Visuell prächtiger Abenteuerfilm, der die klassische Tarzan-Geschichte in einen historisch belegten Hintergrund einbettet.

Kinostart: 28.07.2016

Alexander Skarsgård

Alexander Skarsgård
als John Clayton / Tarzan

Szenenbild aus The Legend of Tarzan 3D mit Margot RobbieMargot Robbie

Margot Robbie
als Jane Porter

Szenenbild aus The Legend of Tarzan 3D mit Christoph WaltzChristoph Waltz

Christoph Waltz
als Leon Rom

Samuel L. Jackson
als George Washington Williams

Djimon Hounsou
als Chief Mbonga

Rory J. Saper
als Tarzan, 18 Jahre

Christian Stevens
als Tarzan, 5 Jahre

Sidney Ralitsoele
als Wasimbu

Osy Ikhile
als Kwete

Mens-Sana Tamakloe
als Kolo

Antony Acheampong
als Kanam

Edward Apeagyei
als Kimanga

Ashley Byam
als Kasai

Handlung

Weil er sich in Jane Porter verliebt hat, hat John Clayton, auch bekannt als Tarzan, dem Dschungel den Rücken zugekehrt und lebt nun verheiratet in England. Als der Amerikaner Williams ihn jedoch darauf hinweist, dass der belgische König Leopold Gräueltaten in Afrika begehen lässt, reist Tarzan mit Jane wieder zum schwarzen Kontinent, um Beweise zu finden. Dort werden sie von Leopolds Handlanger Rom gefangen genommen. Nach seiner Flucht setzt Tarzan alles daran, auch die Liebe seines Lebens zu retten.

Kritik

Ein weiterer Eintrag in den oftmals verfilmten Abenteuerstoff um den Herrn des Dschungels, diesmal CGI-lastig vom "Harry Potter"-Regisseur David Yates inszeniert.

Edgar Rice Burroughs Geschichte "Tarzan bei den Affen" erschien 1912 erstmals in einem Pulp-Magazin, wurde zwei Jahre darauf in Buchform veröffentlicht und 1918 gab es den ersten Stummfilm. Es folgten eine Reihe von Büchern und rund 100 weitere Filme (darunter Kurz- und Animationsfilme), die Tarzan als Protagonisten vorweisen. Die lange Liste von muskulösen Schauspielern, die für die Rolle in einen ledernen Lendenschurz schlüpften, umfasst unter anderem Johnny Weissmüller, Lex Barker und Christopher Lambert. Jetzt schwingt sich auch Alexander Skarsgård (bekannt aus der HBO-Kultserie "True Blood") mit Lianen durch den Dschungel. Um den Coolheitsfaktor anzuheben, stellt diese Tarzan-Inkarnation seine Bauchmuskeln zumeist in zerfranster Dreiviertelhose zur Schau, seinen charakteristischen (und oft parodierten) Urschrei gibt er nur im Off von sich, und seine athletischen Actioneskapaden durch die Baumwipfel gleichen nun CGI-ermöglicht den akrobatischen Fortbewegungskünsten von Spiderman.

Auch bei der Story des klassischen Superhelden-Vorläufers setzten die beiden Drehbuchautoren Adam Cozad und Craig Brewer auf Entstaubungsstrategie und verleihen dem Actionabenteuer eine sozialkritische Komponente, indem gegen Sklaverei und Kolonialismus gewettert wird. Zudem ist Jane in Gestalt von Margot Robbie ("Suicide Squad") Tarzans willensstarke Ehefrau, die durchaus auf eigenen Füssen stehen kann. Bei der Erzählstruktur kommen etliche Flashbacks zum Einsatz, die sowohl Tarzans allerfrühesten Kindheitstage, das Leben mit seiner Gorilla-Familie, als auch seine spätere Bekanntschaft mit Jane einschließen. All diese Fragmente werden kurz, fast hastig abgehakt; die Gegenwart ist zunächst in London angelegt, wo Tarzan seit acht Jahren mit Jane als Lord Greystoke ein "zivilisiertes" Leben fernab von seinen wilden Wurzeln lebt.

Als Mitglied vom englischen Parlament erhält er eine Einladung in den Kongo zu reisen, wo der belgische König Leopold brutalen Raubbau betreibt. Der afro-amerikanische Anwalt George Washington Williams schließt sich Greystoke an, da er Gerüchten über Sklavenhaltung auf den Grund gehen will. Die historische Figur wird von Samuel L. Jackson gespielt, dem dabei der Comic Relief als auch das Sprachrohr für Exposition zufallen. Als Antagonist Leon Rom tritt Jacksons "Django: Unchained"-Kollege Christopher Waltz an, der hier eine Variation seines kalt-kultivierten Killernazis aus Tarantinos "Inglourious Basterds" mimt. Um die astronomischen Schulden König Leopolds zu begleichen, hat Rom es auf die legendären Diamanten von Opar abgesehen. Im Austausch muss er Tarzan einem Stammeshäuptling ausliefern, der eine alte Rechnung mit ihm offen hat. Rom kidnappt Jane, woraufhin Greystoke zu alter Tarzan-Form aufläuft und seine Freunde unter den Tieren und Einheimischen stehen ihm bei ihrer Rettung bei.

Yates inkorporiert atemberaubende majestätische Landschaftsaufnahmen, doch dies kann nur bedingt von den unterdurchschnittlich realisierten CGI-Aufnahmen der Tiere ablenken. Darüber hinaus mutet der Erzählrhythmus relativ unrund an und Skarsgård legt den Protagonisten womöglich einen Tick zu stoisch und gedämpft an. Trotz dieser gewissen Mängel bietet diese Neuadaption kurzweilige Zerstreuung für die ganze Familie. ara.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 28.07.2016

USA 2016

Länge: 1 h 50 min

Genre: Action

Originaltitel: The Legend of Tarzan

Regie: David Yates

Drehbuch: Adam Cozad, Craig Brewer, Edgar Rice Burroughs

Buchvorlage: Edgar Rice Burroughs

Musik: Rupert Gregson-Williams

Produktion: David Barron, Alan Riche, Jerry Weintraub, Tony Ludwig

Kostüme: Ruth Myers

Kamera: Henry Braham

Effekte: Tim Burke

Schnitt: Mark Day

Ausstattung: Stuart Craig