Französische Komödie von Anne Fontaine ("Coco Chanel") in der Isabelle Huppert in einen eigentlich völlig unpassenden Mann verliebt.

Kinostart: 12.01.2012

Virginie Efira
als Julie

Corentin Devroey
als Tony

Donatien Suner
als Adrien

Aurélien Recoing
als Thierry

Eric Berger
als S

Philippe Magnan
als Direktor

Bruno Podalydès
als Marc-Henri

Samir Guesmi
als Sozialamtpr

Françoise Miquelis
als Psychologe

Jean-Luc Couchard
als Milou

Emilie Gavois Kahn
als Sylvie

Valérie Moreau
als Evelyne

Antoine Blanquefort
als stellvertretender B

Hiroshi Sugimoto

Handlung

Die großbürgerliche Galeriebesitzerin, deren Beziehung zum feinsinnigen Lebensgefährten schon lange erkaltet ist, trifft auf einen Superproll, der gern mit vollbusigen Weibern das Laken teilt. Durch ihre Kinder kommen sie notgedrungen in Kontakt, bald renoviert er die Wohnung und bringt Unordnung in ihre geordnete Existenz. Während die Kids sich anfreunden, ihr Partner durch Anregung des ungebetenen Gastes sich im Fremdgehen übt, kommen sich Madame und Macho bei Hochprozentigem näher und bald gehen alle Vorsätze und Regeln flöten.

Eine großbürgerliche Galeriebesitzerin trifft auf einen Superproll, der gern mit vollbusigen Weibern das Laken teilt. Durch ihre Kinder kommen sie notgedrungen in Kontakt, bald renoviert er die Wohnung und bringt Unordnung in ihre geordnete Existenz. Während die Kids sich anfreunden, ihr Partner durch Anregung des ungebetenen Gastes sich im Fremdgehen übt, kommen sich Madame und Macho bei Hochprozentigem näher, und bald gehen alle Vorsätze und Regeln flöten.

Großbürgerliche Galeriebesitzerin trifft zufällig auf mackerhaften Superproll, woraus sich eine unerwartete Liebesgeschichte entspinnt. Mixtur aus Lovestory, Satire und Drama, in der sich Isabelle Huppert und Benoit Poelvoorde genussvoll die Bälle zuspielen.

Kritik

Upper Class trifft Prekariat: Isabelle Huppert und Benoît Poelvoorde verlieben sich trotz sozialer Unterschiede.

"Wieviele Schubladen braucht Madame für Ihre Höschen?" Eine impertinente Frage, aber typisch für den Kerl mit Hang zum Dosenbier, der die Dame mit Faible für Champagner zur Weißglut bringt. Sie wohnt schick mit Lebenspartner und Sohnemann gegenüber vom Jardin du Luxembourg, er haust mit Filius in einem Wohnwagen, sie leitet eine Galerie für Moderne Kunst, er jobbt und lebt von Vater Staat. Bei ihr herrscht im Bett Eiszeit, er zieht durch die Betten. Zwischen ihnen gibt es keine Verbindung, jedenfalls nicht im wahren Leben. Auf der Leinwand dagegen prallen die Gegensätze mit Wucht aufeinander.

Isabelle Huppert als mondäne Agathe muss sich nicht anstrengen, die bürgerliche Zicke zu spielen, die indigniert auf Benoît Poelvoorde als Superproll Patrick reagiert, der gerne einen über den Durst trinkt, auf vollbusigen Damen herumturnt und als alleinerziehender Vater ziemlichen Murks baut. Nicht nur dass sich die Kids anfreunden, der ungehobelte Unhold renoviert die Wohnung, spornt sogar ihren feinsinnigen Gefährten und arrivierten Lektor zum Fremdgehen mit einer Vegetarierin an, für die ein lauer Hibiskustee anregender ist als ein alter Brandy. Bei Hochprozentigen nach einer Vernissage kommen sich dann Madame und Macho näher. Zwar ist von der ersten Sekunde an klar, dass die beiden sich nach einigen Turbulenzen finden, aber das Wie ist entscheidend. Und das inszeniert Anne Fontaine als Tornado.

Am Beginn steht wie bei einer guten kultivierten Komödie nicht die Lust, sondern die Abwehr, die sich in Leidenschaft wandelt. Auch wenn die beiden Figuren manchmal nah an die Grenze zur Karikatur geraten und jedes Vorurteil zu mehr als 100 Prozent erfüllen, schafft Fontaine die souveräne Grenzwanderung zwischen den Gegensätzen - die kontrollierte und ambitionierte Intellektuelle, der chaotische und sinnliche Bauchtyp. Trotz aller Klischees dominiert eine ungewohnte Offenheit und Ehrlichkeit, beide im Innersten verletzliche Personen bleiben sich treu. Während bei Cédric Klapisch in "Mein Stück vom Kuchen" die da unten (in Belgien) und die da oben (in Fankreich) sich nur wie Tangenten berühren und wieder auseinanderdriften, gelingt hier die (Mes)Alliance. Huppert und Poelvoorde bilden mit André Dussolier als ausgebootetem Dritten in diesem bunten Kessel aus Love-Story, Satire, Drama eine fantastisches Trio Infernal. Lachen ohne Gewissensbisse erlaubt. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 12.01.2012

Frankreich 2011

Länge: 1 h 40 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Mon pire cauchemar

Regie: Anne Fontaine

Drehbuch: Anne Fontaine, Nicolas Mercier

Musik: Bruno Coulais

Produktion: Bruno Pésery, Philippe Carcassonne, Jérôme Seydoux, Francis Boespflug

Kostüme: Catherine Leterrier, Karen Muller-Serreau

Kamera: Jean-Marc Fabre

Schnitt: Luc Barnier, Nelly Ollivault

Ausstattung: Olivier Radot

Website: http://www.mein-liebster-alptraum.de

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