Komödie von Ken Loach über einen vom Glück verlassenen Postarbeiter in Manchester, der von der ManU-Legende Eric Cantona wichtige Lebenstipps erhält.

Kinostart: 05.11.2009

Steve Evets
als Eric Bishop

Eric Cantona

Eric Cantona
als Eric Cantona

Stephanie Bishop
als Lily

Lucy-Jo Hudson
als Sam

Gerard Kearns
als Ryan

Stefan Gumbs
als Jess

John Henshaw
als Meatballs

Justin Moorhouse
als Spleen

Des Sharples
als Jack

Greg Cook
als Monk

Mick Ferry
als Judge

Johnny Travis
als Smug

Matthew McNulty
als junger Eric

Laura Ainsworth
als junge Lily

Steve Marsh
als Zac

Ryan Ppoe
als Fenner

Handlung

Eric ist ein Postbote in Manchester, der schon bessere Zeiten gesehen hat. Der fanatische Fußballfan verfällt in eine gewaltige Depression, als er eine Erscheinung hat: Eric Cantona, legendärer Linksaußen von Manchester United und eher bekannt für beherzten Körpereinsatz als für philosophische Betrachtungen, weicht Eric nicht mehr von der Seite und hält wichtige Lebenstipps parat.

Eric ist ein Postbote in Manchester, der schon bessere Zeiten gesehen hat. Der fanatische Fußballfan verfällt in eine gewaltige Depression, als er eine Erscheinung hat: Eric Cantona, legendärer Linksaußen von Manchester United und eher bekannt für beherzten Körpereinsatz, weicht Eric nicht mehr von der Seite und hält wichtige Lebenstipps parat. Die sind auch angebracht, denn Eric müht sich nicht nur, der Ex wieder den Hof zu machen, sondern muss auch feststellen, dass seine Kids sich mit skrupellosen Drogendealern eingelassen haben.

Kritik

Try a little tenderness: Nach Woody Allen zeigt sich heuer mit Ken Loach der nächste Regie-Großmeister in großzügiger und versöhnlicher Laune und serviert einen Crowdpleaser allererster Güte.

Die Härten des Alltags, das ohnmächtige Anrennen der kleinen Leute gegen die Tücken eines feindseligen Systems. Das sind die Themen, die man kennt von Ken Loach, dem nunmehr 73-jährigen ewigen Kämpfer des britischen Kinos, Themen, die er immer wieder aufs Neue variiert in seinen großartig beobachteten Arbeiten, die so nah dran sind am Leben, dass man sie förmlich schmecken kann. Aber wie passt Eric Cantona, der legendäre Flügelstürmer von Manchester United, in dieses Raster? Zumindest auf den ersten Blick nicht so recht. Bis man den Blick zurückschweifen lässt zum zweiten Film Loachs aus dem Jahr 1969: Da inszeniert er mitten in der Geschichte eines Arbeiterjungen, der Freundschaft mit einem Falken schließt, ein irres und irre komisches Fußballspiel, das erkennen lässt, dass Loach auch die Begeisterung für den Sport mit der Arbeiterklasse teilt. So lässt der Regisseur seinen Hausautor Paul Laverty dem charismatischen Fußballstar und Sympathieträger einen Film auf den Leib schreiben, der typisch Loach, aber ungewöhnlich warmherzig und optimistisch ist.

Dabei geht es bei "Looking for Eric" im Kern um eine besondere Form von Psychotherapie: Man soll sich seinen größten Ängste stellen, um sie überwinden zu können. In um Realismus bemühter Manier wird zunächst ein Mann am Rand des Nervenzusammenbruchs vorgestellt. Spätvierziger Eric, gespielt von Charakterschädel Steve Evets, ist ein Postbote, dessen Leben vor Jahren aus dem Ruder gelaufen ist, als er nach einer Panikattacke die Liebe seines Lebens mit ihrer frisch geborenen Tochter sitzen ließ. Seither müht er sich mehr schlecht als recht um seine beiden Stiefsöhne im Teenageralter, hat sie aber genauso wenig im Griff wie sich selbst. Das ändert sich, als ihm seine besorgten Kollegen vorschlagen, er solle sich vor seinem geistigen Auge eine berühmte Figur der Weltgeschichte als Paten vorstellen. Eric wählt Eric Cantona, der ihm schließlich tatsächlich erscheint und wichtige Lebenstipps bereit hält.

Loach wäre nicht Loach, wenn danach alles Friede, Freude, Eierkuchen wäre. Tatsächlich droht der Film an einem entscheidenden Moment zu kippen, wie man es aus "Mein Name ist Joe" und "Sweet Sixteen" kennt. Aber Loach hat ein Einsehen und schenkt seinem wackeren Helden ein Happyend wie aus einem Hollywoodfilm, das er so hinreißend und gleichzeitig als Aufruf zur Solidarität gestaltet, dass man sich ihm gar nicht entziehen kann. Selbst das kann Loach noch toppen, wenn er im Abspann Cantonas berühmtes Seemöwen-Zitat aus einer Pressekonferenz aus dem Jahr 1995 zeigt. ts.

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Info

Plakat des Films: Looking for Eric
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 05.11.2009

Belgien/Frankreich/Großbritannien/Italien 2009

Länge: 1 h 57 min

Genre: Drama

Originaltitel: Looking for Eric

Regie: Ken Loach

Drehbuch: Paul Laverty

Musik: George Fenton

Produktion: Rebecca O'Brien, Pascal Caucheteux, Eric Cantona, Vincent Maraval

Kostüme: Sarah Ryan

Kamera: Barry Ackroyd

Schnitt: Jonathan Morris

Ausstattung: Fergus Clegg

Website: http://www.looking-for-eric.de

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