TV-Krimi um Fremdenhass nach der Romanvorlage von Friedrich Ani.

Kinostart: nicht bekannt

Ulrike Kriener

Ulrike Kriener
als Ellen Lucas

Thure Riefenstein

Thure Riefenstein
als Stefan Deuter

Michael Roll

Michael Roll
als Boris Noethen

Tamara Simunovic
als Tina Burckhard

Tilo Prückner
als Max

Anke Engelke
als Rike

Alexander Lutz
als Martin Schiff

Nick Monu
als Chris Arano

Monica Bleibtreu
als Staatsanw

Fabian Busch
als Rudi Benz

Lorraine Yakubu
als Lucy Arano

Corinna Beilharz
als Nathalia Horn

Michael Brandner
als Erwin Huber

Martin Stührk
als Paul Huber

Martin Walch
als Roland Grote

Paul Herwig
als Holger Bach-Rommel

Harald Molochwer
als B

Kritik

Die Geschichte funktioniert nur, falls man die Voraussetzung glaubt: dass ein 14-jähriges Mädchen eine Stadt in Atem hält; selbst wenn es bloß Regensburg ist. Weil weder ihr afrikanischer Vater noch die Behörden mit Lucy Arano fertig werden, ist eine Frau entführt worden. Nathalia Horn (Corinna Beilharz) ist die Verlobte von Chris, Lucys Vater; die offenbar rechtsextremistischen Entführer wollen die Abschiebung der Aranos erzwingen.

Interessant wird der Film, weil die Ordnungshüter nach und nach Farbe bekennen: Nicht bloß klammheimlich, sondern schließlich ganz offen plädieren sie ebenfalls für eine Abschiebung. Auch die ohnehin für ihre mindestens konservative Haltung bekannte zuständige Staatsanwältin Elisabeth Ronfeldt (Monica Bleibtreu) kann ihre Sympathie für die Ziele der Entführer nicht verhehlen. Schließlich traut Ellen Lucas (Ulrike Kriener) niemandem mehr und unterstellt Ronfeldt sogar, mit den Entführern gemeinsame Sache zu machen.

Für einen Samstagskrimi ist "German Angst" stellenweise recht kunstvoll ausgefallen (Regie: Thomas Berger). Irritierender ist allerdings der Titel, denn im angelsächsischen Sprachraum steht die Redewendung für eine pessimistische Weltsicht und die angeblich typisch deutsche Neigung zum Grüblerischen. Die Angst in dieser Geschichte (Buch: Krimiautor Friedrich Ani) ist hingegen nicht abstrakt, sondern äußerst konkret, denn alle fürchten sich vor Lucy Arano, die von der jungen Lorraine Yakubu als Inkarnation pubertärer Aufsässigkeit verkörpert wird. Eher bemüht als elegant wirken hingegen die Rückblenden, in denen beispielsweise Chris Arano aus der Rolle fallen muss, weil er als Figur in der Rückblende weiterhin mit Ellen Lucas spricht; und auch sie selbst taucht plötzlich in der Vergangenheit auf. Hübsch ist hingegen die Rahmenhandlung: Nach dem Tod ihres Vaters muss sich die Kommissarin um ihre offenbar leicht schräge Schwester (Anke Engelke) kümmern; das verspricht Potenzial für die weiteren Filme. tpg.

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Info

Plakat des Films: Kommissarin Lucas: German Angst

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2007

Genre: Thriller

Originaltitel: Kommissarin Lucas: German Angst

Regie: Thomas Berger

Drehbuch: Thomas Berger

Musik: Dieter Schleip

Produktion: Bettina Clauss, Viola Jäger, Harry Kügler, Molly Fürstenberg

Kostüme: Claudia Bobsin

Kamera: Torsten Breuer

Ausstattung: Peter Robert Schwab

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