Diese Neuverfilmung legt ein Augenmerk auf die vielen verschiedenen Facetten des Märchenkönigs der bayerischen Geschichte.

Kinostart: 26.12.2012

Sabin Tambrea

Sabin Tambrea
als Ludwig II., jung

Sebastian Schipper

Sebastian Schipper
als Ludwig II.,

Hannah Herzsprung

Hannah Herzsprung
als Kaiserin Elisabeth von

Edgar Selge
als Richard Wagner

Friedrich Mücke
als Richard Hornig

Justus von Dohnányi
als Johann Lutz

Samuel Finzi
als Lakai Lorenz Mayr

Tom Schilling
als Prinz Otto

Paula Beer
als Sophie Herzogin in Bayern

Uwe Ochsenknecht
als Prinz Luitpold

Peter Simonischek
als Ludwig Freiherr von der Pfordten

Gedeon Burkhard
als Graf Max von Holnstein

Katharina Thalbach
als K

August Schmölzer
als Dr. Bernhard von Gudden

Michael Fitz
als Herzog Maximilian in Bayern

Franz Dinda
als Heinrich Vogel

Volker "Zack" Michalowski
als Fris

André Eisermann
als Karl Hesselschwerdt

Axel Milberg
als K

Christophe Malavoy
als Napoleon III.

August Wittgenstein
als Alfred Graf von D

Bernd Birkhahn
als Otto von Bismarck

Lilly Forgách
als Ludovika Herzogin in Bayern

Gerti Drassl
als Hofdame Matilde

Karl Fischer
als Staatsminister von Bomhard

Anja Kampe
als Malwine Schnorr von Carolsfeld

Wolfgang Schwaninger
als Ludwig Schnorr von Carolsfeld

Martin Petzold
als Joseph Tichatschek

Stefan Merki
als Dr. Franz Xaver von Gietl

Fanny Krausz
als Frieda

Heide Jablonka
als Frau Lutz

Markus Völlenklee
als Pfleger Mauder

Wowo Habdank
als Pfleger Hack

Handlung

Ludwig ist erst 18 Jahre alt, als er zum bayerischen König ausgerufen wird. Der kunstsinnige junge Mann ist voller Idealismus, statt in Kriege will er in Kultur investieren. Als großer Fan seiner Opern, beruft er Richard Wagner an seinen Hof, lässt Schlösser bauen, doch Kriege kann er nicht vermeiden, Bayern erleidet Schlappen in den Auseinandersetzungen mit Preußen und Frankreich. Ludwig zieht sich aus dem öffentlichen Leben zurück, flüchtet sich immer mehr in Traumwelten, während seine Gegner an Macht gewinnen.

Ludwig ist erst 18 Jahre alt, als er zum bayerischen König ausgerufen wird. Der kunstsinnige junge Mann ist voller Idealismus, statt in Kriege will er in Kultur investieren. Als großer Fan seiner Opern beruft er Richard Wagner an seinen Hof, lässt Schlösser bauen, doch Kriege kann er nicht vermeiden, Bayern erleidet Schlappen in den Auseinandersetzungen mit Preußen und Frankreich. Ludwig zieht sich aus dem öffentlichen Leben zurück, flüchtet sich immer mehr in Traumwelten, während seine Gegner an Macht gewinnen.

Mit 18 wird Ludwig zum bayerischen König, scheitert jedoch mit seinem Kunstsinn, weil die Politik auch vor ihm nicht Halt macht. Opulentes Biopic des Märchenkönigs, das ihn als Visionär und tragische Gestalt beschreibt.

Kritik

Opulentes Werk über den bayerischen "Märchenkönig", der als Idealist und Weltverbesserer an der Politik leidet.

Er ist und bleibt eine rätselhafte Figur. Selbst 125 Jahre nach seinem tragischen Tod 1866 im Starnberger See gilt Ludwig II. als Mysterium. Genau dieser Mythos brachte Regiegrößen wie Helmut Käutner, Hans- Jürgen Syberberg und natürlich Luchino Visconti dazu, dem bayerischen König ein filmisches Denkmal zu setzen. Peter Sehr und Marie Noëlle gehen bei der Annäherung einen neuen Weg, verleihen dem Charakter neue Facetten und stützen sich auf erst jetzt verfügbare direkte Quellen wie Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Augenzeugenberichte. Für sie ist dieser Mann, der mit 18 Jahren den Thron besteigen muss, kein schillernder Egozentriker, sondern einer, der die Schönheit liebt und die Welt verbessern möchte. Kein Machtmensch, sondern ein Idealist, der von Frieden, Glück und Gerechtigkeit für das Volk träumt und Richard Wagner und seine Musik verehrt. Zwar gelingt es dem jungen König, nach und nach einige wichtige Posten mit Vertrauten zu besetzen, aber im Hintergrund spinnen seine Feinde Intrigen. Bayern wird in Kriege gegen Preußen und das geliebte Frankreich verwickelt und erleidet schwere Verluste. Desillusioniert zieht sich Ludwig II. in die Einsamkeit seiner Schlösser zurück. Ein Mensch mit politischem Willen, der am Machtapparat scheitert und an der Politik leidet. Eine gebrochene Figur, die seine homosexuellen Neigungen verdrängt und vergeblich nach Liebe sucht. Bei der prachtvollen Ausstattung gab es keine Kompromisse, es wurde geklotzt und nicht gekleckert.

Szenenbildner Christoph Kanter und der für die Kostüme verantwortliche Gerhard Gollnhofer sorgen für den prunkvollen Schliff, die Besetzung mit Sebastian Schipper, Hannah Herzsprung, Edgar Selge, Justus von Dohnányi, Tom Schilling und vielen anderen liest sich wie das Who's Who des deutschen Films. Ein absoluter Glücksgriff bei diesem aufwändigen Projekt ist Sabin Tambrea als junger Ludwig, ein totaler Gegensatz zu Viscontis exzessivem Helmut Berger. Sein zartes Lächeln spiegelt Unschuld und Ungeduld wieder, sein feines Gesicht die inneren Kämpfe, den Mut und die Verzweiflung, seine zusammen gezogenen Schultern die frühe Last des hohen Amtes. Diese Rolle sollte für den gebürtigen Rumänen den Durchbruch bedeuten. mk.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 26.12.2012

Deutschland/Österreich 2012

Länge: 2 h 23 min

Genre: Drama

Originaltitel: Ludwig II.

Regie: Peter Sehr, Marie Noëlle-Sehr

Drehbuch: Peter Sehr, Marie Noëlle-Sehr

Musik: Bruno Coulais

Produktion: Ronald Mühlfellner, Jan S. Kaiser, Matthias Esche, Hamid Baroua

Kostüme: Gerhard Gollnhofer

Kamera: Christian Berger

Schnitt: Hans Funck

Ausstattung: Christoph Kanter

Website: http://www.ludwig2-derfilm.de

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