Dramödie um einen Antiquitätenhändler, der feststellen muss, dass er ein Leben ohne Freunde lebt.

Kinostart: 06.12.2007

Daniel Auteuil

Daniel Auteuil
als Fran

Dany Boon

Dany Boon
als Bruno Bouley

Julie Gayet

Julie Gayet
als Catherine

Jacques Mathou
als M. Bouley

Marie Pillet
als Mme Bouley

Julie Durand
als Louise Coste

Elizabeth Bourgine
als Julia

Henri Garcin
als Etienne Delamotte

Jacques Spiesser
als Letellier

Handlung

Der erfolgreiche Antiquitätenhändler François (Daniel Auteuil) ist ein rettungsloser Workaholic, der sich für nichts außer sein Metier interessiert. Bis ihn seine Geschäftspartnerin Catherine (Julie Gayet) damit konfrontiert, er habe keine Freunde. Entrüstet schließt François mit ihr eine Wette ab, binnen 10 Tagen seinen besten Freund zu präsentieren. Doch die Anschuldigungen sind begründet: In ganz Paris will sich niemand zu ihm bekennen. Taxifahrer Bruno (Dany Boon) verspricht ihm beizubringen, wie man Freunde gewinnt.

Von leichter Hand inszeniertes Drama von Patrice Leconte ("Der Mann der Friseuse"), das in Frankreich ein Millionenpublikum begeisterte. Feinsinnig und mit stillem Humor beobachtet Leconte die Identitätssuche und späte Kurskorrektur im Leben seines Protagonisten.

Der egoistische Antiquitätenhändler Francois lebt nur für seine Arbeit, bis er mit seiner Kollegin Catherine eine Wette abschließt und ihr in zehn Tagen einen besten Freund präsentieren soll. Doch in Paris will er einfach niemanden finden, der sich von ihm als Freund bezeichnen lassen will, bis er auf den Taxifahrer Bruno stößt, der sich bereit erklärt, dem Mann beizubringen, wie man Freunde gewinnt.

Der egoistische Antiquitätenhändler Francois lebt nur für seine Arbeit. Selbst in seinem Bekanntenkreis ist man überzeugt, dass er keinen echtne Freund hat. Also schließt Francois mit seiner Kollegin Catherine eine Wette ab und soll ihr in zehn Tagen einen besten Freund präsentieren. Doch in Paris will er einfach niemanden finden, der sich von ihm als Freund bezeichnen lassen will. Bis er auf den liebenswerten Taxifahrer Bruno stößt, der sich bereit erklärt, dem Unsympathen beizubringen, wie man Freunde gewinnt.

Kritik

Was ist ein bester Freund und wie finde ich ihn? Dieser Frage geht Patrice Leconte mit wunderbaren Schauspielern, Humor, Warmherzigkeit und Originalität nach.

Für den skrupellosen Antiquitätenhändler François läuft alles bestens. Sein Terminkalender ist randvoll, fast täglich Geschäftsessen, eine pflegeleichte Frau, die kommt und geht wie er will. Sentimentalität kennt er nicht. Dass ausgerechnet er bei einer Auktion für sündteures Geld eine Vase ersteigert, die Achilles aus Trauer um seinen toten Freund Patroklus mit Tränen füllte, erstaunt nicht nur seine Geschäftspartnerin, die sich nicht vorstellen kann, dass bei François' Tod auch nur ein Mensch eine Träne verdrückt. Sie schließen eine Wette ab: In zehn Tagen soll er ihr seinen "besten Freund" präsentieren oder die Vase gehört ihr. Flugs erstellt der Geschäftsmann eine Liste von so genannten "Freunden". Schon beim ersten beißt er auf Granit, man sei Konkurrenten, so die kühle Aufklärung. Lehrbücher, Anrufe beim Psychologen und Besuche einschlägiger Veranstaltungen bleiben erfolglos. Kein Buddy weit und breit. Nur der kauzige Taxifahrer, der davon träumt, bei einer Ratesendung mitzumachen, hat uneigennützig ein Ohr für seine Sorgen und verrät ihm die nötigen Eigenschaften um Freunde zu bekommen: sympathisch, freundlich, aufrichtig. Unter seiner Anleitung legt der Kunstexperte los und muss einen Dämpfer nach dem anderen einstecken, selbst die Lokalrunde kommt nicht an. Freundschaft ist eben nicht käuflich.

Mit zärtlichem Blick zeichnet Patrice Leconte die Annäherung zwischen den grundverschiedenen Männern, die ihre Einsamkeit kaschieren - der eine durch ständige Flucht in die Arbeit, der andere durch unerschütterliche Freundlichkeit. Kein konventionelles Heldengespann, sondern ein Duo mit Ecken und Kanten. Der Knackpunkt der Dramödie ist die Unfähigkeit des im Leben reüssierten Protagonisten, ohne Kalkül auf einen anderen Menschen einzugehen, immer nur eine emotionale Kosten-Nutzen-Rechnung zu betreiben - typisch für unsere Zeit. Ein guter Griff sind die Schauspieler: Kein unattraktiver Muffel spielt den egozentrischen Intellektuellen (der sogar die Beerdigung nutzt, um der Witwe eine alte Kommode abzuschwatzen), sondern ein vordergründig offener und charmanter Daniel Auteuil, der in dem pausenlos strahlenden und offenherzigen Naivling Dany Boon Gegensatz und Ergänzung findet. Gemeinsam einsam. Tragik und Komik menschlicher Existenz liegen bei diesem bewegenden Thema nahe beieinander. Und wenn am Ende der originellen Fabel über Freundschaft der einfache, gesellige Kerl und der arrogante Pariser Snob sich ohne Wenn und Aber akzeptieren, dann hat Patrice Leconte mal wieder seinen sicheren Instinkt für erlesene Charakterzeichnung bewiesen. mk.

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Info

Plakat des Films: Mein bester Freund

Kinostart: 06.12.2007

Frankreich 2006

Länge: 1 h 34 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Mon meilleur ami

Regie: Patrice Leconte

Drehbuch: Jérôme Tonnerre, Patrice Leconte

Musik: Xavier Demerliac

Produktion: Olivier Delbosc, Marc Missonnier

Kostüme: Annie Périer

Kamera: Jean-Marie Dreujou

Schnitt: Joëlle Hache