Justizthriller mit George Clooney, der in der Titelrolle die Drecksarbeit für eine renommierte New Yorker Anwaltskanzlei übernimmt und auf einmal zwischen die Fronten gerät.

Kinostart: 28.02.2008

George Clooney

George Clooney
als Michael Clayton

Tom Wilkinson

Tom Wilkinson
als Arthur Edens

Tilda Swinton

Tilda Swinton
als Karen Crowder

Sydney Pollack
als Marty Bach

Michael O'Keefe
als Barry Grissom

Sean Cullen
als Gene Clayton

Ken Howard
als Don Jefferies

Robert Prescott
als Mr. Verne

Handlung

Rechtsanwalt Michael Clayton (George Clooney) arbeitet für die New Yorker Großkanzlei Kenner, Bach & Ledeen. Kollegen nennen ihn den "Ausputzer" in Anspielung auf seinen Job: Er erledigt seit 15 Jahren die Schmutzarbeit für Mitgründer Marty Bach (Sydney Pollack). Scheidung, Schulden und Burn-Out-Syndrom machen ihn von Bach abhängig. Als Mitarbeiter Arthur Edens (Tom Wilkinson) einen Fall sabotiert, muss Clayton die Kastanien aus dem Feuer holen. Doch sein Gegner ist die gefürchtete Karen Crowder (Tilda Swinton).

Ein desillusionierter George Clooney gerät in diesem starbepackten Spannungsblockbuster in ein heilloses Intrigennetz, aus dem nur ein atemberaubender Wettlauf gegen die Zeit führen kann. Tony Gilroy, Autor der "Bourne"-Trilogie, gibt sein fesselndes Regiedebüt.

Michael Clayton hat schon bessere Zeiten gesehen. Weil ihn eine teure Scheidung erwartet und er ohnehin schon verschuldet ist, ist er gezwungen, weiterhin die Drecksarbeit für die renommierte New Yorker Anwaltskanzlei Kenner, Bach & Ledeen zu machen. Indes hängt die Zukunft der Karriere von Karen Crowder, Klägerin bei U/North, vom erfolgreichen Ausgang eines von Claytons Kanzlei betreuten Falls ab. Als deren brillanter, aber weicher Staranwalt Edens den eigenen Fall sabotiert, gerät Clayton ohne eigenes Zutun in des Teufels Küche.

Michael Clayton hat schon bessere Zeiten gesehen. Weil ihn eine teure Scheidung erwartet und er auch so verschuldet ist, sieht er sich gezwungen, weiterhin die Drecksarbeit für die renommierte New Yorker Anwaltskanzlei Kenner, Bach & Ledeen zu machen. Indes hängt die Zukunft der Karriere von Karen Crowder, Klägerin bei U/North, vom erfolgreichen Ausgang eines von Claytons Kanzlei betreuten Falls ab. Als deren brillanter Staranwalt Edens Gewissensbisse bekommt und den eigenen Fall sabotiert, gerät Clayton ohne eigenes Zutun in des Teufels Küche.

Kritik

Tony Gilroy, einer von Hollywoods profiliertesten Drehbuchautoren, debütiert mit einem ebenso spannenden wie ätzenden Justiz-Thriller als Regisseur.

Als das New Hollywood in den 70er Jahren politisch dachte, mit Werken über und gegen das System Erfolge feierte, da war die herrschende Paranoia auf der Leinwand greifbar. Warren Beatty wurde beispielsweise "Zeuge einer Verschwörung", Dustin Hoffman und Robert Redford recherchierten als "Die Unbestechlichen". Vietnam warf lange Schatten - so wie dies heute der Irak-Krieg tut. Was das US-Kino bislang geflissentlich ignorierte und fröhlich dem Blockbuster-Eskapismus frönte. Nur einer stand da und mahnte, bezog gegen die Machenschaften des Präsidenten und seiner Clique Stellung: George Clooney. So hat es durchaus System, dass er, der smarte Unbequeme, nun den Titelhelden in Tony Gilroys Regiedebüt "Michael Clayton" gibt. Der Oscar-Preisträger spielt einen "Fixer", einen hochbezahlten Angestellten einer New Yorker Anwaltskanzlei, der reichen, "gestrauchelten" Kunden aus der Patsche hilft. Rund um die Uhr steht er seinem Boss - ein aalglatter Sydney Pollack besticht als Schauspieler wie sonst als Regisseur - zur Verfügung, denn Spielschulden drücken und eine teure Scheidung steht ins Haus. Routinemäßig rennt er mit wehender Krawatte gegen die Zeit an - und bei seinem aktuellen Fall fast ins eigene Verderben.

Der Einzelne im Kampf mit dem System, das ist Gilroys Thema. Als Autor aller drei "Bourne"-Abenteuer hat er diese Ausgangssituation virtuos durchgespielt und bei "Im Auftrag des Teufels" schon einmal Gerichtsluft geschnuppert. Tempo und Suspense der Robert-Ludlum-Adaptionen paart er hier mit juristischen Winkelzügen, als Clayton plötzlich gegen seinen Mentor und Kollegen Arthur Edens (Tom Wilkinson) ins Feld ziehen soll. Der hat sein Gewissen entdeckt, will nun gegen den von ihrer "Firma" vertreten Chemie-Konzern und deren Chef-Anklägerin (aalglatt-eisiges Karriere-Biest: Tilda Swinton) Aussagen. Bald darauf liegt Edens tot im Badezimmer und steht Claytons Limousine in Flammen. Ein Thriller also... ja - und überaus clever und vertrackt konstruiert obendrein. Doch da ist mehr, so etwas wie Gewissen, geht es doch auch um die Umwelt, wie wir heute mit ihr umgehen und wie wir sie zukünftigen Generationen überlassen werden. Da kommt der Einzelne wieder ins Spiel, der seinen Beitrag leisten muss, wie der gewohnt scheinbar schwerelos aufspielende George Clooney und eben auch der von ihm brillant interpretierte Advokat des Teufels. geh.

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Info

Plakat des Films: Michael Clayton
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 28.02.2008

USA 2007

Länge: 2 h 0 min

Genre: Drama

Originaltitel: Michael Clayton

Regie: Tony Gilroy

Drehbuch: Tony Gilroy

Musik: James Newton Howard

Produktion: Sydney Pollack, Kerry Orent, Jennifer Fox, Steven Samuels

Kostüme: Sarah Edwards

Kamera: Robert Elswit

Schnitt: John Gilroy

Ausstattung: Kevin Thompson

Website: http://www.michaelclayton.film.de

Auszeichnungen

1 Oscar: