Melancholische und komische Ost-West-Liebesgeschichte zwischen einer Studentin aus dem Westen und einem Soldaten aus dem Osten.

Kinostart: 19.11.2009

Felicitas Woll

Felicitas Woll
als Franzi

Maxim Mehmet

Maxim Mehmet
als Sascha

Anna Fischer

Anna Fischer
als Uschi

Gisela Trowe
als Oma Emma

Karl Kranzkowski
als Vater Kurt

Margarita Broich
als Tante Jutta

Waldemar Kobus
als Schulze

Thomas Thieme
als Stasi-Hauptmann Kutzner

Stefan Dietrich
als Leutnant Schneider

Christian Bayer
als Unteroffizier Krause

Stefan Ebeling
als NVA-Unterleutnant

Frank Sieckel
als Major M.

Arnd Klawitter
als Major Wegener

Tim Williams
als CIA-Officer

Katja Danowski
als Charlie

Uwe Steimle
als Stasi-Oberleutnant Haack

Henning Peker
als Erster Spitzel

Matthias Reichwald
als Zweiter Spitzel

Holger Fuchs
als Observant

Roland Florstedt
als Kellner

Bruno F. Apitz
als Stasimann Seifert

Peer-Uwe Teska
als Offizier Passkontrolle

Olaf Burmeister
als Z

Hilmar Eichhorn
als Z

Jana Bauke
als Kundin

Hannelore Schubert
als Kassiererin

Karoline Teska
als M

Thomas Dehler
als Polizeioffizier

Marc Neblung
als Offizier Passkontrolle

Hendrik Arnst
als Hauswart

Kai Ivo Baulitz
als Golfmann

Matthias Manz
als Autofahrer

Hagen Oechel
als Autofahrer

Holger Stockhaus
als Demonstrant

Die Handlung von Liebe Mauer

Berlin, 1989. Studentin Franzi wohnt aus Kostengründen direkt an der Mauer. Das ist auch insofern praktisch, weil man dann nach drüben billig zum Einkaufen gehen kann. Bei einem ihrer Ausflüge über die Grenze lernt Franzi den NVA-Soldaten Sascha kennen. Kurze Zeit später nutzt Franzi jede Gelegenheit für einen Ausflug nach Ost-Berlin, um sich mit ihrem DDR-Lover zu treffen. Doch dann werden die Geheimdienste beider Seiten auf das Liebespaar und seine konspirativen Treffen aufmerksam. Ein politisches Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

Berlin, 1989. Studentin Franzi wohnt aus Kostengründen direkt an der Mauer. Das ist auch insofern praktisch, weil man dann nach drüben billig zum Einkaufen gehen kann. Bei einem ihrer Ausflüge über die Grenze lernt Franzi den NVA-Soldaten Sascha kennen. Kurze Zeit später nutzt Franzi jede Gelegenheit für einen Ausflug nach Ost-Berlin, um sich mit ihrem DDR-Lover zu treffen. Doch dann werden die Geheimdienste beider Seiten auf das Liebespaar und seine konspirativen Treffen aufmerksam. Ein politisches Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

Kritik zu Liebe Mauer

Mit seiner melancholisch-politischen Love Story wirft Ost-West-Komödien-Spezialist Peter Timm ("Go Trabi Go") einen nostalgischen Blick zurück ins Jahr 1989.

Kaum ist die Mauer 20 Jahre weg, da wird sie auch schon wieder aufgebaut. Zumindest im Kino. Und hier sind spätestens seit dem Oscar-Triumph von "Das Leben der Anderen" Ost-West-Geschichten wieder Trumpf. Bei Regisseur Peter Timm war das nie anders. Seine Filme "Meier" (1985), "Go Trabi Go" (1990) oder "Der Zimmerspringbrunnen" (2001) beschäftigten sich allesamt mit DDR/BRD-Themen. Eine wichtige Rolle spielte dabei immer eine gewisse Leichtigkeit, die der ausgewiesene Komödien-Spezialist ("Rennschwein Rudi Rüssel") trotz schwerer Stasi-Problematik an den Tag legte. Das gilt nun auch für "Liebe Mauer", einer klassischen und doch irgendwie unorthodoxen Liebesgeschichte zwischen einer Studentin aus dem Westen und einem Grenzer aus dem Osten:

Berlin, 1989. Franzi Schubert (Felicitas Woll) ist neu in der Stadt und besorgt sich aus Kostengründen eine Wohnung direkt an der Mauer. Das ist auch insofern praktisch, weil man dann nach drüben billig zum Einkaufen gehen kann. Bei einem ihrer Ausflüge über die Grenze wird der junge NVA-Soldat Sascha Meier (Maxim Mehmet) auf Franzi aufmerksam. Die Blicke der beiden treffen sich und sofort wird klar - da ist etwas passiert. Nur kurze Zeit später nutzt Franzi jede Gelegenheit für einen Ausflug nach drüben, um sich mit ihrem DDR-Lover zu treffen. Diese heimlichen Schäferstündchen gehen eine Zeitlang gut, bis plötzlich die Geheimdienste beider Seiten das Liebespaar ins Visier nehmen, weil man politisch Unkorrektes dahinter vermutet. Und während die zwei ihren Gefühlen (mehr oder weniger) freien Lauf lassen, stellt sich die Frage: Wann schnappen Stasi und CIA zu, oder fällt doch noch erst die Mauer?

Mehr nostalgisch-romantisch als komödiantisch geht es in diesem "Mauer"-Werk zu, das vom Setting her zuweilen an Leander Haußmanns Kassenerfolg "Sonnenallee" erinnert, sich vor allem aber durch seine detailgenaue Beobachtung auszeichnet. Da wird im Westen mit dem Golf GTI vorgefahren und sind Wände mit Steffi-Graf- und André-Agassi-Postern behängt, während in einer Ossi-Disco groß angelegte Überwachungsaktionen durchgeführt werden und sich eine kluge Kellnerin mit Sprüchen wie "Kalter Krieg und heiße Herzen - das gibt Schmerzen" als Poetin outet. Es sind vor allem die Nebendarsteller, die in der zum Teil sehr melancholisch-sentimentalen Love Story punkten können, etwa Katja Danowski als besagte Kellnerin, Thomas Thieme als fieser Stasi-Major und Gisela Trowe als Saschas einfühlsame Oma Emma. Auch Nachwuchstalent Anna Fischer ("Fleisch ist mein Gemüse") hat als burschikose und äußerst hilfsbereite Freundin des NVA-Soldaten, die sich auf einen riskanten Rollentausch mit Franzi einlässt, viele komische Momente. Allerdings geht der sächsische Dialekt des öfteren zu sehr mit ihr durch. Eher blass bleiben TV-Serien-Star Felicitas Woll in ihrer dritten Kinorolle und Maxim Mehmet, der aktuell in "Männerherzen" den liebenswerten Loser gibt und diese Rolle nun variiert. Wenn am Ende in einem originellen Abspann die Mauer nach und nach zerbröselt, dann freut man sich über 20 Jahre Deutsche Einheit und grenzenlose Liebe. lasso.

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Info

Plakat des Films: Liebe Mauer
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 19.11.2009

Deutschland 2009

Länge: 1 h 47 min

Genre: Drama

Originaltitel: Liebe Mauer

Regie: Peter Timm

Drehbuch: Peter Timm

Musik: Karim Sebastian Elias

Produktion: Heike Wiehle-Timm, Nikola Bock

Kostüme: Saskia Richter

Kamera: Achim Poulheim

Schnitt: Barbara Hennings

Ausstattung: Monika Bauert