Komödie um zwei befreundete Boxer, die um die gleiche Frau und die letzte Titelchance rivalisieren.

Kinostart: nicht bekannt

Antonio Banderas

Antonio Banderas
als Cesar Dominguez

Woody Harrelson

Woody Harrelson
als Vince Boudreau

Lolita Davidovich
als Grace Pasic

Tom Sizemore
als Joe Domino

Lucy Liu
als Lia

Robert Wagner
als Hank Goody

Richard Masur
als Artie

Willie Garson
als Cappie Caplan

Cylk Cozart
als Rudy

Jack Carter
als Dante Solomon

Handlung

Caesar und Vince sind Freunde und Boxer, die nach einer vor Jahren verpassten Titelchance noch immer vom großen Ruhm träumen. Die Möglichkeit dazu ergibt sich bei einem überraschend arrangierten WM-Rahmenkampf in Las Vegas. Hier müssen die beiden Verlierer erstmals gegeneinander antreten und auch um ihre, von beiden begehrte Freundin Grace streiten.

Caesar und Vince sind gute Freunde und hart trainierende Boxer. Die Karriere der beiden ehemaligen Champions bedarf allerdings dringend eines Kicks. Da bietet sich ihnen die Chance ihres Lebens: Sie sollen in Las Vegas erstmalig gegeneinander antreten. Da Caesar unter Flugangst leidet, fährt seine Freundin Grace, die Ex-Geliebte von Vince, die beiden mit ihrem Auto in die Wüstenmetropole. Nun entbrennt zwischen den Männern ein Kampf um die Gunst von Grace, der sich noch zuspitzt, als die Anhalterin Lia zu ihnen stößt.

Die beiden Boxer Caesar und Vince sollen zum ersten Mal gegeneinander antreten. Während der Fahrt zum Austragungsort enbrennt zwischen ihnen ein Kampf um Grace, Ex-Geliebte von Vince. Die Anhalterin Lia verschärft die Situation noch. Roadmovie und Sportkomödie mit Antonio Banderas.

Kritik

Ron Shelton, qualitativ bisher fast Monopolist der amerikanischen Sportkomödie, bleibt seiner in "Annies Männer" und "Tin Cup" Hit-geprüften Rezeptur treu: Er verknüpft die zeitlose Geschichte von der letzten Chance zur Realisierung des großen sportlichen Traums mit dem Hahnenkampf zweier Freunde um die von beiden geliebte Frau. Nach Baseball und Golf ist dieses Mal das halbseidene Boxmilieu Background, aber trotz zweier gut aufgelegter Stars wirkt das Konzept ausgereizt und kann in puncto Witz und Kommerzialität mit Sheltons früheren Erfolge nicht mithalten.

An der Chemie der potentiellen Publikumsattraktionen liegt es nicht. Woody Harrelson, nach "Weiße Jungs bringen's nicht" in seinem zweiten Film mit Autor-Regisseur Shelton, und Antonio Banderas zeigen beide Gespür für die Anforderungen einer Komödie, die in der Shelton-Tradition weniger von Dialogen als von Charakteren und Situationen zu leben versucht. Und sie haben ihre Momente als dicke Freunde, die sich in ihrer Streitkultur wie ein altes Ehepaar verhalten. Aber im Unterschied zu seinen Hits weiß Shelton wenig mit ihnen anzufangen, hangelt sich mit einem mageren Plot bis zum vermeintlichen Höhepunkt des Films durch, der die beiden Boxer in einem fast 20 Minuten in Anspruch nehmenden WM-Herausforderungskampf erstmals gegeneinander führt. Hinter den beiden Figuren steht natürlich ein sportliches Trauma: die vor Jahren verpaßte Titelchance, die schon Marlon Brando in "Die Faust im Nacken" verfolgte. In "Knocked Out" hoffen Caesar (Banderas) und Vince (Harrelson) auf Korrektur und das Ende ihres Verliererdaseins. Morgens erfolgt der Anruf der schmierigen Promoter, die schnellen, billigen und nicht übermäßig smarten Ersatz für den Vorkampf zum Main Event mit Mike Tyson suchen. Abends der erwartete Luschen-Fight in Las Vegas, der dank Engagement alle begeistert. Dazwischen die Fahrt nach Nevada, mit Dauer-Sticheleien und Cabrio-Diskussionen der Boxer mit Freundin Grace (Lolita Davidovich), die zum Ärger der Streithähne ihre Sympathien salomonisch verteilt. Relativ ereignislos wie die Landschaft spult die Komödie 40 Minuten ab, bis Gaststar Lucy Liu (wie schon in "Payback" oder ihrem TV-Hit "Ally McBeal" eine Mischung aus Sextier und Giftschlange) als Anhalterin kurzfristig Farbe ins Beziehungsdreieck bringt. Danach steuert "Knocked Out" ohne nennenswerte Kursabweichung auf sein großes Finale, den Boxkampf zu, der dann die Hitze entwickelt, die man in den vorausgehenden Thermostat-geregelten 90 Minuten vermißt hatte. Für einen Komödienhit ist das zu wenig, wie sich auch schon in den USA zeigte, wo "Knocked Out" mit seinem Startergebnis weit hinter Sheltons früheren Erfolgen zurückblieb. kob.

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Info

Plakat des Films: Knocked Out - Eine schlagkräftige Freundschaft
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 2000

Länge: 1 h 47 min

Genre: Drama

Originaltitel: Play It to the Bone

Regie: Ron Shelton

Drehbuch: Ron Shelton

Musik: Alex Wurman

Produktion: Stephen Chin

Kostüme: Kathryn Morrison

Kamera: Mark Vargo

Schnitt: Paul Seydor, Patrick Flannery

Ausstattung: Claire Jenora Bowin, Mary Finn

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