Teenie-Komödie um ein notgedrungen enthaltsames Beachvolleyball-Team.

Kinostart: nicht bekannt

Marleen Lohse

Marleen Lohse
als Julia

Bo Hansen
als Philip

Jona Mues
als Andy

Paco-Luca Nitsche
als David

Frederic Welter
als Tom

Nikola Kastner
als Stephanie

Leander Modersohn
als Frank

Anja Nejarri
als Trainerin Viola

Lisa-Katrin Augustin
als Isabelle

Mandala Teyde
als Loretta

Handlung

Julia und Philip sind beide 17 und bilden ein erfolgreiches Beachvolleyball-Team. Gemeinsam mit ihrer gesamten Sportklasse reisen sie nach Spanien, um dort an einem internationalen Turnier teilzunehmen. Zusammen mit Philip und ihrem Klassenkameraden David schwört Julia, während der Zeit in Spanien keinen Sex zu haben - was letztlich alle Beteiligten vor große Probleme stellt. Auch Julia, die zwar noch mit Andy zusammen ist, sich aber in Spanien unsterblich in Tom verliebt.

Kritik

Es war an der Zeit, dass die Mehrdeutigkeit des Wortes "Baggern" endlich einmal Einzug in einen Filmtitel finden musste. Regisseur Lars Montag, der auch am Drehbuch mitarbeitete, verbindet in seinem Film in der Tat das jugendlich-sommerliche Balzverhalten seiner Hauptfiguren mit dem ebenso benannten Abwehrschlag beim Volleyball.

(Positiv) Überraschenderweise ergeht sich das TV-Debüt der box! Filmproduktion dabei nicht am brachialen Humor der Marke "American Pie" oder "Harte Jungs". Zwar werden auch die Freunde besagter Teenie-Komödien mit den Nöten des frisch beschnittenen David bedient, dem die Kollegen schon einmal einen festgebissenen Krebs aus dem Genitalbereich entfernen müssen. Doch bleiben diese Ausflüge an die Geschmacksgrenzen in Montags Film erfreulicherweise die Ausnahme. Selbst humoristisch etwas bemühte Einfälle wie dem überdimensionalen Strauß, der im Zeltlager als Animateur auftritt, den Namen Franz-Josef zu verpassen, haben in ihrer Plattheit einen gewissen Charme. Unter dem Strich ist "Küssen verboten, baggern erlaubt" jedoch vielmehr eine - bei aller Komödien-Attitüde - sensibel erzählte Geschichte über das Erwachsenwerden, über die Notwendigkeit wichtige Entscheidungen zu treffen und im Leben Verantwortung zu übernehmen.

Alle drei Hauptfiguren machen im Lauf der 90 Filmminuten eine Wandlung durch: Julia entscheidet sich gegen ihren eifersüchtigen Freund Andy und für Tom, den sie im Zeltlager kennengelernt hat. Philip nimmt seine sportlichen Ambitionen endlich ernst und ergreift die Initiative, als das erfolgreiche Volleyball-Duo kurz vor dem großen Finale zu platzen droht. David traut sich am Ende des Spanien-Aufenthalts endlich, Isabelle seine Liebe zu erklären. Dass der Film sowohl als leichte Teenie-Sommerkomödie, wie auch in den ernsteren Momenten überzeugt, verdankt er nicht zuletzt seinem jungen, unverbrauchten Darsteller-Ensemble um Marleen Lohse, die in ihrer ersten großen TV-Movie-Rolle zu gefallen weiß, und den in jüngster Zeit viel gefragten Frederic Welter (u. a. "Himmelreich auf Erden", "Für immer verloren"). "Küssen verboten, baggern erlaubt" sollte am ProSieben-Donnerstag sein Publikum finden, wozu sicher nicht nur 17-Jährige zu zählen sind. Nicht zuletzt der Soundtrack mit 80er Jahre-Klassikern von ABC, Nena, Cock Robin oder Katrina & the Waves trifft wohl auch den Nerv von so manchem, der vor 15 oder 20 Jahren in Julias, Philips und Davids Alter war. jl.

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Info

Plakat des Films: Küssen verboten, baggern erlaubt

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2003

Genre: Komödie

Originaltitel: Küssen verboten, baggern erlaubt

Regie: Lars Montag

Produktion: Andreas Eicher, Philipp Homberg

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