Thriller-Lovestory zwischen einem von der Polizei gejagtem Profikiller und einer geheimnisvollen Schönen.

Kinostart: 29.04.2004

Joachim Król

Joachim Król
als Viktor

Nadja Uhl

Nadja Uhl
als Nina

Christian Berkel

Christian Berkel
als Lang

Rudolf Martin
als Strassmann

Lisa Martinek
als Gerwin

Peter Fitz
als Hinrich

Mehmet Kurtulus
als Sicherheitschef

Wilhelm Manske
als "Russe"

Jale Arikan
als Die Kettenraucherin

Michael Rast
als Georg

Die Handlung von Lautlos

Auftragsmörder Viktor (Joachim Król) hat sich auf das schwere Gebiet der Kronzeugenbeseitigung spezialisiert und weiß, wie man Observationstechniken der Polizei ins Leere laufen lässt. Womit er sich noch nicht so toll auskennt, ist die Liebe. Als ihm bei seinem neusten Auftrag Nina (Nadja Uhl) in die Quere kommt und er ihr nicht augenblicklich den hübschen Schädel wegbläst, ist es um ihn geschehen. Ein schlechter Zeitpunkt für eine Romanze, zieht doch gerade ein nur für ihn eingerichtetes Sonderkommando die Schlinge um seinen Hals immer enger.

Mal keine spröde Beziehungskiste aus deutschen Landen, sondern ein Killerthriller nach Hollywood-Vorbild. Gute Gelegenheit für Król, mal seine physischen Qualitäten auszuspielen. Tom Tykwer produzierte.

Das komplizierte Spezialgebiet von Profikiller Viktor ist das Töten von Personen, die unter Observierung der Polizei stehen. Sein Vorteil dabei ist die höchst perfektionierte Lautlosigkeit, mit der er zur Tat schreitet. Bei einem neuen Auftrag begegnet er der geheimnisvollen, schönen Nina. Er verliebt sich in sie. Eine beinahe unmögliche Liebesgeschichte entwickelt sich, denn ein Sonderkommando ist Viktor bereits auf den Fersen.

Victor ist der perfekte Profikiller. Er tötet lautlos, hinterlässt keine Spuren und stellt keine unnötigen Fragen. Doch dann zeigt der Einzelgänger, der mit der Präzision einer Maschine handelt, plötzlich Gefühle, und verliebt sich in eine schöne junge Frau namens Nina. Victor beginnt, Fehler zu machen. Kleine, unbedeutende, doch genug, um den erbarmungslosen Profiler Lang auf seine Spur zu lenken. Doch Victor, aus der Perspektivlosigkeit erwacht, denkt nicht daran, sich seine Zukunftspläne vermiesen zu lassen.

Kritik zu Lautlos

Mennan Yapos Regiedebüt, produziert von Stefan Arndt und Tom Tykwer für X Filme nach dem Drehbuch von Filmkritiker Lars-Olav Beier, ist ein packender, stilistisch klar und puristisch konzipierter, intelligenter Thriller, der von einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte angetrieben wird. Besonders Joachim Król überrascht neben Nadja Uhl und Christian Berkel in der Hauptrolle mit dem für ihn höchst ungewöhnlichen und auch körperlich fordernden Part als "lautloser" und kompromissloser Auftragskiller.

Lautlos folgt der Film zu Beginn Profikiller Viktor (Joachim Król, drahtig und durchtrainiert) bei einem seiner Aufträge. Viktors Spezialgebiet ist das Töten von Personen, die unter Observierung der Polizei stehen. Mit Präzision und Vorbereitung hat sich Viktor bei seinen Auftraggebern den Ruf des unfehlbaren Perfektionisten erarbeitet. Nur eine Eventualität hat Viktor nicht eingeplant - die Liebe: Die liegt hier unversehens in Person der schönen Nina (Nadja Uhl) im Bett seines Opfers. Viktor heftet sich an die Fersen der vermeintlichen Zeugin - und wird zu deren Retter, als sie einen Selbstmordversuch unternimmt. Der Killer als Lebensretter - Viktors Selbstverständnis bekommt einen Knacks. Wortlos verlieben sich in diesem Moment zwei verlorene Seelen, die mit ihrem Leben abgeschlossen und nichts mehr zu verlieren haben. Der vordergründige Thriller entwickelt im Hintergrund eine zarte Liebe, die nur eine Existenz fernab des jetzigen Daseins haben kann und zum Antrieb der Story wird: Während ein Sonderkommando unter Leitung des genialen Profilers Lang (Christian Berkel) Viktor bereits auf den Fersen ist, plant der Profikiller seinen Ausstieg.

Die klassische Story des von der Liebe erlösten einsamen Killers: Deren Spannung entfaltet sich neben den dramatischen, clever inszenierten Actionsequenzen, in denen Viktor seine Aufträge ausführt, vor allem auf psychologischer Ebene. Profiler Lang dringt immer tiefer in die Gedankenwelt des Gejagten ein und hat es dabei leichter als Nina, die auf emotionaler Ebene zu Viktor vorzudringen versucht. Ninas eigene, augenscheinlich tragische Vergangenheit bleibt in einem Fotoalbum verschlossen, dennoch nimmt man Nadja Uhl einmal mehr dank ihrer Zerbrechlichkeit und gleichzeitiger Entschlossenheit auf der Leinwand die Suche nach Nähe und Vertrautheit in dem geheimnisvollen Viktor ab. In dessen Körper ist Joachim Król ein schweigsamer, gefühlskalte Loner, der in Ninas Gegenwart die Erlösung findet, den Weg zurück ins Leben. Die Rückkehr geschieht - natürlich - mit einem lauten explosiven Knall. Als dieser verhallt, bleibt das stille Rauschen des Meeres - und "Lautlos" auch dann noch ganz cool.

Mit cooler Präzision auf ganzer Ebene verfolgt Regisseur Yapo die die immer enger ineinandergreifenden Schicksalen seiner Hauptfiguren. Kamera, Ausstattung, Kostüme blieben einem klaren puristisch-konzentriertem Konzept verhaftet, das den anspruchsvollen und perfekt stilistierten Genrefilm in das triste Grau einer namenlosen Großstadt taucht und mit harten Industrial-Klängen begleitet. Eine Umgebung, in der es Gefühle schwer haben, die dennoch - wie von unsichtbarer Hand lautlos geführt - gewinnen. cm.

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Info

Plakat des Films: Lautlos
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 29.04.2004

Deutschland 2004

Länge: 1 h 34 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Lautlos

Regie: Mennan Yapo

Drehbuch: Lars-Olav Beier

Musik: Gary Marlowe, Ben Mono

Produktion: Tom Tykwer, Stefan Arndt

Kostüme: Katharina Ost

Kamera: Torsten Lippstock

Schnitt: Dirk Vaihinger

Ausstattung: Simon Boucherie

Website: http://www.lautlos-derfilm.de