Monsterhorrorfilm im überdrehten Campstil von "Anaconda" nach einem Drehbuch des umtriebigen Fernsehmachers David E. Kelly.

Kinostart: nicht bekannt

Bill Pullman

Bill Pullman
als Jack Wells

Bridget Fonda

Bridget Fonda
als Kelly Scott

Oliver Platt

Oliver Platt
als Hector Cyr

Brendan Gleeson
als Sheriff Hank Keough

Betty White
als Mrs. Delores Bickerman

Natassia Malthe
als Janine

Mariska Hargitay
als Myra Okuba

David Lewis
als Walt Lawson

Tim Dixon
als Stephen Daniels

Meredith Salenger
als Deputy Sharon Gare

Handlung

Paläontologin Kelly Scott wird von ihrem Boß zum Lake Placid in Maine geschickt, nachdem aus dem abgebissenen Torso eines Tauchers ein prähistorisch aussehender Zahn gepickt wird. Sie identifiziert ihn als den eines ausgestorbenen Krokodils. Doch das Zehn-Meter-Untier schlägt wieder zu. Kelly, Wildhüter Jack und der örtliche Sheriff wollen es aufspüren. Mit beim Suchtrupp ist der überdrehte New-Age-Millionär Hector, der Krokodile als heilig verehrt.

Als ein Taucher in einem friedlichen See in Maine von einem mysteriösen Monstrum zerfleischt wird, ruft dies eine Truppe auf den Plan, die danach trachtet, das Ungeheuer unschädlich zu machen. Zwischenmenschliche Scharmützel und verletzte Eitelkeiten, besonders unter einer beziehungsgeschädigten Paläontologin, einem erdverbundenen Wildhüter und einem exzentrischen Mythologie-Professor, verhindern jedoch die rasche Beseitigung des "Problems".

Ein Taucher wird von einem Monster zerfleischt und eine Truppe soll das Ungetier unschädlich machen. Doch erstmal gilt es, zwischenmenschliche Probleme zu lösen. Der augenzwinkernde Krokodil-Schocker sorgt mit Bridget Fonda und Bill Pullman für Grusel-Spaß mit vielen Lachern.

Kritik

Der weiße Hai schwimmt wieder obenauf. Zumindest im stets nach neu verwertbaren Ideen fischenden Hollywood dieses Sommers. Neben dem Horrorhai-Actioner "Deep Blue Sea" wird auf das schrecksuchende Publikum ein verfressenes Riesenreptil losgelassen, das die Gewässer des fiktiven Sees Lake Placid in Möchtegern-Spielberg-Manier unsicher macht.

Das Drehbuch geht auf das Konto der TV-Größe David E. Kelley, dessen breitgefächertes Repertoire die Serien "Chicago Hope", "Picket Fences" und "Ally McBeal" umfaßt. Einer gerechten Mischung seiner Serien entsprechend, kombiniert er blutige Schockeffekte, exzentrisches Lokalkolorit und eine Protagonistin, die als von Neurosen gebeutelte Karrierefrau problemlos auch von Calista Flockhart gespielt hätte werden können. Hier wird dieser Archetyp von Bridget Fonda verkörpert, die auch Kelleys erste Wahl für die Titelrolle in "Ally McBeal" gewesen war. Sie teilt sich die Leinwand mit den illustren Mimen Oliver Platt, Bill Pullman und Brendan Gleeson und man wundert sich, was so viel geballtes Talent bewogen hat, in dieser Killerkrokodil-Klamotte mitzuwirken. Bei einer Laufzeit von 82 Minuten handelt es sich immerhin um eine sehr kurze, wenn auch nicht immer schmerzlose Angelegenheit im überdrehten Campstil von "Anaconda".

Die Paläontologin Kelly Scott wird von ihrem Boß an den Lake Placid in Maine geschickt, nachdem aus dem abgebissenen Torso eines Tauchers ein prähistorisch aussehender Zahn gepickt wird. Sie identifiziert ihn schnell als den eines ausgestorbenen asiatischen Krokodils und könnte nun wieder nach Hause fahren - zumal ihr Camping und Mosquitos verhaßt sind. Doch der schmucke Wildhüter Jack läßt sie verweilen und so darf sie jedesmal, wenn das Zehn-Meter-Untier zuschlägt, ihre beachtlichen Qualitäten als Scream Queen unter Beweis stellen. Abgerundet wird der auf "Crocodile Dundee"-Spuren wandernde Suchtrupp mit dem örtlichen Sheriff und dem überdrehten New-Age-Millionär Hector, der Krokodile als heilig verehrt und das Monster, ähnlich wie in "Vergessene Welt - Jurassic Park", das Monster als rettenswert ansieht. Damit beschwört er einen Interessenskonflikt herauf, der nicht übermäßig spannend ist, aber dem schuppigen Reptil Raum für einige blutige Auftritte gibt. Alldieweil wird unterhaltsam absurd gewitzelt, und zwischendrin zischt ab und zu die computergenerierte Amphibie durchs Bild: Eine Kuh wird verschlungen, und in der spektakulärsten Szene darf das Kroko einen Grizzlybär verspeisen. Die animatronischen Figuren dieses sich selbst nicht ernst nehmenden Creature Features wurden vom branchenführenden Spezialisten Stan Winston kreiert. ara.

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Info

Plakat des Films: Lake Placid
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 1999

Länge: 1 h 22 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Lake Placid

Regie: Steve Miner

Drehbuch: David E. Kelley

Musik: John Ottman

Produktion: Michael Pressman

Kostüme: Jori Woodman

Kamera: Daryn Okada

Schnitt: Paul Hirsch, Marshall Harvey

Ausstattung: John Willett, William Heslup

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