Melodram um eine Frau, die aller Schicksalsschläge zum Trotz ihrem Motto Carpe diem treu und den anderen eine Stütze bleibt.

Kinostart: 30.06.2016

Penélope Cruz

Penélope Cruz
als Magda

Luis Tosar

Luis Tosar
als Arturo

Asier Etxeandía
als Julián

Teo Planell
als Dani

Àlex Brendemühl
als Raúl

Silvia Abascal
als Krankenschwester

Die Handlung von Ma Ma - Der Ursprung der Liebe

Lehrerin Magda hat ihren Job verloren, ihr Gatte sie wegen einer seiner Studentinnen verlassen und dann wird bei ihr noch Brustkrebs diagnostiziert. Sie unterzieht sich einer Mastektomie mit anschließender langwieriger, anstrengender Strahlentherapie. Doch sie gibt nicht auf, kämpft und findet darüber noch einmal die Liebe - in Person von Arturo, Scout bei Real Madrid, dem sie zunächst nach dem Unfalltod von dessen Tochter und Ehefrau Trost spendet. Und dann ist da noch ihr jungenhafter Chirurg Julian, der ihr im Krankenhaus schon mal ein Liedchen trällert.

Kritik zu Ma Ma - Der Ursprung der Liebe

Melodram um eine Frau, die aller Schicksalsschläge zum Trotz ihrem Motto Carpe diem treu bleibt.

Neben Pedro Almodóvar und Álex de la Iglesia gehört Julio Medem zu den zeitgenössischen Vorzeigefilmemachern Spaniens. Ein Festivalliebling ist der Baske, unter anderem für "Die Liebenden des Polarkreises" oder "Lucía und der Sex" prämiert, bekannt für verflochtene, poetische Plots, in denen der Zufall gerne Schicksal spielt. Für "Ma Ma - Der Ursprung der Liebe" hat er sich erstmals mit Oscar-Preisträgerin Penélope Cruz zusammengetan, sie ist im Wortsinn die Seele seines Melodrams, für das sie als Produzentin (mit-)verantwortlich zeichnet.

Das Leben und die Liebe werden gefeiert, während der Tod eine zentrale Rolle spielt. Es gilt glücklich zu sein, erklärt Magda ihrem fußballbegeisterten Sohn, "indem man nur die Dinge tut, die einem Freude bereiten und allem anderen aus dem Weg geht". Leichter gesagt als getan. Die Lehrerin hat gerade ihren Job verloren, ihr Gatte sie wegen einer seiner Studentinnen verlassen und dann wird bei ihr noch Brustkrebs diagnostiziert. Eine Mastektomie ist von Nöten, anschließend eine langwierige, anstrengende Strahlentherapie - mit einer Überlebenschance von etwa 70 Prozent.

Knüppeldick kommt es einmal mehr bei Medem, Schicksalsschlag folgt auf Schicksalsschlag. Magda sollte am Boden zerstört sein. Doch sie gibt nicht auf, kämpft und findet darüber noch einmal die Liebe - in Person von Arturo (Luis Tosar), Scout bei Real Madrid, dem sie zunächst nach dem Unfalltod von dessen Tochter und Ehefrau Trost spendet. Und dann ist da noch ihr jungenhafter Chirurg Julian (Asier Etxeandia), der ihr im Krankenhaus ein Liedchen trällert und sich später bei Magdas Stranderholungsurlaub als Könner in Sachen Herz-Schmerz-Ballade erweist.

Zwei Katastrophen, drei Todesfälle, zig Unwahrscheinlichkeiten. Der Regisseur hält sich bedingungslos an Hitchcocks Maxime, dass Kino nichts für Wahrscheinlichkeitskrämer ist. Als Art Ibero-Variante von Terrence Malicks "Tree of Life" mit Magda als Schöpfungsmutter kann man dieses hoch emotionale Werk lesen. "Carpe diem", "genieße den Tag", könnte der Gefühlsattacke als Motto dienen. Im harten Kontrast dazu stehen die antiseptisch weißen Krankenhausbilder, immer wieder taucht Kameramann Kiko de la Rica ("Oxford Murders") Cruz im bläulich schimmerndes Science-Fiction-Licht, nur um im Gegenschnitt in warmen, flirrenden Sommerbildern zu schwelgen.

Die Optik spiegelt das Wechselbad der Gefühle wider, manchmal ist man mit der Protagonistin den Tränen nah, dann wieder gibt es leichte, fast schwebende Momente der Entspannung. Cruz, eigentlich in jeder Szene präsent, spielt groß und nuanciert auf. Selbst mit Glatze ist sie wunderschön anzusehen, ganz folgerichtig huldigen ihr die (ohnmächtigen) Männer - Tosar gefallt als Stoiker ("Sleep Tight"), Etxeandia als sanfter Hobbybarde -, die sie schützt und stützt obwohl es eigentlich umgekehrt sein sollte. Kitsch und Schmalz paaren sich hier mit (Film-)Kunst - das kann man mögen oder hassen, entziehen kann man sich diesem emotionalen Overkill jedoch sicher nicht. geh.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 30.06.2016

Spanien 2015

Länge: 2 h 3 min

Genre: Drama

Originaltitel: Ma Ma

Regie: Julio Medem

Drehbuch: Julio Medem

Musik: Alberto Iglesias

Produktion: Alvaro Longoria, Penélope Cruz, Julio Medem

Kostüme: Carlos Diez

Kamera: Kiko de la Rica

Schnitt: Julio Medem, Iván Aledo

Ausstattung: Montse Sanz