Komödie über eine exzentrisch-chaotische Familie, die sich beim Sundance Film Festival als eine der größten Erfolgsgeschichten präsentierte.

Kinostart: 30.11.2006

Greg Kinnear

Greg Kinnear
als Richard Hoover

Toni Collette

Toni Collette
als Sheryl Hoover

Steve Carell

Steve Carell
als Frank

Paul Dano
als Dwayne Hoover

Abigail Breslin
als Olive

Alan Arkin
als Gro

Beth Grant
als Nancy Jenkins

Justin Shilton
als Josh

Grant Hayes
als Davey

Handlung

Olives (Abigail Breslin) Vater ist ein auf ganzer Linie gescheiterter Motivationstrainer, ihr Onkel ist suizidgefährdet und ihr Bruder spricht nicht mehr. Der drogensüchtige Opa macht dabei noch den normalsten Eindruck. Wenigstens unterstützt er Olive leidenschaftlich beim Üben für den Little Miss Sunshine Beauty Contest. Um dem Nesthäkchen diesen Traum zu erfüllen, zwängt sich schließlich der ganz Haufen in den Wagen zum Road Trip nach Kalifornien.

Sympathie für den Underdog kennzeichnet diese mitunter surreal anmutende Familienkomödie und kritische Würdigung amerikanischer Schönheitswettbewerbe, mit der das Regie-Paar Jonathan Dayton und Valerie Faris auf Festivals großen Applaus erntete.

Die siebenjährige Olive träumt davon, "Little Miss Sunshine" zu werden. Als sie zu dieser Young-Miss-Wahl eingeladen wird, begleitet sie ihre ganze Familie nach Kalifornien. Obwohl der Weg von Katastrophen und die Familie von Problemen gezeichnet ist, schweißt der Roadtrip den Chaosclan zusammen, als die kleine, pummelige Außenseiterin beim Wettbewerb auf gedrillte und gestylte Albtraumkids trifft.

Die kleine pummelige Olive hat einen großen Traum: sie möchte "Little Miss Sunshine" werden. Als das Mädchen tatsächlich zu dieser Young-Miss-Wahl eingeladen wird, begibt sich seine chaotische, reichlich zerstrittene Familie auf eine irrwitzige Reise nach Kalifornien. Als die Außenseiterin beim Wettbewerb dann auf hochgezüchtete und gestylte "Muster-Kids" trifft, werfen alle Clan-Mitglieder ihre Meinungsverschiedenheiten über Bord, beginnen endlich, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und sich ihrer inneren Werte zu besinnen.

Kritik

In Sundance führte diese Familienkomödie zu "California Screaming". Hollywoodverleiher feilschten um diesen Indie-Sonnenschein, der schließlich mit 10,5 Millionen Dollar einen Top-Preis erzielte.

Ein Hauch von "Addams Family" liegt über dem Drehbuch von Newcomer Michael Arndt, mit dessen Verfilmung auch die Clipspezialisten Jonathan Dayton und Valerie Faris ihr erfolgreiches Kinodebüt feiern. "Es geht nicht um Familienwerte, sondern den Wert von Familie" formulierte man vorab die Zielrichtung. So wirbt "Little Miss Sunshine" ohne das Demonstrative vergleichbarer Studiofilme für diese sozialen Kernbeziehungen, weil selbst in den chaotischsten Clans das Bindungsgefühl therapeutisch und nie ganz auszulöschen ist. Diese Elementarerfahrung macht auch die Hoover-Familie, die kontinuierlich am amerikanischen Traum vorbeilebt. Vater Richard (Greg Kinnear) predigt in Motivationsseminaren sein Neunstufenprogramm zum Erfolg, ohne es selbst je verwirklicht zu haben. Unerschütterlich promotet er in seiner Familie sein Gewinner-Mantra, doch die Resonanz ist bescheiden. Sein Sex- und Drogen-fixierter Vater fliegt aus dem Seniorenheim, sein Sohn verkriecht sich in der Verachtung für die peinlichen Blutsverwandten in ein Schweigegelübde, sein Schwager erholt sich von seinem Selbstmordversuch ausgerechnet im Hoover-Hafen, in dem bisher fast alle Hoffnungen strandeten. Trotz dieses Angebots an Charakterschrullen und Krisenherden überzeichnet der Film nicht, lässt hinter seinen desorientierten Figuren reale Träume und Sehnsüchte erkennen, die man verfolgen muss. Denn der echte Verlierer definiert sich nicht über das Ergebnis, sondern über den Einsatz, etwas erreichen zu wollen. Stellvertretend dafür ist das Engagement der niedlichen, leicht pummeligen Hoover-Tochter Olive, die unbedingt an der Wahl zur "Little Miss Sunshine" teilnehmen will und tatsächlich auch eingeladen wird. Nicht unbedingt begeistert bricht die ganze Familie zum Roadtrip nach Kalifornien auf, erlebt Autopannen, geschäftliche Tiefschläge, unerwartete Todesfälle und schließlich eine surreale präpubertäre Misswahl, in der von den Eltern gedrillte und gestylte Robokids mit dem Hoover-Underdog um die Krone streiten. Natürlich lässt der Film in dieser Fahrt zur Heilung familiärer Wunden keinen Zweifel daran, wer der "Super-Freak" (Olives Begleitsong für ihren bizarren Auftritt) tatsächlich ist. Seine Sympathie gilt den Außenseitern, den Gestrandeten in einer vom Erfolg besessenen Gesellschaft. Trotz sporadischer Derbheit (der fluchende Opa) prägt den Film eine zurückhaltende Situationskomik, ist er im Ton vorwiegend heiter, nimmt aber die Figuren und ihre Gefühle immer ernst. kob.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 30.11.2006

USA 2005

Länge: 1 h 43 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Little Miss Sunshine

Regie: Jonathan Dayton, Valerie Faris

Drehbuch: Michael Arndt

Musik: Mychael Danna

Produktion: David T. Friendly, Peter Saraf, Marc Turtletaub, Albert Berger, Ron Yerxa

Kostüme: Nancy Steiner

Kamera: Timothy Suhrstedt

Schnitt: Pamela Martin

Ausstattung: Kalina Ivanov

Website: http://www.little-miss-sunshine.de

Auszeichnungen

1 Oscar:

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