Zu Herzen gehende Tragikomödie über eine Regisseurin, die mitten während Dreharbeiten mit dem bevorstehenden Tod ihrer Mutter konfrontiert wird.

Kinostart: 19.11.2015

Margherita Buy

Margherita Buy
als Margherita

John Turturro

John Turturro
als Barry Huggins

Giulia Lazzarini
als Ada

Nanni Moretti
als Giovanni

Beatrice Mancini
als Livia

Stefano Abbati
als Federico

Enrico Iannello
als Vittorio

Anna Bellato
als Schauspielerin

Toni Laudadio
als Produzent

Lorenzo Gioielli
als Übersetzer

Pietro Ragusa
als Regieassistent

Tatiana Lepore
als Sekret

Monica Samassa

Domenico Diele
als Giorgio

Renato Scarpa
als Luciano

Handlung

Eine engagierte Regisseurin arbeitet an einem ernsten Sozialdrama über die Schließung einer Fabrik und muss sich dabei mit den Marotten des für die Hauptrolle extra aus Hollywood eingeflogenen amerikanischen Stars Barry Huggins herumschlagen, der ihr das Leben schwer macht und an ihrem künstlerischen Selbstverständnis zweifeln lässt. Völlig aus dem Gleichgewicht gerät sie, als die Lungenentzündung ihrer Mutter, einer angesehenen Lateinlehrerin, sich nicht einfach nur als kurze Episode erweist.

Kritik

Zu Herzen gehende Tragikomödie über eine Regisseurin, die mitten während Dreharbeiten mit dem bevorstehenden Tod ihrer Mutter konfrontiert wird.

Nach ein paar eher weniger überzeugenden Arbeiten, zuletzt "Habemus Papam" im Jahr 2011, markiert "Mia madre" für Nanni Moretti eine Rückkehr zu alter Form. Der Film ist - wie einige seiner besten Arbeiten, z. B. "Liebes Tagebuch" - gnadenlos autobiographisch und dreht sich um Morettis widerstrebende Gefühle, als er während der Arbeiten an einem Film mit dem bevorstehenden Tod seiner Mutter, einer angesehenen Lateinlehrerin, konfrontiert wurde.

Morettis Ehefrau Margherita Buy spielt hier das Alter ego ihres Gatten, eine engagierte Regisseurin, die an einem ernsten Sozialdrama über die Schließung einer Fabrik arbeitet und sich mit den Marotten des für die Hauptrolle extra aus Hollywood eingeflogenen amerikanischen Star Barry Huggins - sehr witzig und mit Freude an der Überzeichnung: John Turturro - herumschlagen muss. Völlig aus dem Gleichgewicht gerät sie, als die Lungenentzündung ihrer Mutter sich nicht einfach nur als kurze Episode erweist.

Sehr geschickt hält Moretti in seiner Geschichte eines jeden Halt verlierenden Künstlers die Balance zwischen komischen und ernsten Szenen. Er hat Zeit, sich über Hollywood lustig zu machen, gleichzeitig aber auch seine anhaltende Liebe für das Kino zu bekennen. Und sich dann in den entscheidenden Momenten ganz unmittelbar damit auseinanderzusetzen, was es bedeutet, wenn man seine Eltern verliert. Der Film ist nicht immer hundertprozentig überzeugend, aber er kulminiert in einer wirklich beachtlichen Szene, als die Regisseurin mitten im Dreh einer wichtigen Szene die Nachricht erhält, dass die Zeit ihrer Mutter gekommen ist. Da geht "Mia madre" einem genauso ans Herz wie seinerzeit Morettis Cannes-Gewinner "Das Zimmer meines Sohnes". ts.

Wertung Questions?

FilmRanking: 1198 -19

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 19.11.2015

Italien/Frankreich 2015

Länge: 1 h 52 min

Genre: Drama

Originaltitel: Mia madre

Regie: Nanni Moretti

Drehbuch: Valia Santella, Francesco Piccolo, Nanni Moretti

Produktion: Domenico Procacci, Nanni Moretti

Kostüme: Valentina Taviani

Kamera: Arnaldo Catinari

Schnitt: Clelio Benevento

Ausstattung: Paola Bizzarri

Website: http://www.miamadre-film.de