Eine Autorin lässt sich auf eine junge Frau ein: Roman Polanskis Buchadaption mit Emmanuelle Seigner und Eva Green.

Kinostart: 17.05.2018

Handlung

Sie ist eine Meisterin darin, ihr Innerstes nach außen zu kehren, schließlich verdient Autorin Delphine (Emmanuelle Seigner) genau damit ihr Geld. Delphines letzter Roman war ihr bisher persönlichster, doch der Bestseller hat der eigentlich schüchternen Autorin alles abverlangt. Anonyme Briefe beschuldigen sie zudem, sie hätte mit dem Werk ihre Familie verraten.

Da tritt plötzlich ein großer Fan ins Leben der Autorin: Elle (Eva Green) kennt Delphines Arbeit genau und in langen nächtlichen Gesprächen über die Kunst, Filme und natürlich Bücher freunden sich die beiden Frauen an. Doch warum fällt es Delphine seitdem noch schwerer, wieder zu schreiben?

Als sie Elle sogar bei sich einziehen lässt, nimmt Elles Bewunderung mehr und mehr obsessive Züge an, ihr Interesse an der Arbeit der Autorin erst recht. Etwas Unheimliches ist im Gange …

Kritik

Spiel um Fiktion und Wahrheit um eine Bestsellerautorin und einen weiblichen Fan, der sich in ihr Leben drängt.

Zum Ende des Festival de Cannes 2018 läuft der Abschlussfilm des vorherigen Festivals in den deutschen Kinos an. Roman Polanski schrieb das in der Literaturszene angesiedelte Drama mit Elementen von Thriller und trockenem, ironischen Humor gemeinsam mit Kollege Olivier Assayas basierend auf einem Roman von Bestsellerautorin Delphine de Vigan.

Es handelt von einer Bestsellerautorin namens Delphine mit Burnout und Schreibblockade, die bei einer Signierstunde, die sie wegen Erschöpfung abbricht, von einer Frau angesprochen wird, die sie fasziniert. Elle - sie auf französisch -, die über Promis schreibt, Ghostwriter ist, taucht auch kurz danach wie aus dem Nichts bei einer Party auf und verwickelt Delphine in ein intensives Gespräch. Tatsächlich wohnt sie nicht weit von Delphine. Sie drängt sich in Delphines Leben, wird ihre Vertraute, zieht gar bei ihr ein, kümmert sich um ihre Korrespondenz und überredet sie ein Buch "nach einer wahren Geschichte" zu schreiben. Delphine lässt es mit sich geschehen, lässt sich von der Außenwelt abschotten, nutzt Elle als Inspiration, die auch über eine imaginäre Freundin in ihrer Kindheit erzählt ...

Polanskis Frau Emanuelle Seigner und Eva Green geben die beiden Figuren im Spiel um Macht und Identität, um Wahrheit und Fiktion, das Paranoia und Stalking, Motive und Atmosphäre aus Stephen Kings "Sie" oder Polanskis eigenen "The Ghostwriter" oder "Rosemarys Baby" aufnimmt, aber nicht als Thriller durchzieht. Das Kammerspiel, in dem auch Prominente des französischen Kinos wie Vincent Perez als Delphines Freund, er ist Literaturjournalist, oder Dominique Pinon als Nachbar und Fan, auftauchen, bleibt ein Spiel, ein kunstvolles, in dessen Verlauf sich die beiden Frauen immer mehr angleichen, ihre Beziehung zwischen verliebt und brutal changiert. Elle übernimmt Delphines Frisur, ihren Kleidungsstil, vertritt Delphine sogar bei einem Auftritt, wird aber verhaftet. Ironisches wie das bricht immer wieder die Spannung im Film, der von Polanskis vertrauten Kameramann Pawel Edelmann und Komponist Alexandre Desplat in einen klassischen Rahmen gesetzt wird. hai.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 17.05.2018

Frankreich/Belgien/Polen 2017

Länge: 1 h 45 min

Genre: Drama

Originaltitel: D'après une histoire vraie

Regie: Roman Polanski

Drehbuch: Roman Polanski, Olivier Assayas

Musik: Alexandre Desplat

Produktion: Wassim Béji

Kamera: Pawel Edelman

Website: http://www.studiocanal.de/kino/nach_einer_wahren_geschichte

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