Unkonventionelles, kraftvoll-sperriges Westerndrama über die Reise dreier Familien durch die Weite der Prärie.

Kinostart: 10.11.2011

Michelle Williams

Michelle Williams
als Emily Tetherow

Bruce Greenwood

Bruce Greenwood
als Stephen Meek

Will Patton

Will Patton
als Soloman Tetherow

Zoe Kazan
als Millie Gately

Paul Dano
als Thomas Gately

Shirley Henderson
als Glory White

Neal Huff
als William White

Tommy Nelson
als Jimmy White

Rod Rondeaux
als Der Indianer

Handlung

1845 kämpfen sich drei Ehepaare mit ihren Planwagen durch die Wüsten und Berge des amerikanischen Nordwestens. Wachsende Zweifel machen sich immer stärker auf der beschwerlichen Reise bemerkbar, denn Stephen Meek, der die Gruppe nach Oregon bringen soll, erweist sich als Führer, der die Orientierung verloren hat. Pioniersfrau Emily misstraut Meek von Beginn an, rät in der ausweglosen Situation schließlich dazu, einem Fremden zu folgen, den nur sie bisher als Menschen wahrgenommen hat - einem gefangenen Indianer.

1845 kämpfen sich drei Ehepaare mit ihren Planwagen durch die Wüsten und Berge des amerikanischen Nordwestens. Wachsende Zweifel machen sich immer stärker auf der beschwerlichen Reise bemerkbar, denn Stephen Meek, der die Gruppe nach Oregon bringen soll, erweist sich als Führer, der die Orientierung verloren hat. Pioniersfrau Emily misstraut Meek von Beginn an, rät in der ausweglosen Situation schließlich dazu, einem Fremden zu folgen, den nur sie bisher als Menschen wahrgenommen hat - einem gefangenen Indianer.

Mitte des 19 Jahrhunderts reisen drei Familien durch die Weite der Prärie und verlieren das Vertrauen in ihren Führer. Stimmungsvolles Kino-Westerndrama ohne die gängigen Genrezutaten, dafür mit klugem Buch und kraftvollen Bildern.

Kritik

Kelly Reichardts dritter Spielfilm ist Pionierarbeit - ein authentischer, aus der Perspektive von Frauen erzählter Western über einen verirrten Planwagenzug.

2010 zog Reichardt mit ihrer Low-Budget-Produktion von Festival zu Festival und erntete auf dieser Tour, was den Protagonistinnen ihres Trecks versagt blieb: Anerkennung. Verdient hatte sie sich diese mit einem realistischen Gegenentwurf zu romantisierenden Western, in denen Männer führen und das Land wie auch die Frauen dominieren. "Meek's Cutoff" bedient keines dieser Klischees, erzählt von drei Paaren, die 1845, in den frühen Tagen des Oregon-Trails, versuchen, sich mit ihren Planwagen einen Weg durch Berge und Wüsten zum Pazifischen Nordwesten zu bahnen. Ihr Führer, sein Versagen und der gemeinsame Kampf gegen Durst, Hunger und Orientierungslosigkeit, sind authentisch und Basis für ein minimalistisches Drehbuch, das die Eroberung des Landes einmal als Kapitulation davor beschreibt und den Mythos des Mannes als Autorität entzaubert.

Von Beginn an misstraut Michelle Williams' Hauptfigur Emily Joseph Meek (Bruce Greenwood) und seinen abenteuerlichen Anekdoten, steht stellvertretend für die vielen hart arbeitenden Frauen, denen der Western selten eine Stimme gab. Reichardt zeigt das entbehrungsreiche Leben dieser Phantome in all seiner Nüchternheit und Monotonie - distanziert von den Gesprächen und Entscheidungen ihrer Männer, aber ohne einen anklagenden Ton, der sich allein auf Meek beschränkt. Dessen Überheblichkeit und titelgebende Abkürzung bringt die kleine Gruppe in größere Gefahr als die gefürchteten Indianer. Als man tatsächlich einem von seinem Stamm getrennten Einzelgänger begegnet, kommt größere Intensität in den Film, spitzt sich der Konflikt darauf zu, ob das vermeintliche Monstrum als Mensch erkannt und ihm Vertrauen entgegengebracht werden kann. Reichardts Indianer ist kein Mann der Aktion, sondern ein stiller Beobachter mit Geheimnissen. Ihr Film ist das insgesamt auch, stellt mit wenigen Worten und Schnitten in langen Einstellungen den Menschen als verlorenen Besucher in weiten Landschaften aus, kontrastiert diese mit dem klaustrophobischen Bildformat von 1.33:1, das Hollywood lange prägte. Es ist ein schöner, unorthodoxer Film, den man sich erarbeiten muss, aber sehr wohl genießen kann. kob.

Filmvorschläge

Wertung Questions?

FilmRanking: 7909 -2521

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Meek's Cutoff
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 10.11.2011

USA 2010

Länge: 1 h 42 min

Genre: Western

Originaltitel: Meek's Cutoff

Regie: Kelly Reichardt

Drehbuch: Jonathan Raymond

Musik: Jeff Grace

Produktion: Neil Kopp, Anish Savjani, Elizabeth Cuthrell, David Urrutia

Kostüme: Victoria Farrell

Kamera: Chris Blauvelt

Schnitt: Kelly Reichardt

Ausstattung: David Doernberg

Website: http://www.peripherfilm.de/meekscutoff

Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.