Packendes Drama nach einer wahren Geschichte: Jessica Chastain pokert zu hoch und gerät ins Visier des FBIs. Idris Elba verteidigt sie vor Gericht.

Kinostart: 08.03.2018

Die Handlung von Molly's Game - Alles auf eine Karte

Alles oder nichts: In der weiblichen Antwort auf „The Wolf of Wall Street“ geht es um Millionen beim illegalen Poker der Promis. Und um die Freiheit.

Molly Bloom (Jessica Chastain) hat genug. Erst soll sie für ihren Chef Pokerspiele organisieren, dann setzt er sie vor die Tür. Kurzerhand packt Molly das Schicksal bei den Hörnern und zieht ihre eigenen exklusiven Pokerrunden auf. Größer, glamouröser und aufregender, als es ihre Klienten je gesehen haben.

Und die haben es in sich: A-List Promis, Oscar-Gewinner, Sportler, Politiker, Wall Street- Milliardäre. Keine Pokerrunde in L.A. oder New York ist wie die High- Stakes-Spiele der Molly Bloom – Nacht um Nacht werden Millionen verzockt.

Doch dann nimmt das FBI Molly fest, denn auch die russische Mafia sitzt mit an ihren Pokertischen. Und Molly wird verdächtigt, Teil der schmutzigen Geschäfte zu sein.

Um ihren Ruf und sich selbst vor dem Gefängnis zu retten, wendet sich Molly an den Anwalt Charlie Jaffey (Idris Elba). Das nervenaufreibende Spiel geht vor Gericht weiter. Der Einsatz: Mollys Name und ihre Freiheit.

Der oscarprämierte Drehbuchautor Aaron Sorkin („The Social Network“) – Meister der Geschichten über Macht und Millionengeschäfte – setzt in seinem Regie-Debüt die unglaubliche, wahre Geschichte der Molly Bloom als atemberaubenden Rausch aus Geld, Glamour und Gier um. Für Sorkin und Jessica Chastain („Interstellar“) gab es deswegen schon Golden Globe-Nominierungen. Der Einsatz hat sich gelohnt.

Kritik zu Molly's Game - Alles auf eine Karte

Packendes Drama nach einer wahren Geschichte um die Veranstalterin einer exklusiven Pokerrunde, die auch die russische Mafia anlockt.

Von den Weltpremieren des letztjährigen Toronto International Film Festival war "Molly's Game" das große Ticket. Das Regiedebüt des Oscar-prämierten Drehbuchautoren Aaron Sorkin mit der großartigen Jessica Chastain in der Hauptrolle basiert auf den Memoiren von Molly Bloom und erzählt die Geschichte einer ambitionierten jungen Frau, die in New York einen millionenschweren Pokerring aufzieht, um schließlich wegen angeblicher

Verbindungen zur Russenmafia ins Visier des FBI zu geraten. Eine ausgezeichnete Spielwiese für den für seine gedrechselten Dialoge bekannten Autor von "Moneyball"

und "Steve Jobs", sich in gewohnter Eloquenz an seinen Lieblingsthemen abzuarbeiten, Sucht nach Macht, obsessives Streben nach Perfektion und die Unfähigkeit dieser Perfektionisten, Niederlagen zu akzeptieren.

"Was gibt einem ein gutes Gefühl, wenn man verliert? Gewinnen!", sagt Molly Bloom folgerichtig in ihrem im für Sorkin typischen Stakkatorhythmus vorgetragenen Off-Kommentar: Als Tochter eines dominanten Vaters und Schwester zweier auf ihrem Gebiet jeweils brillanten älteren Brüdern steht sie als Skiläuferin kurz vor der Teilnahme an den Olympischen Spielen, nur um wegen eines dummen Zufalls schwer zu stürzen. Da aber Verlieren keine Option ist, versucht sie sich mit der gleichen Verbissenheit als Organisatorin von Pokerspielen. In Rückblenden breitet Molly ihrem von Idris Elba gespielten Anwalt in zahllosen Umwegen ihre Geschichte aus, während sich die beiden in einem

Tempo verbale Schlagabtausche liefern wie in den besten Screwballkomödien von Howard Hawks. Natürlich eine Spezialität von Aaron Sorkin, der hier in 140 zum Bersten gefüllten Minuten alles in die Waagschale wirft.

"Molly's Game" ist wie die längst legendären zehn Minuten aus "The Social Network", nur diesmal auf volle Spielfilmlänge gestreckt. Die schiere Menge an Information ist erschöpfend. Nach dem Film fühlt man sich wie ausgewrungen. Und doch ist man glücklich, weil es dem Regiedebütanten in diesem wie eine verrückte Collage angeordneten Film gelingt, auch emotional ein Feuerwerk abzubrennen. ts.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 08.03.2018

USA 2017

Länge: 2 h 20 min

Genre: Doku

Originaltitel: Molly's Game

Regie: Aaron Sorkin

Drehbuch: Aaron Sorkin

Musik: Daniel Pemberton

Produktion: Mark Gordon, Matt Jackson, Amy Pascal

Kostüme: Susan Lyall

Kamera: Charlotte Bruus Christensen

Schnitt: Alan Baumgarten, Elliot Graham, Josh Schaeffer

Ausstattung: David Wasco

Website: http://www.fox.de/mollys-game