Sequel des Comedy-Hits "Meine Braut, ihr Vater und ich", das nun die Eltern des Bräutigams in den Vordergrund rückt.

Kinostart: 17.02.2005

Robert De Niro

Robert De Niro
als Jack Byrnes

Ben Stiller

Ben Stiller
als Greg Focker

Dustin Hoffman

Dustin Hoffman
als Bernie Focker

Barbra Streisand
als Roz Focker

Blythe Danner
als Dina Byrnes

Teri Polo
als Pam Byrnes

Tim Blake Nelson
als Officer Le Flore

Alanna Ubach
als Isabel

Kali Rocha
als Flugbegleiterin

Owen Wilson
als Kevin Rawley

Jack Plotnick
als Autoverleih-Angestellter

Shelley Berman
als Richterin Ira

Ray Santiago
als Jorge Villalabos

Spencer Pickren
als Little Jack

Bradley Pickren
als Little Jack

Dorie Barton
als Airline-Angestellte

Handlung

Gerade erst hat er sich mühsam zum Ja-Wort für den neuen, ungeliebten Schwiegersohn, einen Krankenpfleger mit dem schönen Familiennamen Focker (Ben Stiller), durchgerungen, da wartet schon die nächste Heimsuchung auf Jack Byrnes (Robert De Niro), seines Zeichens emigrierter CIA-Weißkappenmann, der vom Mausen nicht lassen kann. Es gilt, ein Wochenende bei Fockers Eltern zu überstehen: Er ist ein emotional hingabebereiter Hausmann (Dustin Hoffman), sie eine kaum minder kontaktfreudige Sexualtherapeutin (Barbra Streisand). Jacks Verdacht, Schwiegersohn Greg könnte ein uneheliches Kind fabriziert haben, hilft der Harmonie nur wenig.

Alle aus dem Vorgänger bekannten Gesichter und noch ein paar mehr sind wieder zur Stelle beim zweiten Teil des Weltanschauungsfamilienkrieges aus der pointierten, den Tiefschlag nicht scheuenden Feder von Jay Roach.

Mit Ach und Krach hat sich der tollpatschige Greg Focker die verhaltene Akzeptanz seines zukünftigen Schwiegervaters Jack Byrnes erkämpft. Nun ist Greg sehr darauf erpicht, dass seine Eltern beim ersten Zusammentreffen mit den Byrnes' einen guten Eindruck machen. Als Ex-CIA-Agent Byrnes zusammen mit Ehefrau, Tochter und Enkelsohn bei den Fockers eintrifft, wird offenbar, dass die Kontraste zwischen den Familien nicht krasser sein könnten.

Das Ehepaar Focker freut sich, erstmals die Schwiegereltern ihres geliebten Sohnes Greg kennen zu lernen. Wie befürchtet geraten sich die Späthippies, er gutmütiger Hausmann, sie quirlige Senioren-Sex-Therapeutin, schon bald ob des Wohls ihres geliebten "Bubele" mit dem erzkonservativen Kontrollfreak Jack in die Haare. Zumal der prüde Geheimniskrämer noch immer von der Jungfräulichkeit seiner Tochter überzeugt ist, deren verheimlichte Schwangerschaft den ohnehin problembeladenen Eltern-Besuch noch weiter kompliziert.

Kritik

Drei Jahre nachdem Ben Stiller von Robert De Niro in dem satirischen Slapstickhit "Meine Braut, ihr Vater und ich" als potentieller Schwiegersohn penibel durchleuchtet wurde, wird die Inspektion diesmal auf die Eltern des Bräutigams ausgeweitet. Dank eines brillanten Casting-Coups handelt es sich dabei um Dustin Hoffman und Barbara Streisand, die (sich) als liberal-aufgeschlossene jüdische Hippies amüsieren. Ein krude-komischer Kollisionskurs mit den konservativ-zugeknöpften Brauteltern ist vorprogrammiert - was ganz nach dem Geschmack des Publikums ist, was die hervorragenden Zahlen am US-Boxoffice belegen.

Nur mit Ach und Krach hatte der tollpatschige Greg Focker (Stiller) am Ende des Originals nach einem Lachmuskel quälenden Malheures-Marathon schließlich die verhaltene Akzeptanz seines zukünftigen Schwiegervaters Jack Byrnes (De Niro) erkämpft. Daher ist Greg in der Fortsetzung sehr darauf erpicht, dass seine Eltern beim ersten Zusammentreffen mit den Byrnes' einen guten Eindruck machen. Da die Fockers in Florida wohnen, beschließt Ex-CIA-Agent Jack die Reise samt seiner Frau Dina (Blythe Danner erneut vorwiegend dezent im Hintergrund), seinem angebeteten Enkelsohn Little Jack (von den supersüßen Zwillingen Spencer und Bradley Pickren dargestellt), seiner Tochter Pam (Teri Polo) und Greg in seinem Luxuswohnwagen anzutreten. Als sie beim idyllischen Inselanwesen der Fockers eintreffen, wird offenbar, dass die Kontraste zwischen den Familien nicht krasser sein könnten: Bernie Focker (Hoffman gibt sich locker-jugendlich) begrüßt seine Gäste nach einer Capoeira-Einlage schwitzend im offenen Hemd wie uralte Bekannte, die er zu Gregs Entsetzen sogleich eifrig mit intimen Details ins Vertrauen zieht. Mutter Roz ("Funny Girl" Streisand hat sichtlich Spaß in ihrem ersten Filmpart seit neun Jahren), die in ihrem Haus als Sextherapeutin für Senioren tätig ist, versucht zumindest den Anstrich von Gutbürgerlichkeit zu geben. Doch sie und Bernie gebärden sich immer noch wie verliebte Teenager, was beim erzkonservativen und verklemmten Jack natürlich auf Verdruss stößt, der sich im Verlauf des Besuchs aufgrund nicht abreißender Focker-Faux-Pas ins Grenzenlose steigert.

Regisseur Jay Roach arbeitet erneut mit einer Drehbuchvorlage von Jim Herzfeld und John Hamburg. Die beiden ließen sich deutlich vom Original inspirieren und bauen ein paar der bereits bekannten Gags, wie gleich zwei unfreiwillige Verhöre von Greg durch Jack, ein, Zudem gibt es ein Wiedersehen mit dem Klo spülenden Kater und zum Abschluss des Films Owen Wilson als Pams salbungsvollem Exfreund. Bad-Taste-Unappetitlichkeiten werden nicht ausgespart und umfassen das Trinken von abgefüllter Brustmilch und eine getrocknete Vorhaut im Fonduetopf. Ansonsten kriegen die Macher nicht genug von infantilen Sexgags: Über lüsterne Senioren oder Jacks Einsatz einer künstlichen Brust zum Stillen seines Enkels muss man schon lachen können, wenn man hier auf seine Kosten kommen will. Stiller hält sich diesmal insgesamt ein wenig zurück. Da er die Bühne gleich drei ausgesprochen gut aufgelegten Leinwandlegenden überlässt, stört das nicht weiter. Das Trio und die sehr entspannte, familiäre Atmosphäre lassen spielend über so manche Plotschwäche hinwegsehen. Ein garantierter Monsterhit, der auch in Deutschland den Geschmack eines sehr breiten Publikums treffen wird! ara.

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Info

Plakat des Films: Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 17.02.2005

USA 2004

Länge: 1 h 55 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Meet the Fockers

Regie: Jay Roach

Drehbuch: James Herzfeld, John Hamburg

Musik: Randy Newman

Produktion: Robert De Niro, Jon Poll, Jane Rosenthal, Jay Roach

Kostüme: Carol Ramsey

Kamera: John Schwartzman

Schnitt: Lee Haxall, Jon Poll

Ausstattung: Rusty Smith, Andrew Neskoromny

Website: http://www.meine-frau-ihre-schwiegereltern-und-ich.de/