Die Regensburger Kommissarin muss den Mord an einem Zwölfjährigen aufklären...

Kinostart: nicht bekannt

Ulrike Kriener

Ulrike Kriener
als Ellen Lucas

Thure Riefenstein

Thure Riefenstein
als Stefan Deuter

Michael Roll

Michael Roll
als Boris Noethen

Tamara Simunovic
als Tina Burckhard

Tilo Prückner
als Max

Alexander Lutz
als Martin Schiff

Anke Engelke
als Rike

Alice Dwyer
als Katja M

Sandro Ianotta
als Tim

Robert Gallinowski
als Jens Schweiger

Bernd Tauber
als J

Peter Kurth
als Gerd Antholz

Aljoscha Sena Zinflou
als Lars Berger

Bärbel Strecker
als Rechtsmedizinerin

Mia Sophie Wellenbrink
als Stefanie Schiff

Joana Mendl-Fink
als Lisa

Till Albrecht
als Michael

Maximilian Nagl
als Tobias

Maximilian Waldmann
als Peter

Rocco Bretscher
als Kalle

Fritz Barth
als Erkennungsdienstler

Daniel Spies
als Sven

Anno Köhler
als Notarzt

Kritik

Der sprichwörtliche "Schwarze Mann" ist eine jener Schreckgestalten, mit denen Kindern früher Angst gemacht wurde. Dabei existiert er tatsächlich: In Deutschland treibt ein Serientäter sein Unwesen. Er hat bereits fünf Jungen ermordet und soll dreißig weitere missbraucht haben. Es gibt keinerlei Hinweise auf seine Identität.

Auch ohne dieses Vorwissen ist jedem Krimi-Freund klar, dass es sich bei dem gesuchten Mörder eines kleinen Jungen nicht um den Hauptverdächtigen handeln kann; selbst wenn der Obdachlose (Peter Kurth) der perfekte Täter wäre. Er ist bereits als Gewalttäter aufgefallen, er kannte den Jungen, und vor allem: Sein Speichel ist im Gesicht des Kindes gefunden worden. Als er mitten in der Vernehmung an einer Hirnblutung stirbt, ist der Fall klar; zumindest für den Chef von Ellen Lucas (Ulrike Kriener). Doch die Kommissarin ist mit dieser allzu naheliegenden Lösung nicht zufrieden. Und da der Film gerade erst knapp 45 Minuten alt ist, weiß man: Sie hat recht. Tatsächlich ergeben sich alsbald neue Verdachtsmomente. Da wäre zum Beispiel der Wirt einer Waldkneipe in der Nähe des Zeltplatzes, auf dem der tote Junge mit anderen Kindern campiert hat. Außerdem hat einer der Sozialarbeiter, die das Zeltlager beaufsichtigen, für die Tatzeit kein Alibi. Und weil ein kleines Mädchen nachts einen "Schwarzen Mann" gesehen hat, konzentriert sich die Polizei prompt auf den jungen Mann: Er ist dunkelhäutig.

Pädophilie ist immer ein heikles Thema, zumal man beim Samstagskrimi auch damit rechnen muss, dass Kinder zuschauen. Das Drehbuch (Sabine Kalinowski, Patrick Weber; Bearbeitung: Christian Jeltsch sowie "Lucas"-Schöpfer Thomas Berger) vermeidet dieses Dilemma, indem es den Hintergrund lange völlig offen lässt und später auch nur andeutet. Trotzdem spielen Kinder natürlich eine große Rolle in dieser Geschichte. Regisseurin Christiane Balthasar nutzt die Chance, um der von vielen Zuschauern offenbar als zu hart und unleidlich empfundenen Kommissarin weichere Züge zu geben. Gerade ihre Gespräche mit dem kleinen Tim (Sandro Ianotta) sind sehr warmherzig. Darüber hinaus spielt der Junge eine Schlüsselrolle: Sein Hinweis auf einen "Zauberstein" führt Ellen Lucas schließlich auf die richtige Spur. Da ist sie längst in die Waldwirtschaft umgezogen, denn zuhause ist es ihr zu eng geworden: Schwester Rike (Anke Engelke) hat sich bei ihr eingenistet und auch noch einen Hund angeschleppt, was im knurrigen Vermieter (Tilo Prückner) ganz unerwartete Beschützerinstinkte weckt. Die harmonische Integration dieser privaten Ebene, in anderen Krimis oft ein Fremdkörper, ist ein weiterer Beleg für die Qualität der Reihe. tpg.

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Info

Plakat des Films: Kommissarin Lucas: Der Schwarze Mann

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2008

Genre: Thriller

Originaltitel: Kommissarin Lucas: Der Schwarze Mann

Regie: Christiane Balthasar

Drehbuch: Sabine Kalinowski, Christian Jeltsch, Thomas Berger, Patrick Weber

Musik: Stefan Ziethen, Johannes Kobilke

Produktion: Ulli Weber, Viola Jäger, Harry Kügler, Molly Fürstenberg

Kamera: Markus Hausen

Ausstattung: Winfried Hennig

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