Weihnachtskomödie über zwei Frauen und einen Wohnungstausch mit romantischen Folgen.

Kinostart: 14.12.2006

Cameron Diaz

Cameron Diaz
als Amanda

Kate Winslet

Kate Winslet
als Iris

Jack Black

Jack Black
als Miles

Jude Law
als Graham

Eli Wallach
als Arthur

Edward Burns
als Ethan

Rufus Sewell
als Jasper

Emma Pritchard
als Olivia

Miffy Englefield
als Sophie

Handlung

Die Londoner Journalistin Iris (Kate Winslet) leidet unter einem schweren Beziehungskater, weil ihr Freund Jasper (Rufus Sewell) hinter ihrem Rücken heiraten will. Filmproduzentin Amanda (Cameron Diaz) widerfährt in Los Angeles fast dasselbe Schicksal. Über ein Internetangebot tauschen beide kurzerhand Häuschen, Auto und Existenz, um einen freien Kopf zu bekommen. Doch der Tapetenwechsel bringt nicht die ersehnte Ruhe, sondern hält einige Überraschungen parat: Amanda verliebt sich in Graham (Jude Law), Iris in Miles (Jack Black).

Wie in ihrer Hitkomödie "Was Frauen wollen" verfolgt Nancy Meyers ein charmant-heiteres Romantikkonzept, das seine transatlantischen Liebeswirren mit den derzeit attraktivsten Stars schmückt.

Um romantische Flops zu vergessen, tauschen die Britin Iris und die Amerikanerin Amanda über Weihnachten die Wohnungen. Im kalten England findet Amanda ein kuscheliges Landhaus und Iris' attraktiven Bruder Graham vor. Im warmen Kalifornien entspannt Iris im luxuriösen Poolambiente und in der Gesellschaft des charmanten Musikers Miles. Doch bevor neue Bindungen geknüpft werden können, müssen alte Beziehungsknoten gelöst werden.

Die Britin Iris und die Amerikanerin Amanda tauschen, aus Ärger mit dem anderen Geschlecht, via Internet die Behausung - auf Zeit, während der Weihnachtsferien. Das US-Girl landet in einem verschneiten britischen Cottage, Modell Lebkuchenhaus, während Iris im Pool von Amandas Luxusvilla in L.A. entspannen darf. Fehlen noch die Jungs. Und die stehen natürlich kurz darauf schon, freilich "ganz zufällig", in Gestalt von Iris' Bruder Graham und dem Musiker Miles auf den jeweiligen Türschwellen.

Kritik

Die schönste Bescherung: Nancy Meyers mit echten Sternen besetzte romantische Komödie über Wohnungstausch und Liebesrausch macht sich als Weihnachtsmärchen unentbehrlich für Frauen, die Männern nicht mehr trauen.

Jede Pore in der vierten Regiearbeit der Komödienexpertin atmet die Sehnsucht, das ultimative Weihnachtspaket zu schnüren und Kino als Lebensmittelpunkt zu feiern. Daraus folgt zum einen, dass dem Mary-Poppins-Rezept "Nur ein Löffelchen voll Zucker, und was bitter ist, wird süß" als nicht mehr zeitgemäß misstraut und die Dosierung erhöht wird. Zum anderen, dass sich in "Liebe braucht keine Ferien" alles um Film dreht. Cameron Diaz' Amanda lebt von, aber auch in Filmtrailern, verfolgt von Mini-Vorschauen, die ihre Situation kommentieren. Jack Blacks Miles schreibt Soundtracks, singt sich witzig durch die Highlights einer Videothek. Kate Winslets Iris freundet sich mit einem Oscar-gekrönten Autor an, verfällt vor dem TV-Gerät Screwball-Klassikern wie "Die schreckliche Wahrheit" oder "Sein Mädchen für besondere Fälle", die Meyers als in der Tat unerreichbare Vorbilder hofiert. Und wer will, kann sogar in Hans Zimmers Filmmusik dessen eigene Favoriten angespielt

erahnen - von "Es war einmal in Amerika" bis zu "Merry Christmas Mr. Lawrence".

Passend zum Medium der Träume ist Meyers Film ein wärmendes Fantasyland, das die Realität vor der Tür in der Kälte stehen lässt. Wünsche werden hier erfüllt - auf und vor der Leinwand. Wer schon immer seinen untreuen Freund mit der Faust abservieren wollte, dem verschafft Amanda Genugtuung. Wer schon immer in einem märchenhaften, von Schnee überzuckerten Lebkuchenhäuschen in der englischen Provinz wohnen wollte, darf sich mit Amanda dort wohlfühlen. Wer luxuriöser residieren will, darf mit Iris' Augen über Pool, Komfort und Traumhaus in Los Angeles staunen. Weil sie nach herben Enttäuschungen von der gewohnten Umgebung und Männern genug haben, haben die Britin Iris und der Kalifornierin Amanda über Weihnachten die Häuser getauscht. Schneller, als es beiden lieb ist, klopfen Jäger und Sammler wieder an ihre Türe - dieses Mal jedoch von der aufmerksamen und charmanten Sorte. Amanda lernt Iris' Bruder Graham kennen und hat ihn nach zehn Minuten im Schlafzimmer, Iris kümmert sich rührend um ihren Rentnernachbarn, bevor sie in Miles eine vergleichbar witzige, aber doch jüngere Alternative entdeckt. Die Handlung bietet nur einen groben Rahmen, vor dem sich das Charisma der Stars und komische Vignetten entfalten können. Von Winslets Bettboogie zur Musik des Radioweckers abgesehen, fällt die Hauptarbeit dabei Diaz zu, die wie gewohnt "The Sweetest Thing" sein darf. Ob sie nun kindlich herumhopst, durchs Winterwonderland stöckelt, den Linksverkehr austestet oder sich karaokemäßig die süße Seele aus dem Leib schreit.

Meyers weiß, "Was Frauen wollen", liebt solche Szenen und hält sich deutlich öfter beim attraktiven Göttertreffen Diaz-Law auf. Mit dieser Schwerpunktsetzung und der Ausrichtung auf das ultimative Feel-Good-Movie werden die Wunschzettel ihres Stammpublikums erfüllt werden. Auch wenn es alternative Ansichten darüber geben wird, "Was das Herz begehrt". kob.

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Info

Plakat des Films: Liebe braucht keine Ferien

Kinostart: 14.12.2006

USA 2006

Länge: 2 h 15 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Holiday

Regie: Nancy Meyers

Drehbuch: Nancy Meyers

Musik: Hans Zimmer

Produktion: Nancy Meyers, Bruce A. Block

Kostüme: Marlene Stewart

Kamera: Dean Cundey

Schnitt: Joe Hutshing

Ausstattung: Jon Hutman

Website: http://www.liebe-braucht-keine-ferien.de

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