Buddy-Komödie um einen Macho-Typ, der Gesangsstunden bei einer Dragqueen nimmt.

Kinostart: 06.07.2000

Robert De Niro

Robert De Niro
als Walt Koontz

Philip Seymour Hoffman

Philip Seymour Hoffman
als Rusty

Barry Miller
als Leonard Wilcox

Chris Bauer
als Jacko

Skipp Sudduth
als Tommy

Scott Cooper
als Ivana

Daphne Rubin-Vega
als Tia

Wilson Jermaine Heredia
als Cha-Cha

Rory Cochrane
als Pogo

Nashom Benjamin
als Amazing Grace

Wanda De Jesus
als Karen

Die Handlung von Makellos

Nachdem der heldenhafte Sicherheitsmann Walt Koontz einen Schlaganfall erlitten hat, überwindet er sich und bittet den singenden Transvestit Rusty, seinen Nachbarn in dem herunter gekommenen Apartmentblock, in dem er lebt, um Gesangsstunden - zur Therapie seiner verloren gegangenen Sprachfähigkeit. Langsam entwickelt sich ein Vertrauensverhältnis zwischen den gegensätzlichen Männern.

Für den durchtrainierten Ex-Sicherheitsbeamten Walt Koontz ist "Mann-Sein" eine Frage der Ehre und sein Nachbar Rusty benimmt sich in seinen Augen äußerst ehrlos. Als Transvestit in Hormonbehandlung trifft der sich regelmäßig mit seinen Drag-Queen-Freunden, um lauthals zu singen. Kein Wunder, dass sich die beiden nicht besonders grün sind. Dann jedoch verliert Walt bei einem Schlaganfall seine Sprechfähigkeit, die er mit Hilfe von Gesangsstunden bei Rusty wiedererlangen soll...

Homophober Ex-Sicherheitsbeamter muss nach einem Schlaganfall Gesangsstunden bei einem Transvestiten nehmen, um die Sprechfähigkeit wiederzuerlangen. Witziges Beziehungsportrait zweier einsamer Männer, das Regisseur Joel Schumacher mit Gangsterplot als Nebenhandlung anreicherte.

Kritik zu Makellos

Joel Schumacher hat sich zuletzt als Regisseur der spezialeffektereichen Popcorn-Unterhaltung "Batman & Robin" und dem zynischen Gewaltthriller "8MM" hervorgetan. Mit der Freundschaftskomödie zwischem einem ultrakonservativem Macho-Mann und einer überkandidelten Drag Queen wendet er sich einem kleinerem Projekt zu. Eigentlich eine Routinegeschichte, ist sie dank der hervorragenden Darstellungen von Robert De Niro ("Reine Nervensache") und Philip Seymour Hoffmann ("Boogie Nights") unbedingt sehenswert.

Schumacher, der hier auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, siedelt sein Beziehungsporträt mit Milieustudien-Einschlag in einem recht abgewrackten Apartmenthotel der Lower East Side an. Die beiden Bewohner, um die der Film kreist, sind der heldenhafte Sicherheitsmann Walt Koontz (De Niro) und die singende Drag Queen Rusty (Hoffman). Beide finden sich am entgegengesetzten Ende ihres Wertesystems und können sich zunächst nicht ausstehen. Nachdem Walt einen Schlaganfall erleidet, springt er über den eigenen Schatten und bittet Rusty, ihm Gesangsunterricht zu geben, um die halbseitige Lähmung seiner Gesichtsmuskeln und die Einschränkung seiner Sprechfähigkeit zu therapieren. Eine stürmische Bekanntschaft entwickelt sich und beide Männer lernen Toleranz. Ein Subplot um das verschwundene Geld eines Unterweltbosses droht fatale Konsequenzen nach sich zu ziehen.

De Niro vermittelt Lähmung und Verbitterung seiner Figur mit einer weiteren schauspielerischen Glanzleistung realitätsgetreu. So echt, daß es manchmal arg schwerfällt, seine wie ein Schlaganfallopfer vorgetragenen, stark genuschelten Dialoge zu verstehen. Die Interaktion zwischen De Niro und dem ebenfalls exzellenten Hoffman sind die Highlights des Films. Letztlich handelt es sich bei ihnen um Männer mittleren Alters, die unter Einsamkeit leiden und sich nach menschlicher Wärme sehnen. Der sich wie ein blutroter, gewalttätiger Faden durch die Geschichte ziehende Gangsterplot unterbricht den Erzählrhythmus eher unvorteilhaft. Darüber wird noch auf Walts Tangoleidenschaft und seine Beziehung zu einer schönen, aber ihn brachial ausnutzenden Tänzerin und Rustys Auftritte im Transvestitenclub und seine traurige Beziehung zu einem Schlägertypen eingegangen. Womit neben ihrer Charakterisierung auch weitere Parallelen zwischen den beiden grundverschiedenen Männern aufgezeigt werden. Das triste Großstadtmilieu zeichnet Schumacher mit einem schmuddeligen Look, wogegen die schillernd-bunten Kostüme als Kontrast eingesetzt werden. So ist "Flawless" zwar wohl kein kommerzieller Publikumsrenner wie etwa "Birdcage" oder politisch anspruchsvoll wie "Der Kuß der Spinnenfrau", doch allemal kurzweilige und streckenweise auch anrührende Unterhaltung. ara.

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Info

Plakat des Films: Makellos

Kinostart: 06.07.2000

USA 1999

Länge: 1 h 52 min

Genre: Drama

Originaltitel: Flawless

Regie: Joel Schumacher

Drehbuch: Joel Schumacher

Musik: Bruce Roberts

Produktion: Robert De Niro, Jane Rosenthal, Joel Schumacher

Kamera: Declan Quinn

Schnitt: Mark Stevens

Ausstattung: Jan Roelfs, Sarah Knowles