TV-Krimi, der auf dem gleichnamigen Roman von Alexandra von Grote basiert.

Kinostart: nicht bekannt

Francis Fulton-Smith

Francis Fulton-Smith
als Maurice LaBr

Anja Knauer

Anja Knauer
als Corinne Dupont

Daniel Friedrich

Daniel Friedrich
als Roland Thibon

Bruno Bruni
als Jean-Marc Lagarde

Gudrun Landgrebe
als Dr. Brigitte Foucart

Katja Flint
als Germaine Molin

Valerie Niehaus
als C

Felicitas Woll
als Caroline Becker

Jule Ronstedt
als Nadine Capelli

Simon Verhoeven
als Vincent Brihac

Wanja Mues
als Mathieu Salmi

Guntbert Warns
als R

Wolfgang Häntsch

Leonie Brill
als Jenny LaBr

Markus Graf
als Jacques Molin

Joël Eisenblätter
als Julien Capelli

Ursula-Rosamaria Gottert
als Madame Challe

Kritik zu Kommissar LaBréa: Mord in der Rue St. Lazare

Schon der Auftakt der neuen ARD-Filmreihe "Kommissar LaBréa" ("Tod an der Bastille") vor gut einem Jahr war überraschend sehenswert: weil Francis Fulton-Smith mehr als bloß einen Dr. Kleist mit Polizeimarke spielte; weil eine spannende Geschichte auch angemessen fesselnd umgesetzt wurde; weil man am Ende des Films neugierig war, wie sich die Figuren weiter entwickeln würden; und weil Paris so viele auch weniger bekannte Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, dass die Stadtansichten mit den Zwischenschnitten fast verschwendet sind.

"Mord in der Rue St. Lazare" ist wie der erste Film die Adaption eines Romans von Alexandra Grote. LaBréas Assistentin wird nicht mehr von Chiara Schoras, sondern ohne große Erklärungen von Anja Knauer gespielt, doch ansonsten ändern sich nur die Verhältnisse zwischen den Figuren: Die Tochter des Kommissars sorgt dafür, dass LaBréa in Künstlerin Céline (Valerie Niehaus) alsbald mehr sieht als bloß die hilfsbereite Nachbarin. Im Vordergrund steht natürlich der Mord, aber Jürgen Büschers Drehbuch vermeidet geschickt, dass die Liebelei wie ein Fremdkörper wirkt. Der Titel bezieht sich allerdings nicht auf die Tat, sondern auf einen Film, der gerade in Paris gedreht wird. Der Tote war der Produzent des Werks. La Bréa braucht nicht lange, um rauszufinden, dass praktisch jeder, der den Mann kannte, als Mörder in Frage kommt: Alle haben ihn gehasst. Die "Besetzungscouch" des Produzenten war berüchtigt. Aktuell trieb's der Filmmogul mit Hauptdarstellerin Caroline (Felicitas Woll), der Freundin des Regisseurs (Wanja Mues); und zwar auch am Abend seines Todes. LaBréa findet das ganz ohne DNA-Nachweis raus; manchmal zahlt es sich eben aus, wenn ein Polizist nicht bloß im übertragenen Sinn eine gute Nase hat. Aber auch die Witwe (Katja Flint) hätte ein wunderbares Motiv, denn die vermeintlich offene Beziehung, die sie und ihr Mann geführt haben, war keineswegs so rosig, wie sie tut. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass der tote Gatte ihren Liebhaber (Simon Verhoeven) für dessen Dienste bezahlt hat; und dieser Galan ist zur Tatzeit von einem Taxi vor dem Tatort abgesetzt worden.

In guten Krimis kommt es am Ende völlig anders, als man denkt, und wenn sie richtig gut sind, ist die Auflösung auch so plausibel, dass sie nicht wie aus dem Hut gezogen wirkt; beides ist hier der Fall. Dennis Satins Inszenierung fällt nicht weiter auf, was sich durchaus positiv auswirkt; um so amüsanter sind die Seitenhiebe gegen das Filmgeschäft. Da stört es dann auch nicht weiter, dass sich LaBréas Assistent (Bruno Bruni) immer wieder aufspielen muss und dass Polizeichef Thibon (Daniel Friedrich) in seiner Mischung aus Unfähigkeit und Eitelkeit frappierend an Patta erinnert, den Vorgesetzten von LaBréas venezianischem Kollegen Brunetti. tpg.

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Info

Plakat des Films: Kommissar LaBréa: Mord in der Rue St. Lazare

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2010

Genre: Thriller

Originaltitel: Kommissar LaBréa: Mord in der Rue St. Lazare

Regie: Dennis Satin

Drehbuch: Jürgen Büscher

Musik: Stefan Schulzki

Produktion: Nico Hofmann, Benjamin Benedict, Gesa Tönnesen

Kostüme: Inez Raatzke

Kamera: Sven Kirsten

Schnitt: Betina Vogelsang

Ausstattung: Detlef Provvedi