Kinostart: nicht bekannt

Ben Stiller

Ben Stiller
als Mr. Furious

William H. Macy

William H. Macy
als The Shoveler

Janeane Garofalo
als The Bowler

Greg Kinnear
als Captain Amazing

Paul Reubens
als Spleen

Hank Azaria
als Blue Raja

Wes Studi
als Sphinx

Lena Olin
als Dr. Anabel Lee

Kel Mitchell
als Invisible Boy

Geoffrey Rush
als Casanova Frankenstein

Tom Waits
als Doc Heller

Eddie Izzard
als Tony P

Claire Forlani
als Monica

Ricky Jay
als Vic Weems

Louise Lasser
als Violet

Handlung

Als dem amtierenden Superhelden von Champion City die Superschurken auszugehen drohen, lässt man aus Publicitygründen den hinter Gittern befindlichen Casanova Frankenstein entweichen. Doch es kommt anders als geplant, als Casanova den Widersacher in seiner Trutzburg gefangen setzt. Es schlägt die Stunde der zweiten Superheldengarde, z.B. des mit Essbesteck jonglierenden Blauen Radscha, des immerzornigen Mr. Furious, des Unsichtbaren(-wenn-keiner-hinguckt), oder des zu Recht gefürchteten Herren der Winde.

Als der amtierende Superheld von Champion City von Casanova Frankenstein gefangengenommen wird, ist es an den "Helden" aus der zweiten Reihe, ihn zu befreien. Klamaukhafte Superheldenkomödie mit vielen bekannten Gesichtern wie Ben Stiller, Greg Kinnear oder Geoffrey Rush.

Kritik

Dark-Horse-Comicadaptionen wandern in der Regel auf action- und stuntlastigen Science-Fiction-Pfaden. Im Fall der "Mystery Men"-Verfilmung wird das Genre hingegen gnadenlos parodiert, denn eine siebenköpfige Horde von Möchtegern-Helden versucht in der hip besetzten Fantasykomödie, die Straßen von Champion City verbrechensfrei zu halten. Statt des üblichen Waffenarsenals und übernatürlicher Kräfte verfügt diese bunt zusammengewürfelte Verliererbande u.a. über Schaufel, Gabeln und Kegelkugeln sowie präzionsgesteuerte Blähungstorpedos.

William H. Macy ("Fargo") spielt The Shoveler, der mit seinen Superhero-Ambitionen bei seiner Frau auf wenig Verständnis stößt. Sein Kumpel Mr. Furios (Ben Stiller aus "Verrückt nach Mary") arbeitet auf einem Schrottplatz und müht sich, seine aufgestaute Wut zu kanalisieren. Blue Raja (Hank "Godzilla" Azaria) übt sich mehr schlecht als recht als Gabelwerfer, Invisible Boy (Kel Mitchell) bildet sich ein unsichtbar zu sein, der pickelige Loser The Spleen (Peewee Herman Paul Reubens) läßt übelriechende Stinkbomben los, die seine Feinde zwangsläufig die Besinnung rauben. Komplett wird das Septett mit The Bowler, einer kessen Keglerin in Gestalt von Komikerin Janeane Garofalo, die mit dem in einem transparenten Ball implantierten Totenkopf ihres Vaters Bösewichte über den Haufen wirft. Allesamt werden sie von dem authentischen Superhelden Captain Amazing (Greg Kinnear als sarkastische Superman-Kopie) auf ihre Pseudo-Plätze verwiesen. Da der Captain so effektiv ist, findet sich nur noch selten etwas zu tun, weshalb er die Freilassung des Oberfieslings Casanova Frankenstein (Oscar-Gewinner Geoffrey Rush) arrangiert. Damit gräbt er sich jedoch seine eigene Grube und muß ätzende Konsequenzen ertragen. Somit ergibt sich für die Helden endlich Gelegenheit, zu zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Doch zuerst müssen sie das mystisch-martialische Training der Sphinx (Wes Studi) absolvieren.

Regienovize Kinka Usher arbeitet mit einer eindrucksvollen Besetzung, die neben den erwähnten Darstellern Lena Olin, Claire Forlani und Tom Waits umfaßt, auch mit einem exzellenten technischen Team. Die Spezialeffekte sind erster Güte, was durch die rastlos-energetische Kameraarbeit noch zusätzlich unterstrichen wird. Die Bauten, die ein retro-europäisches Flair haben, erinnern, wie der gesamte schrullige Ton, an Tim-Burton-Produktionen. Auch bei den fantasievollen Kostümen wird die Liebe fürs Detail der Filmemacher offenbar. Leider wollen viele der parodistischen Gags über altbekannte Klischees nicht immer so recht zünden, den positiven Eindruck des etwas langen Filmspasses können sie nicht mindern. Allerdings bedarf es superheldenhafter Anstrengungen vom Verleiher, diesen schrägen Molotov-Cocktail kruder Einfälle einem breiten Publikum schmackhaft zu machen. ara.

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Info

Plakat des Films: Mystery Men

Kinostart: nicht bekannt

USA 1999

Genre: Komödie

Originaltitel: Mystery Men

Regie: Kinka Usher

Drehbuch: Neil Cuthbert

Musik: Stephen Warbeck

Produktion: Lawrence Gordon, Mike Richardson, Lloyd Levin

Kostüme: Marilyn Vance

Kamera: Stephen H. Burum

Schnitt: Conrad Buff

Ausstattung: Barry Chusid, Kirk M. Petruccelli