Turbulente und bisweilen bitterböse Familien- und Beziehungskomödie mit der Crème de la Crème der deutschen Schauspieler.

Kinostart: 22.11.2007

Meret Becker
als Pauline

Rainer Sellien
als Erich

Roeland Wiesnekker
als Andi

Rosa Enskat
als Eva

Andreas Windhuis
als Gunnar

Ursula Doll
als Anne

Alexandra Neldel
als Isabell

Petra Kelling
als Inge

Feo Aladag
als Helena

Bjarne Mädel
als Max

Eva Löbau
als Carina

Paula Knüpling
als Liselotte

Carl Hemprich
als Richard

Antonia Felgner
als Johanna

Lea Müller
als Emilie

Alexander Türk
als Daniel

Matthias Matschke
als Thomas

Die Handlung von Meine schöne Bescherung

Sara (Martina Gedeck) lebt glücklich mit ihrem vierten Ehemann Jan (Heino Ferch) und dessen Sohn aus erster Ehe zusammen, sowie ihren eigenen drei Kindern, die von drei verschiedenen Männern stammen. Da Weihnachten vor der Tür steht, lädt sie kurzerhand ihre gesamten Ex-Partner nebst familiärem Anhang ein. Der entsetzte Jan kann nicht verhindern, dass ein Abend voller Gemeinheiten seinen Lauf nimmt, an dessen Höhepunkt Sara ihre Schwangerschaft erklärt. Sie ahnt nicht, dass Jan als Vater ausscheidet.

Vanessa Jopp

Sara lebt mit ihrem vierten Ehemann Jan und ihren und seinen Kindern aus den vorherigen Ehen zusammen. Mit der Harmonie in der Patchwork-Familie ist es vorbei, als Sara zu Weihnachten all ihre Exe samt Anhang einläd. Zum Eklat kommt es, als sie ihre Schwangerschaft verkündet, denn Jan kann nicht der Vater sein.

Sara lebt mit ihrem vierten Ehemann Jan und ihren und seinen Kindern aus den vorherigen Ehen zusammen - ein weiteres Kind soll noch dazukommen, von Jan. Mit der Harmonie in der Patchwork-Familie ist es vorbei, als Sara auf die Idee komt, zu Weihnachten all ihre Ehemaligen samt Anhang einzuladen. Das führt zu diversem Knatsch und einigem Chaos. Zum Eklat kommt es dann allerdings, als sie ihre Schwangerschaft verkündet. Denn Jan kann nicht der Vater sein - er ist längst steril.

Kritik zu Meine schöne Bescherung

Zwischen kruder Klamotte und köstlicher Komödie feiert Vanessa Jopp Weihnachten, das Fest der Liebe, mit bösen Sticheleien, großen und kleinen Gemeinheiten.

"Ihr Kinderlein kommet, oh kommet doch all!" tönt es durchs Haus und Sara fühlt sich rundum glücklich. Fast. Denn sie lebt "nur" mit ihren drei Kindern von drei verschiedenen Männern und dem Spross ihres derzeitigen Gatten Jan. Von dem möchte sie auch noch Nachwuchs. Der steht zwar auf wilden Sex im Kleiderschrank, aber nicht auf Zeugung. Erst einmal träumt er von einem gemütlichen Weichnachtsfest. Doch das Vollweib hat als (böse) Überraschung die Väter ihrer Kinder und seine Ex - alle samt neuem Anhang - zum festlichen Mahl geladen. Da knirscht und kracht es bei Truthahn, Kartoffelsalat, Würstchen und Wein zwischen den Beziehungsgeschädigten, und als die gebärfreudige Hausherrin vor versammelten Gästen Jan ein besonderes Geschenk präsentiert, nämlich ihre Schwangerschaft, gerät der Heilige Abend vollends aus den Fugen. Was Sara nicht wusste: der "Vater" ist sterilisiert! Vanessa Jopp ("Engel und Joe", "Komm näher") zeigt sich von einer ganz anderen Seite, haut kräftig auf die Humorpauke und unterhält mit Slapstick-Einlagen an der Grenze zum Klamauk. Jede(r) in dem verrückten Haufen möchte eine Rechnung begleichen. Männer saufen, raufen und reden (in der Sauna) miteinander, Frauen ziehen übereinander her und plappern, was das Zeug hält. Wenn ein fulminant komischer Heino Ferch der durchtriebenen Jasmin Tabatabai sein Geheimnis anvertraut, wissen die Anwesenden schnell, was Sache ist. Ohne Worte. Die Schnipp-Schnapp-Fingerbewegung wird zum Running Gag. Dass dann der nachbarliche Weihnachtsmann sich mit Whisky tröstet, ein dröger Hetero sich als scharfer Schwuler outet oder zwei Ladies turtelnd in der Besenkammer verschwinden, zählt zu den kleineren Störungsfällen. Viel größer sind die Wutausbrüche und psychologischen Giftpfeile, die Eifersüchteleien und Missverständnisse - bestens inszeniert mit richtigem Timing, intelligentem Witz und viel Gefühl. Fröhlichkeit und Verzweiflung prägen die moderne Patchwork-Familie. In der Neu-Verfilmung der schwedischen Komödie "In Bed with Santa" geht es hart und herzlich zu, aber nicht fair. Eine umwerfende Martina Gedeck als komplexe Frauenfigur mit ungezähmten Muttertrieb strahlt Anachronismus, Zeitlosigkeit und sympathische Unperfektheit aus. Das Ensemble, darunter die heulende Meret Becker, überzeugt vollends. Das Schönste an diesem chaotischen Heiligen Abend: Wir dürfen so richtig ablachen, ohne uns genieren zu müssen. Diese leider seltene Gelegenheit im deutschen Film darf man sich nicht entgehen lassen. mk.

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Info

Plakat des Films: Meine schöne Bescherung
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 22.11.2007

Deutschland 2007

Länge: 1 h 33 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Meine schöne Bescherung

Regie: Vanessa Jopp

Drehbuch: Monica Rolfner

Musik: Loy Wesselburg

Produktion: Manuela Stehr

Kostüme: Guido Maria Kretschmer

Kamera: Hans Fromm

Schnitt: Brigitta Tauchner

Ausstattung: Peter Menne

Website: http://www.meineschoeneBescherung.de