Hinreißende High-Concept-Komödie mit Adam Sandler, der eine Fernbedienung entdeckt, mit der man das tägliche Leben steuern kann.

Kinostart: 28.09.2006

Adam Sandler

Adam Sandler
als Michael Newman

Kate Beckinsale

Kate Beckinsale
als Donna Newman

Christopher Walken

Christopher Walken
als Morty

Henry Winkler
als Ted Newman

David Hasselhoff
als Mr. Ammer

Julie Kavner
als Trudy Newman

Sean Astin
als Bill

Handlung

Workaholic Michael (Adam Sandler) vernachlässigt seine Familie. Da spendiert ihm der geheimnisvolle Morty (Christopher Walken) als Lösung aller Probleme die Fernbedienung fürs Leben. Mit der kann Michael das Leben vorspulen, wenn es langweilig wird, die Pause-Taste drücken, wenn der Chef eine Abreibung braucht, oder den Ton dämpfen, wenn das Gezänk der Frau nervt. Doch entpuppt sich, was zunächst als Glücksfall erscheint, als heimtückische Falle, wenn Michael sein Leben zu verpassen droht.

Adam Sandler ist wieder einmal auf Familienkomödienkurs mit diesem zuweilen auch nachdenklich stimmenden Gleichnis auf das Arbeitsleben. Regie führt zum dritten Mal bei einem Sandler-Film Frank Coraci ("Eine Hochzeit zum Verlieben").

Der arbeitswütige Architekt Michael Newman hat nie genügend Zeit für seine Familie. Da kommt ihm eine geheimnisvolle Fernbedienung eines verrückten Wissenschaftlers gerade gelegen, mit der sich Michaels kompletter Alltag steuern lässt. Das erweist sich zunächst als Segen. Als die Fernbedienung jedoch beginnt, Michaels Entscheidungen eigenständig zu verbessern, ergeben sich Komplikationen.

Michael Newman hat eigentlich alles im Leben: Einen gut bezahlten Job als Architekt, eine wunderschöne Ehefrau und zwei süße Kinder - die freilich von dem Workaholic nach Strich und Faden vernachlässigt werden. Ein zwielichtiger Verkäufer dreht dem gestressten Michael eines Tages eine Universal-Fernbedienung an. Doch statt der Geräte im Haus lässt sich damit sein Leben kontrollieren: Der kläffende Hund wird auf stumm gestellt, Diskussionen mit der Gattin rasch vorgespult. Aber zuviel Macht kann auch ein Fluch sein.

Kritik

Eine Universalfernbedienung lässt Adam Sandler in dieser clever konzipierten Familiendramedy durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft seines Lebens klicken. Dabei stehen zu gleichen Teilen kruder Humor und wehmütiger Herzschmerz auf dem Programm.

Mit Frank Capra teilt Regisseur Frank Coraci ("Waterboy" und "Eine Hochzeit zum Verlieben") nicht nur seine Initialen, sondern auch eine zunehmende Vorliebe für aufrichtig warmherzige Familienunterhaltung à la "Ist das Leben nicht schön?". Dies ist mittlerweile auch die bevorzugte Sparte Sandlers, der seine Karriere mit den Porträts infantiler Idioten ("Happy Gilmore", "Billy Madison", "Waterboy") aufbaute. In "Punch Drunk Love" und "Die Wutprobe" zeigte er sich von einer erwachsen-ernsthafteren Seite. In der von den "Bruce Allmächtig"-Drehbuchautoren verfassten Story versucht der Wedding Singer jetzt ganz bewusst auf beiden Hochzeiten zu tanzen.

Als der Architekt Michael Newman spielt der ehemalige SNL-Komiker einen gestressten Workaholic, der seine schöne Frau Donna ("Underworld"-Chick Kate Beckinsale) und ihre zwei niedlichen kleinen Kinder sträflich vernachlässigt. Eine entscheidende Wende tritt ein, als er vom mysteriösen Ingenieur Morty (Christopher Walken macht auf Christopher Lloyd in "Zurück in die Zukunft") eine Universalfernbedienung erhält. Damit ist Michael die Allmacht in die Hand gegeben, seine Umwelt wie eine DVD zu manipulieren: Ton weg, wenn der Hund bellt oder die Frau meckert; Pause, wenn Donnas nervige Freundin (Jennifer Coolidge als schrille Sexbombe) vorbeikommt oder um dem überheblichen Boss (David Hasselhoff) ein paar zu kleben und ins Gesicht zu furzen; Schnelllauf fürs langweilige Familienessen und Vorspiel beim Sex; Zurückspringen zur Informationssuche in der Vergangenheit; Vorspulen für die lang ersehnte Beförderung. Alsbald entdeckt er den Haken an der Sache: Das Gadget speichert Michaels Präferenzen und führt automatisch seine früheren Eingaben aus, sprich er überspringt Duschen und Verkehrsstau, aber auch seinen gesamten Familienalltag. Für die nächste Beförderung landen er und das gelungene Produktionsdesign zehn Jahre in der Zukunft - sein Leben rauscht nur noch an ihm vorbei und wird schlechter statt besser. Die zuvor leichtherzige Komödie schlägt nun, trotz weiterer eingestreuter Gags (unvergesslich bleibt dabei Michaels "Pizzateig"-Bauch), den wehmütig-gedämpften Ton einer Moralfabel an. Gefühlvoll wird für den Familienzusammenhalt als oberstes Gebot plädiert, gegen das niemals durch übertriebenen Ehrgeiz oder Egoismus verstoßen werden sollte.

Dass Sandler, der hier vorrangig einen Jedermann spielt, auch die emotionalen Szenen (weitgehend) auf dem Kasten hat, dürfte inzwischen niemanden überraschen. Mit Altersmakeup überzeugt er als gebrochener Mann, der seine Fehler bereut. Selbstverständlich endet die mit beeindruckenden Effekten ausgestattete Fantasyfabel, die Parallelen zu Charles Dickens "Weihnachtsgeschichte" vorweist, mit einer heiter-inspirierenden Note. Damit könnte es bei Sandlers alten Fans ebenso wie beim Familienpublikum klicken. ara.

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Info

Plakat des Films: Klick
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 28.09.2006

USA 2006

Länge: 1 h 48 min

Genre: Drama

Originaltitel: Click

Regie: Frank Coraci

Drehbuch: Steven Wayne Koren, Mark O'Keefe

Musik: Rupert Gregson-Williams

Produktion: Adam Sandler, Neal H. Moritz, Jack Giaraputto, Steven Wayne Koren

Kostüme: Ellen Lutter

Kamera: Dean Semler

Schnitt: Jeff Gourson

Ausstattung: Perry Andelin Blake

Website: http://www.klick-derfilm.de/

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