Politisch aufgeladener Thriller über eine amerikanische Frau, die nach ihrem von der CIA verschleppten ägyptischen Ehemann sucht.

Kinostart: 22.11.2007

Jake Gyllenhaal

Jake Gyllenhaal
als Douglas Freeman

Reese Witherspoon

Reese Witherspoon
als Isabella Fields El-Ibrahim

Alan Arkin

Alan Arkin
als Senator Hawkins

Peter Sarsgaard
als Alan Smith

Meryl Streep
als Corinne Whitman

Omar Metwally
als Anwar El-Ibrahim

Yigal Naor
als Abasi Fawal

Zineb Oukach
als Fatima Fawal

Mohammed Khouas
als Khalid El Emin

Die Handlung von Machtlos

Als Homeland Security den aus Ägypten stammenden Anwar El-Ibrahimi (Omar Metwally) des Terrorismus verdächtigt, verschwindet er auf einem Flug von Südafrika nach Washington D.C. spurlos: Die CIA verschleppt ihn und bringt ihn in ein geheimes Gefangenenlager außerhalb der USA. Während seine amerikanische Frau Isabella (Reese Witherspoon) ihn verzweifelt sucht, wird El-Ibrahimi beim Verhör gefoltert. Dem wohnt der junge CIA-Analyst Douglas Freeman (Jake Gyllenhaal) bei, der seiner Aufgabe kaum gewachsen ist.

Ein politisch heißes Eisen fasst der für "Tsotsi" mit dem Oscar ausgezeichnete Gavin Hood an, verzichtet aber auf die gängigen Manierismen des Thrillers und bemüht sich um ein subtiles, nicht minder packendes Melodram mit attraktiver Starbesetzung.

Der in Ägypten geborene Anwar El-Ibrahimi wird von der Homeland Security des Terrorismus verdächtigt. Bei einem Flug von Südafrika nach Washington D.C. verschwindet er spurlos - El-Ibrahimi wird von der CIA verschleppt und in ein geheimes Gefangenenlager außerhalb der USA gebracht. Seine amerikanische Frau Izabella nimmt die verzweifelte Suche nach ihm auf, während ein junger CIA-Analyst im Gefangenenlager mit ansehen muss, wie El-Ibrahimi beim Verhör gefoltert wird. Er muss entscheiden, ob er dieses Vorgehen dulden kann, auch wenn damit womöglich Tausende von Menschen gerettet werden.

Der in Ägypten geborene Anwar El-Ibrahimi wird bei einem Flug von Südafrika nach Washington D.C von der CIA verschleppt und in ein geheimes Gefangenenlager außerhalb der USA gebracht. Seine amerikanische Frau Izabella nimmt die verzweifelte Suche nach ihm auf, während ein junger CIA-Analyst im Gefangenenlager mitansehen muss, wie El-Ibrahimi beim Verhör gefoltert wird. Er muss entscheiden, ob er dieses Vorgehen dulden kann, auch wenn damit womöglich tausende von Menschen gerettet werden.

Kritik zu Machtlos

In seinem US-Debüt erweist sich der Südafrikaner Gavin Hood als virtuoser Thriller-Regisseur und exzellenter Analytiker des "War on Terror".

Der Titel dieses brisanten, allzu aktuellen Polit-Thrillers nimmt Bezug auf den Euphemismus "extraordinary rendition", der es der US-Regierung erlaubt, vermeintliche Terroristen in ausländischen Gefängnissen festzuhalten und zu foltern, ohne Angehörige oder gesetzliche Vertreter über deren Verbleib zu informieren. Um so eine solch "außergewöhnliche Urteilsfällung" geht es nun in "Rendition" von Gavin Hood, der schon mit seinem 2005 mit dem Auslands-Oscar ausgezeichneten "Tsotsi" ein politisch heißes Eisen auf die Leinwand brachte. Wohl dank dieses Erfolgs liest sich hier nun die Besetzungsliste wie ein Who's Who des aktuellen Hollywood und selbst in kleineren Parts tauchen prominente Gesichter auf. So zum Beispiel Reese Witherspoon als Isabella, die mehrere Monate schwanger, die Rückkehr ihres arabisch-stämmigen Ehemannes erwartet. Der Chemiker Anwar El-Ibrahimi (Omar Metwally aus "München") hat eine Geschäftsreise nach Südafrika unternommen, das Flugzeug nach Hause in Johannesburg bestiegen, es aber angeblich nie wieder verlassen.

Derweil sprengt sich in einem nordafrikanischen Land ein Selbstmordattentäter in die Luft, ein CIA-Beamter kommt ums Leben und von den Tätern fehlt jede Spur. Bis der Name El-Ibrahimi fällt und der Wissenschaftler sich in einer arabischen Zelle wiederfindet, peinlich befragt vom örtlichen Polizeichef. Dieser arbeitet dem lokalen CIA-Analytiker Freeman (Jake Gyllenhaal) zu, einem Idealisten, der am 12. September 2001 dem Geheimdienst beigetreten ist. "Dies ist meine erste Folter" stellt er erschrocken fest - und sein Unbehagen wächst. Was nicht nur damit zu tun hat, dass er mit einer arabischen Kollegin intim befreundet ist. Kalte Nachrichten paart Hood gekonnt mit Familiengeschichten, während das kluge Skript von Kelley Sane Haken schlägt, zwischen den Kontinenten pendelt und sich chronologischen Zeitabläufen elegant widersetzt. Die viel bemühte Spirale der Gewalt wird vor Augen geführt, einfache Schuldzuweisengen wie auch ein klares Täter-Opfer-Bild sind nicht mehr möglich. Peter Sarsgaard, der als Studienfreund Isabellas auf politischer Ebene deren Interessen vertritt, gefällt als moralisches Gewissen, Meryl Streep gibt gewohnt souverän mit eisigem Lächeln den Südstaaten-Falken und Alan Arkin vollführt als Senator Eiertänze. Im "War on Terror" sind Menschen Kollateralschäden, für die "gerechte Sache" nimmt man Ungerechtigkeiten billigend in Kauf. Bis man den eindringlich spielenden Omar Metwally unter Folter schreien hört. geh.

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Info

Plakat des Films: Machtlos
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 22.11.2007

Südafrika/USA 2007

Länge: 2 h 1 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Rendition

Regie: Gavin Hood

Drehbuch: Kelley Sane

Musik: Paul Hepker, Mark Kilian

Produktion: Steve Golin, Marcus Viscidi

Kostüme: Michael Wilkinson

Kamera: Dion Beebe

Schnitt: Megan Gill

Ausstattung: Barry Robison

Website: http://www.machtlos-derfilm.de