Psychothriller mit Keanu Reeves als Architekt, dessen Leben aus den Fugen gerät, als er zwei scheinbar unschuldige Mädchen im Auto mitnimmt.

Kinostart: 10.12.2015

Szenenbild aus Knock Knock mit Keanu ReevesKeanu Reeves

Keanu Reeves
als Evan Webber

Ana de Armas
als Bel

Lorenza Izzo
als Genesis

Ignacia Allamand
als Karen Alvarado

Aaron Burns
als Louis

Colleen Camp
als Vivian

Handlung

Der Architekt und Familienvater Evan Webber hat gerade gewissermaßen sturmfreie Bude, als es spät abends an der Tür klingelt und zwei vom Regenwetter schwer zerzauste attraktive junge Damen davor stehen. Die möchten nur kurz ihre Sachen trocknen und dann weiterziehen zur Party. Weil Evan ein netter Kerl ist, lässt er sie herein, was er kurze Zeit später jedoch schon bitter bereut. Denn die Mädels entpuppen sich als destruktive Biester, die es es gezielt auf ihn abgesehen haben, und seine Integrität zu zerstören gedenken.

Familienvater Evan erhält ungebetenen Damenbesuch und muss sich bald gewalttätiger Übergriffe erwehren. Keanu Reeves wird von Eli Roths Freundin quasi vergewaltigt in diesem gelungenen Home-Invasion-Horrorthriller.

Kritik

Thriller in dem die heile Welt eines Architekten zusammenbricht, als er zwei vermeintlich hilfsbedürftigen hübschen Mädchen die Tür öffnet.

Architekt Evan hat alles: Ein liebevolle Frau, zwei tolle Kinder, eine große Villa, Erfolg im Job und jede Menge Geld. Doch die heile Welt bricht jäh zusammen, als es eines Tages, seine Frau ist mit den Kindern übers Wochenende weggefahren, an der Haustür klingelt, zwei leichtbekleidete und durch den Regen durchnässte junge Damen vor selbiger stehen und Evan ihnen gutmütig Einlass gewährt. Als klar ist, dass das gerufene Taxi geschlagene 45 Minuten brauchen wird, um das abgelegene Villenviertel zu finden, machen es sich die drei im Wohnzimmer bequem. Bald schon setzen die beiden Mädchen Bel und Genesis alles daran, dem Hausherren den Kopf zu verdrehen. Dieser kann der Versuchung zunächst noch widerstehen bevor die drei letztlich doch in der Dusche und im Bett landen.

Was wie ein pubertierender, vermeintlicher Männertraum beginnt, kehrt sich für Evan nach der heißen Nacht und reumütigem Erwachen ins Gegenteil: Bel und Genesis sind nach eigenen Angaben minderjährig und jagen in den Vororten der USA untreue, pädophil veranlagte Männer, um ihnen eine Lehre zu erteilen. Dass es dabei nicht nur bei tadelnden Worten bleibt, wird spätestens bei einem schmerzhaften Frage-Antwort-Spiel deutlich, zu dem die beiden Psychopatinnen Evan zwingen.

Die Grundkonstellation erinnert - ohne den erotischen Moment - entfernt an Michael Hanekes "Funny Games". Doch wo bei Haneke im wahrsten Sinne des Wortes unbegreiflicher Horror ins Paradies einbricht, begnügt sich Eli Roth mit klassischer Genreware. Allerdings verzichtet der Regisseur angenehmerweise auf den blutigen Ekeleffekt, auf den sich bisher noch alle seine Werke (zuletzt "The Green Inferno") konzentriert haben. Dass ihm dabei die Entwicklung von Spannung nicht ganz so leicht von der Hand geht wie früher das Abtrennen von Körperteilen verhindert jedoch nicht, dass aus "Knock Knock" ein kurzweiliger Thriller für Genrefans wurde. Vor allem Keanu Reeves, der Anfang des Jahres mit "John Wick" einen nachhaltigen Fußabdruck im Thrillerbereich hinterließ, überzeugt als zunächst zwischen Treue und Lust hin- und hergerissener Nice Guy, bevor ihm die Folgen seines Tuns über den Kopf wachsen. "Knock Knock" erfindet das Genre definitiv nicht neu und auch nicht jede Volte des Drehbuchs weiß zu überzeugen, aber dem Zuschauer wird der potentiell nächste Seitensprung in Gedanken effektiv verübelt. mahe.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 10.12.2015

Chile/USA 2015

Länge: 1 h 40 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Knock Knock

Regie: Eli Roth

Drehbuch: Eli Roth, Guillermo Amoedo, Nicolás López

Musik: Manuel Riveiro

Kamera: Antonio Quercia

Schnitt: Diego Macho

Ausstattung: Marichi Palacios

Website: http://www.knockknock-film.de

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