Düsterer Krimi über den Triumph des Bösen und die Abgründe der menschlichen Seele.

Kinostart: 26.12.2013

Vincent Lindon

Vincent Lindon
als Marco Silvestri

Chiara Mastroianni

Chiara Mastroianni
als Rapha

Julie Bataille
als Sandra

Michel Subor
als Edouard Laporte

Lola Créton
als Justine

Alex Descas
als Arzt

Grégoire Colin
als Xavier

Florence Loiret-Caille
als Elys

Christophe Miossec
als Guy

Hélène Fillières
als Bankangestellte

Eric Dupont-Moretti
als Anwalt

Sharunas Bartas
als ausl

Nicole Dogué
als Polizistin

Claire Tran
als Krankenschwester

Elise Lhomeau
als Babysitter

Yann Antoine Bizette
als kleiner Joseph

Jeanne Disson
als Audrey

Laurent Grévill
als Jacques

Die Handlung von Les Salauds - Dreckskerle

Marco Silvestri muss vom Schiff nach Paris eilen, um seiner Schwester zu helfen, deren Mann sich umgebracht hat - wahrscheinlich wegen Geldsorgen. Als Übeltäter machen sie den skrupellosen Geschäftsmann Laporte aus. Silvestri mietet sich in das Haus ein, in dem dessen Geliebte mit Sohn lebt. Er verführt sie, um mehr über den Feind zu erfahren und seinen Racheplan durchzuziehen. Aber Sex und Liebe sind nicht immer zu trennen, was die Recherchen kompliziert.

Kritik zu Les Salauds - Dreckskerle

Düsterer Krimi über den Triumph des Bösen und die Abgründe der menschlichen Seele.

Wer ist ein Dreckskerl? Eine schwierige Frage und ein Feld für persönliche Interpretationen. Darum geht es in Claire Denis' trostlosem Krimi, in dem jeder ein Dreckskerl ist, nur der eine mehr und der andere weniger, aber auch die Frauen keine Engel sind. Es geht ihr nicht um das traditionelle Schema Täter, Opfer, Zeuge und auch nicht um die Frage der Schuld. Denn schuldig sind alle Beteiligten.

Der Frachtschiffkapitän Marco Silvestri muss eilig nach Paris zurückkehren, weil der Mann seiner Schwester wahrscheinlich wegen Geldschwierigkeiten Selbstmord begangen hat, offensichtlich in den Tod getrieben vom Geschäftsmann Laporte. Um mehr über ihn in Erfahrung zu bringen, mietet sich Marco eine Wohnung im Haus von Laportes Geliebter (Chiara Matroianni), die er geschickt verführt, um seinen Racheplan zu vollenden. Bald realisiert er, Sex und Liebe sind nicht immer zu trennen.

Denis versucht eine sehr freie Adaption von Akira Kurosawas "Die Bösen schlafen gut" aus dem Jahre 1960 und zieht den Bogen zur Gegenwart. So könnte man Verbindungen oder Ähnlichkeiten zwischen Laporte (Michel Subor) und dem französischen Politiker Dominique Strauss-Kahn ziehen, dessen Karriere wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs in New York abrupt endete. Niemand ist bei diesem schonungslosem Blick in eine verrottete und amoralische Gesellschaft unschuldig - vielleicht nur Silvestris Nichte, die nackt, blutend und nur mit High Heels "bekleidet" eines Nachts die Straße entlang taumelt und wohl nicht umsonst den Namen Justine trägt. Denis zeichnet ihre Protagonisten unsympathisch, als Zeitgenossen, die man weder in Wirklichkeit noch auf der Leinwand treffen möchte und für die man keine Empathie empfindet. Ein blutiger Maiskolben als Zeichen einer Vergewaltigung verstört. Kamerafrau Agnès Godard taucht die dunkle Geschichte in entsprechende, düstere Bilder, die melancholische Originalmusik der britischen Band Tindersticks unterstreicht die unselige Atmosphäre, aber die Regie wirkt unentschlossen, manchmal - vielleicht auch wegen Zeitmangels beim Dreh - fast wie hingeschludert. Gerettet wird der Mix aus sexueller Obsession, versteckten Familiengeheimnissen und Gier nach Macht und Geld durch einen formidablen Vincent Lindon als gebrochener Held, der die Wahrheit sucht und nur kaputte Seelen findet. mk.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 26.12.2013

Deutschland/Frankreich 2013

Länge: 1 h 41 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Les salauds

Regie: Claire Denis

Drehbuch: Jean-Pol Fargeau, Claire Denis

Produktion: Vincent Maraval, Brahim Chioua, Laurence Clerc, Olivier Théry-Lapiney

Kostüme: Judy Shrewsbury

Kamera: Agnès Godard

Schnitt: Annette Dutertre

Ausstattung: Michel Barthélémy

Website: http://www.realfictionfilme.de/filme/les-salauds/index.php