Okkultschocker im Stil von "Der Exorzist", in dem ein Ungläubiger Zielscheibe einer weitreichenden satanischen Verschwörung wird.

Kinostart: nicht bekannt

Winona Ryder

Winona Ryder
als Maya Larkin

Ben Chaplin
als Peter Kelson

Philip Baker Hall
als Father James

Sarah Wynter
als Claire Van Owen

John Hurt
als Father Lareaux

Elias Koteas
als John Townsend

Brian Reddy
als Father Frank

John Beasley
als Mike Smythe

John Diehl
als Henry Birdson

Victor Slezak
als Father Thomas

Brad Greenquist
als George Viznik

W. Earl Brown
als William Kelson

Die Handlung von Lost Souls

Beim misslungenen Exorzismus eines verurteilten Mörders erkennt die streng gläubige katholische Lehrerin Maya, dass der nächste Kandidat auf des Teufels Liste der erfolgreiche Agnostiker Peter Kelson ist. Der will von Mayas Verdachtsmomenten zunächst nichts wissen. Als er erkennt, dass sie mit ihrer Vermutung richtig liegt, ist es fast zu spät.

Maya Larkin gehört zu einer kleinen Gruppe von katholischen Gläubigen, die unter Leitung zweier Geistlicher Exorzismen vornimmt. In der schriftlichen Hinterlassenschaft eines offenbar besessenen Serienmörders findet sie Hinweise auf die bevorstehende Ankunft eines Antimessias, darunter sogar den Namen des dafür vorgesehenen Wirtsmenschen: Peter Kelson, bekennender Agnostiker und Autor diverser Sachbücher, ist der Auserwählte. Für Maya, die Kelson ebenso gerne retten würde wie den Rest der Menschheit, beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen Zeit und Vorsehung.

Kritik zu Lost Souls

Fast zeitgleich mit der Wiederveröffentlichung des Horrorklassikers "Der Exorzist" kommt der ähnlich thematisierte Okkultthriller "Lost Souls" in die US-Kinos, das mehrfach geschobene Regiedebüt des zweifach Oscar-prämierten Kameramannes Janusz Kaminski ("Schindlers Liste", "Der Soldat James Ryan"), der den ewigen Kampf von Gut gegen Böse in ausgefallene visuelle Sphären hebt, dem Thema inhaltlich aber ähnlich wenig Neues abzugewinnen weiß wie zuletzt "Die neun Pforten" und "Die Prophezeiung".

Das Drehbuch von Newcomer Pierce Gardener verneigt sich respektvoll vor den Genremeilensteinen "Der Exorzist", "Rosemaries Baby" und "Das Omen" und versucht, die klassische Story um die bevorstehende Erdinkarnation des Höllenfürsten in einen zeitgemäßen Kontext zu setzen, indem die gesellschaftliche Faszination mit Serienkillern und allgemeine Gottlosigkeit einer übersatten Gesellschaft zu zentralen Themen gemacht werden. Doch diese interessanten Motive werden schnell ersetzt von altbekannten, erprobten Elementen wie dämonische Besessenheit, Exorzismus und spirituelle Identitätsfindung - in diesem Fall von Hauptdarsteller Ben Chaplin ("Lügen haben lange Beine"). Er spielt den gefeierten "True Crime"-Autoren Peter Kelson, der von der Assistenz-Teufelsaustreiberin Maya Larkin (Winona Ryder in einer Rolle, die ursprünglich für Produzentin Meg Ryan vorgesehen war) als der kommende Antichrist ausgemacht wird. Doch bevor seine Verwandlung an seinem 33. Geburtstag stattfindet, ist seine Seele noch nicht verloren. Und Maya hofft, ihn retten zu können.

Viel Zeit wird darauf verwandt, wie die ehemals ebenfalls besessene Maya versucht, den in jeder Hinsicht ungläubigen Kelson von der höllischen Verschwürung gegen ihn zu überzeugen. Problematisch für jeglichen aufkeimenden Suspense ist, dass direkt nach den Eröffnungstiteln mit der Einblendung einer biblischen Prophezeiung eine entscheidende Handlungswendung vorweg genommen und damit verschenkt wird. Doch wenn auch in punkto Storykonstruktion und Originalität keine Oscars eingestrichen werden sollten, so beweist Steven Spielbergs Kameramann Kaminski doch einmal mehr sein ausgezeichnetes Auge für außergewöhnliche und effektive Kompositionen und verleiht seinem kunstvoll unterbelichteten Film, mit innovativen Kamerawinkeln und -fahrten das passende albtraumhafte Ambiente. Ein stets wiederkehrendes Motiv ist die sich reflektierende Ambivalenz von Gut und Böse, wobei beispielsweise das Wasserelement nicht die Reinheit der Taufe heraufbeschwört, sondern als bedrohliche Satanstraufe eingesetzt wird. Sämtliche Locations vom heruntergekommenen Sanatorium über bedrohlich wirkende Kirchengebäude zum regentriefenden New York werden mit dunkel-düsterem Flair in Szene gesetzt. Wer hier an "Sieben" denkt, liegt richtig: Mit einem abrupten Ende im Stil des David Fincher Films wird ein finaler Deproschlag ausgeteilt, der so manchen Kinobesucher nachhaltig verstören wird. ara.

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Info

Plakat des Films: Lost Souls
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 1999

Länge: 1 h 38 min

Genre: Horror

Originaltitel: Lost Souls

Regie: Janusz Kaminski

Drehbuch: Pierce Gardner

Musik: Jan A.P. Kaczmarek

Produktion: Meg Ryan, Nina R. Sadowsky

Kostüme: Jill M. Ohanneson

Kamera: Mauro Fiore

Schnitt: Anne Goursaud, Andrew Mondshein

Ausstattung: Chris Cornwell, Garreth Stover