30 Jahre nach Ende der ersten Trilogie schickt George Miller seinen schweigsamen Antihelden wieder in den Überlebenskampf, spektakulärer denn je.

Kinostart: 14.05.2015

Szenenbild aus Mad Max: Fury Road mit Tom HardyTom Hardy

Tom Hardy
als Max Rockatansky

Szenenbild aus Mad Max: Fury Road mit Charlize TheronCharlize Theron

Charlize Theron
als Imperator Furiosa

Szenenbild aus Mad Max: Fury Road mit Nicholas HoultNicholas Hoult

Nicholas Hoult
als Nux

Hugh Keays-Byrne
als Immortan Joe

Nathan Jones
als Rictus Erectus

Josh Helman
als Slit

Rosie Huntington-Whiteley
als Splendid

Zoë Kravitz
als Toast

Riley Keough
als Capable

Abbey Lee
als Dag

Courtney Eaton
als Cheedo the Fragile

John Howard
als People Eater

Richard Carter
als Bullet Farmer

Angus Sampson
als Organic Mechanic

Jennifer Hagan
als Miss Giddy

Handlung

Die traumatische Erinnerung an die Vergangenheit will Max Rockatansky nicht loslassen, weshalb er es vorzieht, auf eigene Faust und alleine durch eine Welt nach jeglicher Zivilisation zu ziehen. Widerwillig muss er gemeinsame Sache machen mit einer Gruppe von Überlebenden unter Führung von Furiosa, die in einem eigenen Panzerwagen durch die Einöde steuert. Sie werden gejagt von einem Trupp Wilder, der von Immortan Joe befehligt wird: Er will etwas zurückbekommen. Und dafür sind ihm alle Mittel Recht.

Kritik

30 Jahre nach Ende der ersten Trilogie schickt George Miller seinen schweigsamen Antihelden wieder in den Überlebenskampf, spektakulärer denn je.

Als George Miller das Genre des postapokalyptischen Thrillers 1981 mit "Mad Max II" aus der Taufe hob, zeigte er Bilder, wie man sie noch nie zuvor gesehen hatte, etablierte er Action, wie es sie zuvor noch nicht gab. 34 Jahre später wiederholt der 70-Jährige dieses Kunststück mit der Rückkehr zu der Filmsaga, die den Australier und seinen damaligen Hauptdarsteller Mel Gibson berühmt gemacht hatte. "Fury Road" heißt der vierte Film der Reihe, 30 Jahre nach dem Abschluss der ersten Trilogie. Er macht seinem Titel alle Ehre. Keine Minute ist hier verschwendet, kein Blick, keine Silbe. Es ist ein Film, der immer in Bewegung ist, ein moving picture im wahrsten Sinne des Wortes, das oft über lange Strecken und genial konzipierte und realisierte Actionsequenzen hinweg Vollgas gibt, aber sich doch nie totläuft oder erschöpft oder eintönig wirkt. War die Basis für "Mad Max II" mit seinem ausgedehnten Belagerungsszenario noch "Rio Bravo", so liegt diesem so kühn und wagemutig entworfenen, mit kräftigen Pinselstrichen und Farben gemalten Überlebenskampf vom Ende der Welt unverkennbar ein anderer Western zu Grunde, John Fords "Stagecoach", der seine Figuren durch ein Szenario schickt, als hätte Jodorowsky die Wüste in "Lawrence von Arabien" als psychedelischen Trip gestaltet.

Miller gelingt es bei allen atemberaubenden Kabinettstückchen mit seinen unzähligen schier unfassbaren Stunts, gleichzeitig auch einen geerdeten, überlegten Film zu machen, ein zutiefst menschliches Zeugnis abzulegen, das den Wert des menschlichen Lebens über alles andere stellt. Er schreckt nicht zurück vor den großen aktuellen Themen unserer Zeit - die Zerstörung der Erde, der Schrecken totalitärer Regimes, Feminismus. Aber er macht es immer im Dienst der Geschichte, die alle Regeln des Actionkinos gleichzeitig amplifiziert und auf den Kopf stellt. Denn die eigentliche Hauptfigur dieser Dauerhatz durch eine durch und durch feindliche Welt ist nicht der Titelheld, von Tom Hardy gespielt als von Trauer und Wahnsinn gemarterter Einzelgänger, sondern eine Frau, die todesmutige Imperator Furiosa, gespielt von Charlize Theron als zu allem entschlossene Amazone, die die fünf Ehefrauen des grausamen Tyrannen Immortan Joe aus ihrer Gefangenschaft befreit und an Bord einer fahrenden Festung in eine bessere Welt bringen will. Zu ihnen stößt der ebenfalls versklavte und wie Vieh gehaltene Max, und gemeinsam kämpfen sie sich voran, während Joe alle Truppen mobilisiert, um seine Frauen zurückzubekommen. Die Frauen sind es, die die Zukunft und Hoffnung in sich tragen, während die Männer um sie nur mordende Zombies und Mutanten sind, beseelt von religiösem Furor. Wenige Gesten und Blicke nur braucht Miller, um neue Allianzen zu etablieren, wie die gesamte Geschichte ein Meisterwerk ökonomischer Erzählung ist, um Raum zu schaffen für die ausgedehnten, aber nie ausgewalzten Verfolgungsjagden. Ein Meilenstein des Kinos, weil sich seine Macher nicht damit zufrieden geben, eine gute Geschichte so gut wie möglich zu erzählen, sondern Bilder und filmische Mittel für sie zu finden, die einen Schritt weiter gehen, als 99,99 Prozent aller Filme es tun. ts.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 14.05.2015

Australien/USA 2015

Länge: 2 h 1 min

Genre: Action

Originaltitel: Mad Max: Fury Road

Regie: George Dr. Miller

Drehbuch: George Dr. Miller, Brendan McCarthy, Nick Lathouris

Produktion: George Dr. Miller, Doug Mitchell, P.J. Voeten

Kostüme: Jenny Beavan

Kamera: John Seale

Schnitt: Margaret Sixel

Ausstattung: Colin Gibson, Lisa Thompson

Website: http://www.warnerbros.de/kino/mad_max_fury_road.html

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