethikkommission des Krankenhauses lehnt den Menschenversuch ab. Also setzen der Mediziner seine Zulassung und der Finanzmakler sein Leben aufs Spiel und testen illegal.

Getreu des ungeschriebenen ARD-Gesetzes für den Freitagabend gehört natürlich noch ein guter Schuss Melodramatik in das ohnehin schon ergreifende Rührstück: Als sei der Stoff noch nicht tragisch genug, müssen sich Levi und Julia als einstiges Liebespaar wiederentdecken. Prompt flammt die alte Leidenschaft wieder auf, so dass Julia, vom erfolgs- und machtverwöhnten Gattin ohnehin in Entscheidungsfindungen nie miteinbezogen, zwischen den beiden Männern hin- und hergerissen ist. Allerdings hatte Levi sie weiland sitzen gelassen, um statt dessen im Ausland Karriere zu machen.

Trotz der unübersehbaren Spekulation auf jene Mischung aus Nervenkitzel (seltene, tödliche Krankheit!) und Romantik, die auch schon den kurz zuvor gezeigten ARD-Zweiteiler "Eine Liebe in Afrika" prägte, ist "Nicht ohne deine Liebe" vor allem wegen der durchweg überzeugenden Darsteller durchaus sehenswert. Die Happy-End-Garantie, die den Freitagabend in der ARD sonst eigentlich auszeichnet, gilt für diesen Film allerdings nicht: ALS bleibt unheilbar. tpg.

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Info

Plakat des Films: Nicht ohne deine Liebe

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2002

Genre: Drama

Originaltitel: Nicht ohne deine Liebe

Regie: Sigi Rothemund

Drehbuch: Annette Simon, Gregor Adamczyk

Produktion: Sascha Schwingel