Coming-of-Age-Drama um einen jungen Russlanddeutschen in Berlin.

Kinostart: 18.07.2013

Mark Filatov
als Dima

Emilia Schüle

Emilia Schüle
als Nadja

Àlex Brendemühl
als Georgjie

Kai Michael Müller
als Paul

Katerina Poladjan
als Irina

René Erler
als Gustav

Michael Lott
als Horst Keller

Ruth Hornemann
als Petra Keller

Michael Schweighöfer
als Prof. Kleber

Jurij Rosstalnyi
als Alexander Ritter

Detlef Bothe
als Pfarrer

Handlung

Dima, ein junger Russlanddeutscher, kommt aus dem Jugendknast und möchte in Berlin ein neues Leben anfangen. Sein Vater will mit der Familie wieder zurück in die alte Heimat, er möchte in der Fremde bleiben, hofft auf gesellschaftliche Akzeptanz in der neuen Heimat. Die Liebe zu einer deutschen Kunststudentin aus gutem Hause scheint eine Wende einzuleiten. Doch sein früherer Brötchengeber, ein perfider Kunstdieb, will nicht auf seine Dienste verzichten. Nemez setzt alles aufs Spiel, um die Vergangenheit abzuschütteln und neu anzufangen.

Kritik

Ein junger Russlanddeutscher zwischen neuer Liebe und krimineller Vergangenheit kämpft in Berlin um seine Zukunft.

"Nemez" ist das russische Wort für "Deutscher" und der Spitzname von Dima, einem jungen Russlanddeutschen, der für einen durchtriebenen Kunstdieb arbeitet. Das ist zwar nicht das, was er sich erträumt hat, aber vielleicht eine Möglichkeit, der Isolation und Ausgrenzung zu entkommen, etwas Geld zu verdienen. Sein Vater fühlt sich unglücklich in Deutschland und will mit der Familie wieder zurück in die alte Heimat. Nemez möchte in der Fremde bleiben, hofft auf gesellschaftliche Akzeptanz in der neuen Heimat. Die scheint erst einmal weit weg nach der Entlassung aus dem Jugendknast. Als sich Dima in die Kunststudentin Nadja aus gutem Hause verliebt, könnte er raus aus dem Sumpf von Kriminalität. Doch sein früherer dubioser Brötchengeber zwingt ihn weiterhin zu Diensten, pocht auf seine Loyalität und zieht ihn gar in einen Mordfall. Der junge Russlanddeutsche muss einen Schlussstrich ziehen. Wenn ihm das nicht gelingt, wird er seine Liebe für immer verlieren. Regisseur und Drehbuchautor Stanislav Güntner, in Russland geboren und als Zwölfjähriger mit seiner Familie nach Dresden übergesiedelt, bringt persönliche Erfahrungen ein, was eine Distanz schwierig macht, aber dafür Authentizität spüren lässt. Stärke entwickelt der Film, wenn er die Konfrontation aufgreift zwischen Migrant und Arroganz der Arrivierten, sei es der von Nadjas Vater, der keinen "hergelaufenen" Ausländer als Partner der Tochter duldet oder des eifersüchtigen Exfreund, der dem Konkurrenten seine Verachtung nach dem Motto "ich da oben, du da unten" zeigt. Manchmal kippt "Nemez , der etwas unentschieden zwischen Liebesgeschichte, Identitätssuche und Krimi pendelt, dabei in Klischees und weniger Einsatz von Metaphern hätten nicht geschadet, aber dann überzeugt das Drama wieder durch schlagfertige Dialoge, wenn der "Loser" den "Gewinnern" treffsicher ein paar Wahrheiten um die Ohren haut. Güntner ist noch kein Fatih Akin oder Thomas Arslan, aber auf dem besten Weg. mk.

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Info

Plakat des Films: Nemez
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 18.07.2013

Deutschland 2012

Länge: 1 h 37 min

Genre: Drama

Originaltitel: Nemez

Regie: Stanislav Güntner

Drehbuch: Alexei Mamedov, Stanislav Güntner

Musik: Levan Basharuli

Produktion: Torben Maas, Christian Füllmich, Maximilian Plettau

Kostüme: Petra Fassbender

Kamera: Bernhard Keller

Schnitt: Barbara Weitershausen

Ausstattung: Graziella Tomasi

Website: http://www.nemez-film.de

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