Übernatürlicher Schocker, mit dem Alexandre Aja erneut ein gelungenes Remake eines asiatischen Horrorhits abliefert.

Kinostart: nicht bekannt

Kiefer Sutherland

Kiefer Sutherland
als Ben Carson

Paula Patton

Paula Patton
als Amy Carson

Amy Smart

Amy Smart
als Angela Carson

Cameron Boyce
als Michael Carson

John Shrapnel
als Lorenzo Sapelli

Jason Flemyng
als Larry Byrne

Erica Gluck
als Daisy Carson

Tim Ahern
als Dr. Morris

Julian Glover
als Robert Esseker

Mary Beth Peil
als Anna Esseker

Ezra Buzzington
als Terrence Berry

Josh Cole
als Gary Lewis

Handlung

Ben Carson (Kiefer Sutherland) hat seine Mitschuld am Tod eines Kollegen nicht verkraftet und deshalb den Dienst als Undercover-Polizist quittiert. Um seine mit ihm zerstrittene Frau (Paula Patton) und die Kinder zu versorgen, nimmt er den Job als Nachtwächter in einem heruntergekommenen New Yorker Kaufhaus an. Schon in den ersten Stunden entdeckt er merkwürdige Erscheinungen innerhalb eines gewaltigen Zierspiegels. Darin lauert eine tödliche Gefahr.

Eine teuflische Macht drängt aus der jenseitigen Spiegelwelt in die Realität und bedroht die Familie von "24"-Star Kiefer Sutherland. Das Remake eines koreanischen Horrorhits fällt kreuzunheimlich aus, dafür bürgt der französische Schockspezialist Alexandre Aja ("High Tension").

Ex-Cop Ben Carson versucht nach Alkoholexzessen sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen und nimmt einen Job als Nachtwächter eines durch ein Flammeninferno zerstörtes, ehemals nobles Kaufhaus an. Beim Rundgang entdeckt Ben einen Handabdruck auf einem überdimensionierten Spiegel und gerät in einen Alptraum, der immer schlimmere Ausmaße annimmt. Bald ist nicht nur er bedroht, sondern seine ganze Familie.

Ex-Cop Ben Carson versucht nach ausufernden Alkoholexzessen, die ihn seine Ehe gekostet haben, sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, und nimmt einen Job als Nachtwächter in der Ruine des Mayflower in New York an, ein durch ein Flammeninferno zerstörtes ehemaliges Nobelkaufhaus. Beim Rundgang entdeckt Ben einen Handabdruck auf einem überdimensionierten Spiegel und gerät damit schon bald in einen Albtraum, der immer schlimmere Ausmaße annimmt. Bald ist nicht nur er bedroht, sondern seine ganze Familie.

Kritik

Abermals festigt der französische Horrorexport und -experte Alexandre Aja seinen Ruf mit einem fulminanten Remake, das Kämpfernatur Kiefer Sutherland in den übernatürlichen Schocker der Saison schickt.

Steril und allegorisch blieb der Korea-Horror "Into the Mirror" von 2003, den Aja nach allen Regeln der Kunst zu einer packenden Schauermär aufputscht. Ähnlich wie er bereits mit "The Hills Have Eyes" verfuhr. Vor allem aufgrund einer unheimlichen, sehr starken ersten Hälfte kann er überzeugen, greift in Halbzeit zwei dafür auf Konventionen zurück und liefert mit hoher Frequenz plastische Thrills bis zu einem famosen (wenn auch wenig logischen) Schluss-Twist. Eine Veredelungstaktik, an der sich andere Hollywood-Remakes asiatischer Originale messen müssen.

Schon in der Wahl des Schauplatzes - ein stillgelegtes, visuell bestechend heruntergekommenes Kaufhaus im klassizistischen Stil - zeigt sich Ajas Gespür für die Anforderungen eines guten Genre-Beitrags. Ein perfektes Haunted House also, das im schäbigen Look dem Grauen stimmungsvoll Vorschub leistet. Kiefer Sutherland als gebrochenem Held mit kaputter Beziehung und Schuldkomplex ist die Rolle des Ex-Cops Ben Carson auf den Leib geschneidert. Sein Ben will nach einer Suff-Phase wieder ins Leben zurückfinden und nimmt in der abgeriegelten New Yorker Mayflower-Ruine den Job als Nachtwächter an. Dort wütete vor Jahren ein Flammeninferno und hinterließ verwüstete Hallen und Interieurs. Beim Rundgang entdeckt Ben einen Handabdruck auf einem überdimensionierten Spiegel - und gerät in einen Psychotrip mit Halluzinationen, die erst ihn, dann Schwester, Gattin und die beiden kleinen Kinder bedrohen.

Cheap Thrills spart sich Aja, baut auf schmutzigen Look ohne Hochglanz und demonstriert nicht nur im anfänglichen Splattertod des Vorgängerwachmanns, dass der Regisseur von "High Tension" weiter auf deftige, erstklassige Blutreize zu setzen gedenkt, die das Schockpotenzial hochschrauben - neben den eisigen Qualitäten als Chiller: eine Reihe spektakulär fieser Schockeffekte sorgt für Laune. Zusammen mit einem hervorragenden Sounddesign entwickelt sein humorloses Werk eine soghafte Dynamik, die sich auch aus Bens erwachendem detektivischen Spürsinn speist. Einen vermeintlichen Selbstmord identifiziert er als Tat einer teuflischen Macht, die in der Spiegelwelt gefangen ist und von ihm Besitz ergreifen will. Die Krimi-Elemente sind auch Sutherlands alter ego Jack Bauer geschuldet: So kann er in leidensfähiger wie durchsetzungsstarker "24"-Manier einen Dämonen jagen, als wäre dieser ein Terrorist. Doch befindet er sich in einem ausweglosen Alptraum, dessen ähnlich wie "The Ring" angelegtes Geheimnis es im Wettlauf gegen die Zeit offenzulegen gilt. Ein furioses Finale krönt die mit den Motiven Schizophrenie und Doppelgängern versehene, frenetische Horror-Leistungsschau, die eher zu viel, denn zu wenig bietet.

tk.

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Info

Plakat des Films: Mirrors

Kinostart: nicht bekannt

USA 2008

Länge: 1 h 51 min

Genre: Horror

Originaltitel: Mirrors

Regie: Alexandre Aja

Drehbuch: Alexandre Aja, Gregory Levasseur

Musik: Javier Navarrete

Produktion: Alexandre Aja, Gregory Levasseur, Marc Sternberg

Kostüme: Ellen Mirojnick, Michael Dennison

Kamera: Maxime Alexandre

Schnitt:

Ausstattung: Joseph Nemec III

Website: http://www.mirrors.kinowelt.de

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