"Die nackte Kanone" Leslie Nielsen erlebt haarsträubende Abenteuer in dieser cartoonhaften Genre-Parodie nach dem Comic-Klassiker.

Kinostart: 07.05.1998

Leslie Nielsen

Leslie Nielsen
als Mr. Magoo

Kelly Lynch

Kelly Lynch
als Luanne Leseur

Nick Chinlund
als Bob Morgan

Stephen Tobolowsky
als Agent Chuck Stupak

Matt Keeslar
als Waldo

Ernie Hudson
als Agent Gus Anders

Jennifer Garner
als Stacey Sampanahoditra

Malcolm McDowell
als Austin Cloquet

Miguel Ferrer
als Ortega Peru

Handlung

Der millionenschwere Magoo weiht die Ausstellung eines hochkarätigen Rubins, des Sterns von Kurdistan, ein. Prompt wird dieser geklaut und landet auf Umwegen in Magoos Angelbox. Zwei rivalisierende Agenten des FBI und CIA verdächtigen Magoo als Drahtzieher. Magoo schlüpft in eine zweite Identität und infiltriert die Auktion des Rubins unter Unterweltbossen als extrem gefährlicher Mr. Peru.

Der extrem kurzsichtige Millionär Quincy Magoo wird aus Versehen im Naturkundemuseum eingeschlossen. In derselben Nacht bricht dort ein Gauner-Duo ein, um den wertvollen Rubin "Stern von Kurdistan" zu stehlen. Der Coup mißglückt und der Edelstein rollt Magoo genau vor die Füße. Nicht wissend, um welchen Schatz es sich hierbei handelt, nimmt er den Edelstein an sich. In der Folge wird der kauzige Magoo in eine wüste Verfolgungsjagd verwickelt, bei der er nicht nur zur Zielscheibe der Verbrecher ist, sondern auch vom FBI gesucht wird.

"Die nackte Kanone" Leslie Nielsen erlebt haarsträubende Abenteuer in dieser cartoonhaften Genre-Parodie nach dem Comic-Klassiker.

Kritik

Der 71jährige Komiker Leslie Nielsen ("Airplane") kann auf eine lange Reihe erfolgreicher Komödien zurückblicken, wobei er seinen größten Triumph als Frank Drebin in der absurd-überdrehten "Die Nackte Kanone"-Reihe feierte. Nun erlebt er als Titelcharakter in der Adaption des 60er-Jahre-Comics um den extrem kurzsichtigen Dosenfabrikanten ähnlich haarsträubende Abenteuer wie in seiner Agentenparodie "Agent 00".

Inszeniert wurde der mit den erwartungsgemäßen Kurzsichtigen-Gags (Magoo verwechselt beispielsweise einen Sarkophag mit einer Telefonzelle und hält die wachsfruchtige Hutdekoration einer Dame für eßbar) versehene Spaß vom Hongkong-Actionregisseur Stanley Tong, auf dessen Konto die Jackie-Chan-Vehikel "Rumble in the Bronx" und "Supercop" gehen. Obwohl die slapstickbetonte Komödie mit klischeedurchsetztem Juwelenraub-Plot auf ein geschäftiges Bond-Ambiente setzt, sind die Actionmomente doch eher der hausbackenen Art zuzurechnen. So ist eine von "Der Spion, der mich liebte"-inspirierte Verfolgungsjagd im Schnee dermaßen vorhersehbar, daß sie kaum mehr als das leichteste Schmunzeln hervorkitzeln kann. Als Comicfigur mochte der quasi-blinde und daher völlig furchtlose Mr. Magoo noch einen gewissen Charme verströmen, doch bei der Leinwandversion ist man nach kürzester Zeit versucht, ihm die dringend notwendige Brille zu wünschen - was der Komödie ihren einzigen Aufhänger

rauben würde.

Eingerahmt wird der Film mit einer Comicsequenz im Opening und den Endcredits, was deutlich die mangelnde optische Ähnlichkeit Nielsens mit der Vorlage unterstreicht. (Statt der charakteristischen Glatze trägt Nielsen aus unerfindlichem Grund lediglich eine Halbglatze.) Der millionenschwere Magoo ist ein Museums-Schirmherr und in dieser Funktion weiht er pannenreich die Ausstellung eines hochkarätigen Rubins, des Sterns von Kurdistan, ein. Zwei Juwelendiebe, die in enganliegende Catsuits gehüllte Luanne (Kelly Lynch) und der trottelige Bob (Nick Chinlund), reißen sich das Kleinod umgehend unter den Nagel. Zufälligerweise landet der Rubin auf Umwegen in Magoos Angelbox, woraufhin der von zwei rivalisierenden Agenten des FBI und CIA (Stephen Tobolowsky und Ernie Hudson) als Drahtzieher verdächtigt wird. Der eigentliche internationale Hehler wird von Malcolm McDowell dargestellt. Dessen Auktion des Rubins unter diversen Unterweltbossen wird von Magoo inflitriert, indem er sich recht unterhaltsam als der extrem gefährliche Mr. Peru der Piranha ausgibt. Ihren Ausklang findet die genreparodierende Klamotte mit einem standardgerechten Happy End. Die Figuren sind allesamt cartoonhafte Abziehbilder und die extreme Vorhersehbarkeit der Handlung läßt "Mr. Magoo" trotz seiner relativ kurzen Laufzeit zu einem langatmigen Vergnügen geraten. ara.

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Info

Plakat des Films: Mr. Magoo
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 07.05.1998

USA 1997

Länge: 1 h 27 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Mr. Magoo

Regie: Stanley Tong

Drehbuch: Pat Proft, Tom Sherohman

Musik: Michael Tavera

Produktion: Ben Myron

Kostüme: Tom Bronson

Kamera: Jingle Ma

Schnitt: Stuart Pappé, David Rawlins, Michael R. Miller

Ausstattung: John Willett, Doug Byggdin

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