Packender Science-Fiction-Thriller über eine Polizei-Einheit, die Verbrechen bestraft, bevor sie begangen werden.

Kinostart: 03.10.2002

Tom Cruise

Tom Cruise
als Chief John Anderton

Colin Farrell

Colin Farrell
als Danni Witwer

Samantha Morton

Samantha Morton
als Agatha

Max Sydow
als Director Lamar Burgess

Kathryn Morris
als Lara Clarke

Tim Blake Nelson
als Gideon

Peter Stormare
als Dixie

Lois Smith
als Iris Hineman

Steve Harris
als Jad

Mike Binder
als Leo Crow

Daniel London
als Wally

Spencer Treat Clark
als Sean (9 Jahre)

Neal McDonough
als Fletcher

Jessica Capshaw
als Evanna

Patrick Kilpatrick
als Knott

Jessica Harper
als Anne Lively

Ashley Crow
als Sarah Marks

Arye Gross
als Howard Marks

Jason Antoon
als Rufus Riley

Handlung

Im Jahr 2054 ist die Mordrate in Washington auf Null gesunken. Verantwortlich für diesen bemerkenswerten Erfolg ist ein Fahndungsprogramm namens Pre-Crime: Drei Hellseher mit Spezialgebiet Mordvision sagen Verbrechen vorher, die dann von Cops wie John Anderton (Tom Cruise) schon in der Vorbereitung vereitelt werden. Das Programm ist ethischerseits nicht ganz unumstritten, und als Anderton sich eines Tages selbst auf der Fahndungsliste wiederfindet, beginnt auch er zu zweifeln.

Schon seit längerem hatten Hollywoods erfolgreichster Regisseur und Star eine Zusammenarbeit ins Auge gefasst - mit Spielbergs Adaption einer SF-Story von "Blade Runner"-Dichter Philip K. Dick ist es nun soweit.

John Anderton ist Chef einer neu gegründeten Polizeitruppe in Washington. Mit Hilfe von drei Hellsehern verhindert sie Verbrechen, noch bevor sie geschehen. Obwohl sie extrem erfolgreich sind, soll ein Justizbeamter das Programm auf Fehler kontrollieren. Prompt wird Anderton selbst als zukünftiger Killer identifiziert und muss fliehen.

Washington D.C. im Jahre 2054. John Anderton ist Chef einer neu gegründeten Polizeitruppe. Mit Hilfe von drei Hellsehern, den so genannten "Precogs", verhindert sie Verbrechen, bevor sie geschehen. Obwohl die Kriminalitätsrate seit Beginn des Programms extrem gesunken ist, soll ein Justizbeamter das Programm auf Fehler kontrollieren. Prompt wird Anderton selbst als künftiger Killer identifiziert und muss fliehen. Nur einer der Hellseher könnte ihm helfen, doch die befinden sich im hermetisch abgeriegelten Polizei-Hauptquartier...

Im Washington des Jahres 2054 vereitelt eine neue Polizeitruppe mit Hilfe von Hellsehern Verbrechen, bevor sie geschehen. Da wird ihr Chef selbst als künftiger Killer identifiziert und muss fliehen. Atmosphärisch dichter Science-Fiction-Thriller, für den Regie-Ikone Steven Spielberg mit Superstar Tom Cruise zusammenarbeitete.

Kritik

Seit sie sich am Set für "Lockere Geschäfte" 1983 kennengelernt hatten, wollten Hollywoods kommerziell erfolgreichster Regisseur Steven Spielberg und Megastar Tom Cruise zusammen arbeiten. Fast 20 Jahre später ist es nun mit diesem ambitionierten, actiongeladenen und atmosphärisch dichten Science-Fiction-Thriller soweit. Prompt bescherte "Minority Report" dem dynamischen Duo Cruise und Spielberg einen Nummer-Eins-Hit, dem nunmehr neunten in Folge für Cruise.

Das komplexe Drehbuch von Scott Frank ("Out of Sight", "Schnappt Shorty") und John Cohen basiert auf einer Kurzgeschichte des renommierten Kultautoren Philip K. Dick, der bereits die Vorlagen für die Genre-Meilensteine "Blade Runner" und "Total Recall - Die totale Erinnerung" lieferte. Gleich ersterem findet sich bei "Minority Report" eine starke Affinität zum Film Noir, mit dem hartgesottenen Cop-Protagonisten, der in undurchsichtige Machenschaften verwickelt wird. Statt einer vergangenen Ära wird eine hochtechnisierte Zukunftsvision heraufbeschworen, die für das Jahr 2054 ein Gesellschaftsporträt entwirft, das zum Nachdenken anregt. Dafür engagierte Spielberg bekannte Futuristikexperten, die für Technik, Kultur, Konsum, Sozialstruktur und Politik möglichst realitätsnahe Szenarien erdachten. Noch detaillierter und nachvollziehbarer als in Spielbergs letztem SciFi-Epos "A.I. - Künstliche Intelligenz" kreiert er ein faszinierendes Modell der Zukunft, in dem die Privatsphäre des Individuums quasi nicht mehr existiert. Eine weitere Parallele zu "A.I." besteht im vorwiegend monochromen Look des Films, den Kameraass Janusz Kaminski mit den selben ausbleichenden Farbfiltern erzielte. Kontrastiert wird das triste Farbspektrum - symbolisch für die seelenlose Technisierung - mit warmen Erdtönen, wenn für kurze Momente melancholische Menschlichkeit einkehrt.

Begonnen wird mit einer schnellgeschnittenen Exposition des Systems der Präventivverbrechensbekämpfung. Anhand der computerprojezierten Zukunftsvisionen von drei Hellsehern, "Precogs" genannt, können Detective John Anderton (Cruise) und seine "RoboCop"-inspirierten Teamkollegen einen eifersüchtigen Ehemann verhaften. Anderton ist geschieden, da er seit Jahren versucht den Kummer über das tragische Verschwinden seines kleinen Sohnes mit Drogen zu vergessen. Obwohl die Verbrechensrate in Washington D.C. seit Beginn des Programms extrem niedrig ist, meldet sich in Gestalt des Jusitzbeamten Danny Witwer (hervorragend: Colin Farrell aus "Hart's War" als unausstehlicher Opponent) ein Kritiker zu Wort. Nicht ganz zu Unrecht, wie der bis dato systemgläubige Anderton feststellen muss, als er selbst als zukünftiger Killer identifiziert wird. Seine adrenalingeladene Flucht mit etlichen fulminanten Actioneinlagen führt ihn zunächst zu einer Wissenschaftlerin, die ihn über die "Minority Reports" der Precogs aufklärt. Die werden ausgegeben, wenn nicht alle drei die selbe Vision teilen und eine alternative Zukunft möglich ist. Der Schlüssel für Andertons eigene Zukunft liegt also beim Medium Agatha (eindringlich: Samantha Morton), die befindet sich jedoch in einem hermetisch abgeriegelten Bereich des Hauptquartiers seiner Truppe. Das Plotlabyrinth lässt Anderton nicht nur nach dem Verräter suchen, sondern stellt auch seinen freien Willen in Frage.

Cruises darstellerische Leistung ist ohne Makel, er überzeugt als Actionheld wie als angeschlagener Vater, dessen Welt zusammenbricht. Dank seiner Präsenz wird der nicht rein auf ein Mainstream-Publikum zugeschnittene futuristische Actionthriller dennoch sicherlich mehr als eine Minderheit in ihren Bann ziehen. ara.

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Info

Plakat des Films: Minority Report
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 03.10.2002

USA 2002

Länge: 2 h 25 min

Genre: Sci-Fi

Originaltitel: Minority Report

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Scott Frank, Jon Cohen

Musik: John Williams

Produktion: Gerald R. Molen, Jan de Bont, Walter F. Parkes, Bonnie Curtis

Kostüme: Deborah Lynn Scott

Kamera: Janusz Kaminski

Schnitt: Michael Kahn

Ausstattung: Ramsey Avery, Alex McDowell, Chris Gorak, Seth Reed, Leslie McDonald

Website: http://www.minorityreport.de

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