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Die Nachgeborenen brechen das Schweigen ihrer Vorfahren über die NS-Zeit.

Kinostart: 23.01.2020

Die Handlung von Nachlass - Passagen

In der Dokumentation „Nachlass – Passagen“ erzählen Angehörige von NS-Tätern, Wehrmachtsangehörigen und Holocaust-Überlebenden von ihren Erfahrungen im Umgang mit der Vergangenheit ihrer Familie. Die sieben Kinder und Enkel berichten davon wie Schuldgefühle, Unausgesprochenes und auch Traumata das Verhältnis zu ihren Angehörigen maßgeblich geprägt haben. In der Auseinandersetzung mit diesem Thema, das sie lange schon mit sich herum tragen, finden sie Befreiung. Die Nachgeborenen brechen das lange Schweigen ihrer Vorfahren.

Die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit war schon immer ein wichtiges Thema, doch gerade in Zeiten wie heute, in denen die Generationen, die den Krieg noch unmittelbar erlebt haben, langsam wegsterben, wird sie immer essentieller. So wird es auch zur Pflicht der nachfolgenden Generationen, das Wissen über diese Zeit in die Familien zu tragen, junge Menschen zu informieren, den Schleier zu lüften, damit sich in Zukunft so eine unvorstellbare Katastrophe nicht noch einmal wiederholen kann. Die 68er Generation war es, die damals das Schweigen ihrer Eltern zu den Verbrechen der NS-Zeit durchbrochen hat und ihr eine Erinnerungskultur an diese und die Opfer dieser Zeit entgegen gestellt hat. Es stellt sich die unausweichliche Frage, wie so viele Menschen aus niederen Beweggründen oder durch bloßes Befolgen der Befehlskette so viele unschuldige Menschen ermorden konnten. Offener Rassismus und eine Ideologie des Hasses und der Ausgrenzung haben dafür gesorgt, dass Millionen von Menschen zu Tätern und Mitläufern wurden.

Nachlass - Passagen - Ausführliche Kritik

Gerade in Zeiten wie unseren könnte das Thema nicht aktueller sein, als es die Dokumentation „Nachlass – Passagen“ zeigt. Der offene Rassismus gegenüber Minderheiten und Bevölkerungsgruppen ist wieder en vogue geworden. Parteien hetzen offen über Hilfsbedürftige und kriegsgebeutelte Flüchtlinge. „Nachlass – Passagen“ ist ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur und aktueller und nötiger denn je. Nur durch das Aufzeigen der Mechanismen und der Verbrechen auch der Mitläufer des NS-Regimes kann eine Wiederholung der Ereignisse verhindert werden. Die Dokumentation ist auch eine Mahnung an die nachfolgenden Generationen. Auschwitz und die Verbrechen der Nationalsozialisten dürfen nie vergessen werden und müssen auch in den Familien weiter erinnert werden. Die Dokumentation „Nachlass – Passagen“ von den Regisseuren Christoph Hübner und Gabriele Voss baut auf die Doku „Nachlass“ von 2018 auf und lässt diesmal auch Historiker und Psychologen zu Wort kommen. „Nachlass – Passagen“ läuft ab dem 23. Januar 2020 in den deutschen Kinos.

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Info

Plakat des Films: Nachlass - Passagen
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 23.01.2020

Genre:

Originaltitel: Nachlass - Passagen